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„Darum geht zu allen Völkern“

Die Bedeutung christlicher Missionsschulen für Elitenbildung in Afrika

Im Verlauf der Unabhängigkeitsbestrebungen afrikanischer Staaten um 1960 nahm die Weltöffentlichkeit zum ersten Mal Notiz von einer Generation afrikanischer Politiker, die aus dem Schatten jahrzehntelanger kolonialer Herrschaft trat, um sich an die theoretische und praktische Gestaltung postkolonialer Gesellschaften zu machen. Alle – ohne Ausnahme – waren in christlichen Missionsschulen ausgebildet worden.

Auf dem Weg zum Zweiparteiensystem?

Ergebnisse und Folgen der Kommunalwahlen in Südafrika

Trotz Verlusten konnte sich der African National Congress (ANC) in den Kommunalwahlen am 18. Mai 2011 mit 62 Prozent Stimmenanteil als dominante Kraft in Südafrika behaupten. Die oppositionelle Democratic Alliance (DA) baute ihre Wählerbasis mit deutlichen Zugewinnen auf 23,9 Prozent aus. Service Delivery“ war das zentrale Schlagwort im Wahlkampf: 17 Jahre nach dem demokratischen Neubeginn geht die Geduld der Menschen über nicht eingelöste Versprechen zu Ende.

Editorial

Politische Bildung ist nicht nur das Kernanliegen der Konrad-Adenauer-Stiftung seit ihrer Gründung, sondern sie steht auch heute noch im Mittelpunkt unserer internationalen Arbeit. Den Regierungen gelingt es häufig nicht, die bildungspolitischen Probleme effizient zu lösen. Die gezielte Förderung von Entscheidungsträgern, ob im akademischen Bereich oder im Bereich der Berufsbildung, ist deshalb neben der Primarschulbildung und der politischen Erwachsenenbildung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbsthilfe.

Finnlands PISA-Erfolge: Mythos und Übertragbarkeit

Bereits nach der Veröffentlichung der ersten Studie erlangten Finnlands Schüler Weltruhm, während in Deutschland vom „PISA-Schock“ die Rede war. Zahlreiche Bildungsexperten reisen weiterhin nach Finnland, um das Geheimnis des Bildungserfolges zu lüften. Die Vergleichbarkeit des deutschen und des finnischen Schulsystems wird nur selten hinterfragt. Das Problem der Übertragbarkeit wird von den Befürwortern integrierter Schulen kleingeredet oder negiert.

Gleiche Bildung für alle?

Die südafrikanische Schulbildung 17 Jahre nach dem Ende der Apartheid

17 Jahre nach dem Ende der Apartheid bleibt das Schulsystem in Südafrika bislang weit hinter den Erwartungen an den Transformationsprozess zurück. In regionalen Vergleichstest schneiden südafrikanische Schüler meist schlechter ab als Kinder aus anderen afrikanischen Ländern. Obwohl die heutige Regierung mit hohem finanziellem Aufwand bemüht ist, das Ungleichgewicht in der Bildung zu beheben, bleibt das Vermächtnis der Apartheid weiterhin bestehen.

Kuba nach dem VI. Parteitag: Wie weit tragen die Reformen?

Der VI. Parteitag der kubanischen kommunistischen Partei trug eindeutig die Handschrift von Raúl Castro. Wirtschaftsdebatten standen im Mittelpunkt – kein Wunder angesichts der desaströsen Versorgungslage. Raúls Bruder Fidel, der im August 85 Jahre alt wird, hat sein letztes offizielles Amt an den jüngeren Bruder abgegeben – Raúl ist 79. Die alte Garde dominiert nach wie vor die Führungsstrukturen. Von politischen Reformen und mehr Freiheitsrechten ist einmal mehr nicht die Rede.

Somaliland – Argumentieren auf dünnem Eis

Im Mai 2011 jährte sich die Unabhängigkeitserklärung Somalilands zum 20. Mal. Dennoch wird Somaliland bis heute von keinem anderen Staat anerkannt, obwohl es über eine funktionierende, verfassungsmäßig gewählte Regierung, eine Armee, eine Staatsflagge und eine eigene Währung verfügt – und damit für andere um Unabhängigkeit bemühten Territorien dieser Welt Vorbildfunktion besitzen sollte.

Editorial

Garantiert werden kann Religionsfreiheit nur von Staaten, für die eine freiheitliche, demokratische und liberale Rechts- und Verfassungsordnung die wichtigste und maßgebliche normative Grundlage darstellt. Eine aktuelle Umfrage, die wir an fast 40 unserer Auslandsbüros gerichtet und in der wir um eine Darstellung der Lage der Christen gebeten haben, hat ein sehr differenziertes Bild ergeben. Die Ergebnisse finden Sie in dieser Ausgabe in vier Artikeln zusammengefasst.

Zur Situation der Christen in Afrika südlich der Sahara

Über Mitgliederschwund und leere Kirchen können sich die christlichen Gemeinden in Afrika nicht beklagen. Im Gegenteil, die Mitgliederzahlen steigen in rasantem Tempo. Das Christentum auf dem afrikanischen Kontinent ist dabei so vielfältig wie in wenigen anderen Regionen der Welt. Obwohl in den meisten Staaten die Religionsfreiheit in der Verfassung verankert ist und Muslime und Christen friedlich zusammenleben, ist auch der afrikanische Kontinent immer wieder Schauplatz von Einschränkungen der Religionsfreiheit und gezielter Verfolgung von Christen.

Zur Situation der Christen in Nahost und Nordafrika

In Nahost und Nordafrika haben neben dem Christentum auch die beiden anderen großen Schriftreligionen Judentum und Islam ihre Anfänge genommen. Trotz gemeinsamer historischer Wurzeln wächst jedoch seit einigen Jahren der Druck auf Christen in der Region. Die christliche Gemeinde, obgleich in der wechselvollen Geschichte des Orients mit ihrer Minderheitensituation vertraut, verliert zunehmend das Vertrauen in eine Zukunft, die ihr eine ungefährdete Existenz gewährleisten kann.

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Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) sind die Zeitschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung für Internationale Politik. Sie bieten politische Analysen unserer Expertinnen und Experten in Berlin und aus mehr als 100 Auslandsbüros in allen Weltregionen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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Herausgeber

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Benjamin Gaul

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