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Editorial

Ausgabe 4/2010 der Auslandsinformationen der Konrad-Adenauer-Stiftung

Ein Stoff für Konflikte

Ägypten streitet über die Vollverschleierung

Spätestens seit dem französischen Vorstoß zum sogenannten Burka-Verbot im Dezember 2009 hat die Islam-Debatte in Europa eine neue Komponente, den Streit um Tolerierung oder Verbot der Vollverschleierung. Was viele nicht wissen, Vorreiter dieser Auseinandersetzung war nicht das streng säkulare Frankreich, sondern das tief religiöse Ägypten. Weitgehend unbemerkt von der europäischen Öffentlichkeit wird hier seit Monaten eine heftige öffentliche Debatte um den Niqab – die arabische Version der Burka – geführt. Eine Analyse von

Kontinuität in Costa Rica für die kommende Legislaturperiode

Costa Rica hat seine neue Präsidentin gewählt

Mit Laura Chinchilla von der sozialdemokratisch-liberalen Regierungspartei Partido Liberación Nacional (PLN) hat Costa Rica am 7. Februar 2010 zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Frau als Staatsoberhaupt gewählt. 60 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechtes in Costa Rica hat eine Frau den Sprung an die Führungsspitze des Landes geschafft. Über diese entscheidende Wahl berichtet Kerstin von Bremen

Nach den Präsidentschaftswahlen: Wie die Ukrainische Demokratie konsolidieren?

How Can the Ukrainian Democracy Be Consolidated?

Die Ukraine schlug mit den Ereignissen der Orangen Revolution im Winter 2004 einen Weg zu Demokratisierung und Modernisierung ein, der sich von den anderen ehemaligen Sowjetrepubliken, wenn man vom Baltikum absieht, klar unterscheidet. Durch eine erfolgreiche Konsolidierung der liberalen Demokratie könnte die Ukraine demonstrieren, dass in dieser Region eine Alternative zum dort vorherrschenden, patriarchalischen und autoritären Gesellschaftsmodell darstellt. Die Präsidentschaftswahlen im Januar und Februar 2010 hatten hierbei große Bedeutung. Eine detaillierte Untersuchung von

Vereint statt entzweit?

Welche Auswirkungen haben westliche Sanktionen auf den Iran?

Seit der Enthüllung des iranischen Nuklearprogramms im Jahr 2002/3 ringen die internationale Gemeinschaft mit der Islamischen Republik Iran um das iranische Atomprogramm. Die langwierigen Verhandlungen sind nun in eine bedrohliche Phase gelangt, die ökonomische Sanktionen und im schlimmsten Fall eine militärische Konfrontation nach sich ziehen könnten. Trotz der ständigen Bekundungen Irans, sein Atomprogramm sei friedlicher Natur, gibt es besorgniserregende Indizien, die dem widersprechen. Behrouz Khosrozadeh fasst die gegenwärtige Situation zusammen.

Zur gegenwärtigen Situation der Christen im Nahen Osten

Die Situation der Christen im Nahen Osten gibt Grund zur Besorgnis. In allen Ländern des Nahen Ostens nimmt der Anteil der einheimischen Christen an der Gesamtbevölkerung stetig ab. Das ist vor allem das Resultat des anhaltenden Exodus von Christen aus dem Nahen Osten. Ursache dafür ist in den meisten Fällen nicht – wie etwa im Irak – offene Gewalt gegen Christen, die den Verbleib im Heimatland unmöglich macht, sondern die allgemeine Perspektivlosigkeit. Ottmar Oehring berichtet

Zurück in die Vergangenheit?

Die Rolle der Kommunistischen Partei in Tschechien

Anhand des Beispiels von Tschechien wird in diesem Artikel untersucht, wie sich in einem post-kommunistischen Staat eine kommunistische Partei (in diesem Fall die KČSM) im politischen System etablieren kann und welche Herausforderungen bzw. Konsequenzen hierdurch entstehen. Aus Prag berichten Mathias Paul und

Brasilien und die Klimakonferenz in Kopenhagen

Auch in Brasilien sind die Folgen von Umweltzerstörung und Klimawandel spürbar. Im Amazonasgebiet und dem Nordosten des Landes treten zunehmend Trockenperioden auf, die die landwirtschaftliche Produktion und damit auch die Armutsbekämpfung behindern. Im wohlhabenden Süden und Südosten sowie im Norden findet man immer häufiger Überschwemmungen und Murenabgänge, die auf extreme Niederschläge sowie den unangemessenen Umgang mit der Natur zurückzuführen sind. Die Folgen der Kopenhagen-Konferenz für Brasilien analysiert Peter Fischer-Bollin.

China als Herausforderung für die europäische Energieversorgungssicherheit

Asien und insbesondere China werden im Zuge ihrer wirtschaftlichen Entwicklung künftig einen enormen Einfluss auf die Steigerung der globalen Energienachfrage haben. Auch mit Blick auf die über die Energieversorgung hinausgehenden Herausforderungen durch die chinesische Energiepolitik, wie der Sicherheits- und Entwicklungspolitik, hat zwischen China und dem Westen ein Kampf um globalen Einfluss begonnen. Die Herausforderungen für die europäische Energieversorgungssicherheit thematisiert Antje Nötzold.

Der Beginn einer neuen Ära in Chile

Sebastián Piñera gewinnt die Präsidentschaftswahlen gegen den Christdemokraten Eduardo Frei

Nach dem vorläufigen Endergebnis der Präsidentschaftswahlen in Chile hat der wirtschaftsliberale und rechtskonservative Unternehmer Sebastián Piñera mit 51,61 Prozent der Stimmen die Stichwahl für sich entschieden. Er bekam circa 223.000 Stimmen mehr als sein Kontrahent Eduardo Frei vom regierenden Mitte-Links-Bündnis der Concertación. Den Wahlkampf und die Auswirkungen diese Wahl thematisieren Winfried Jung und Martin F. Meyer.

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Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) sind die Zeitschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung für Internationale Politik. Sie bieten politische Analysen unserer Expertinnen und Experten in Berlin und aus mehr als 100 Auslandsbüros in allen Weltregionen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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