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IMAGO / Bihlmayerfotografie

Thank you for your service! – Stellschrauben für eine kriegstüchtige Bundeswehr

Wie lässt sich Verteidigung „entsozialisieren“?

Personalmangel, Ausrüstungsdefizite und eine überzivilisierte Truppe gefährden die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Die Bundeswehr braucht mehr als Geld: Sie benötigt strukturelle Reformen, mentale Wehrhaftigkeit und gesellschaftlichen Rückhalt. Die Einführung einer Bundeswehr-Woche, Arbeitgeberanreize zur Reservistenförderung, eine Neuausrichtung auf den militärischen Kernauftrag und ein Combat Readiness Score sollen Deutschland kriegstüchtig machen – bevor es zu spät ist.

IMAGO / Xinhua

Regierungsbildung in Litauen

Neues Machtbündnis mit fragiler Grundlage

Nach dem Rücktritt von Premierminister Gintaras Paluckas ist es in Litauen zu einem Koalitionswechsel gekommen: Die Demokraten („Vardan Lietuvos“) haben die Regierung verlassen, an ihre Stelle tritt nun die Parlamentsgruppe „Fraktion der Litauischen Bauern, Grünen und Christlichen Familienunion“. Umstritten bleibt auch die Partei „Nemuno Aušra“ (Morgenröte von Nemunas), die trotz massiver Proteste Teil der Koalition bleibt. Neue Premierministerin ist Inga Ruginienė – eine Gewerkschafterin und politische Neueinsteigerin, die von vielen als schwache Besetzung eingeschätzt wird. Die zentralen strategischen Ziele – Verteidigungs- und Europapolitik – werden trotz des Regierungswechsels weitergeführt werden. Ob die Koalition jedoch die gesamte Legislaturperiode überdauern wird, ist fraglich.

IMAGO / Dreamstime

Aufstrebende Macht

Frauen als treibende Kraft in politischen Entscheidungsprozessen

Eine Analyse struktureller, institutioneller und kultureller Barrieren für die Beteiligung von Frauen an Führungspositionen sowie die strategische Bedeutung ihrer Stärkung. Die Analyse wird Beispiele aus Nairobi und dem County Kitui heranziehen.

IMAGO / ZUMA Press Wire

Reaktionen zu US-Präsident Trumps Friedensbemühungen für die Ukraine

Bewegung – aber mit welchem Ziel?

Eine schnelle Lösung des Krieges in der Ukraine – das war eines der Wahlversprechen von Präsident Donald Trump. Nach Monaten mit unterschiedlichen Signalen, wie eine solche Lösung für Trump aussehen sollte, traf er sich jetzt innerhalb weniger Tage zuerst mit Russlands Präsident Putin und dann mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und einer ganzen Reihe von europäischen Staats- und Regierungschefs.

IMAGO / Anadolu Agency

Bolivien wählt den Sozialismus ab

Historische Wahl bringt klaren Paradigmenwechsel

„Kapitalismus für alle!“ - Mit diesem Slogan erzielte Rodrigo Paz im fast 20 Jahre sozialistisch regierten Bolivien im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen einen Überraschungssieg. Er wird in einer Stichwahl am 19. Oktober gegen den ebenfalls oppositionellen und wirtschaftsliberalen „Tuto“ Quiroga antreten. Auch im Parlament errang die bürgerliche Opposition einen Erdrutschsieg: Die langjährige Regierungspartei MAS wird dort praktisch nicht mehr vertreten sein. Als außerparlamentarischer Widerstand manifestiert sich indessen Ex-Präsident Evo Morales, der mit seinem Aufruf zu einer ungültigen Stimmabgabe deutlich erfolgreicher war als die verschiedenen Linkskandidaten an den Urnen.

stock.adobe.com/A2Z AI

Indiens Bedeutung für Deutschlands Wissenschaft und Innovation

Von Bangalore nach Berlin: Indische Studierende stärken MINT-Berufe und tragen zur Fachkräftesicherung bei

Indien wird für Deutschland zunehmend als geopolitischer Partner und Innovationsstandort relevant – vor allem wegen seiner jungen Bevölkerung, des starken Wachstums und technologischer Fortschritte. Indische Studierende stellen mit rund 50.000 Personen die größte internationale Gruppe in Deutschland, besonders in den MINT-Fächern. Viele bleiben nach dem Studium und arbeiten in hochqualifizierten Berufen. Um ihr Potenzial besser zu nutzen, braucht es aber mehr englischsprachige Studiengänge, schnellere Visa, bezahlbaren Wohnraum, Sprachförderung, Praxisbezug und starke Integrationsnetzwerke.

IMAGO / UPI Photo

Historischer Durchbruch für Frieden im Südkaukasus?

Paschinjan und Alijew unterzeichnen bei Trump wegweisende Abkommen für Frieden und Infrastrukturprojekte zwischen Armenien und Aserbaidschan

Am 8. August trafen Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew im Weißen Haus auf US-Präsident Donald Trump zu einem „historischen Friedensgipfel“. Beide Länder erklärten den dauerhaften Verzicht auf Krieg, bestätigten 17 ausgehandelte Punkte eines künftigen Friedensvertrags und traten aus der OSZE-Minsk-Gruppe aus. Herzstück der Einigung ist die „Trump Route for International Peace and Prosperity“ (TRIPP), ein Infrastrukturprojekt in Armeniens Sjunik-Region, das Bahn, Pipelines und Glasfasernetze umfasst. Die USA erhalten dafür 99 Jahre exklusive Entwicklungsrechte, Armenien behält formale Souveränität. Das Abkommen schwächt Russlands Einfluss, stärkt die Türkei und verärgert den Iran. Für Armenien eröffnen sich neue Handelschancen, aber auch Risiken durch den Bruch mit bisherigen Partnern und innenpolitische Kritik. Aserbaidschan gewinnt eine direkte Landverbindung zur Türkei, neue Märkte und internationalen Prestigezuwachs. Für die USA bedeutet der Deal wirtschaftliche und sicherheitspolitische Vorteile sowie politischen Prestigegewinn. Die EU sieht Chancen für regionale Stabilisierung und neue Handelsrouten, muss jedoch feststellen, als Vermittler hinter Washington zurückgeblieben zu sein. Gelingt die Umsetzung, könnten die Abkommen einen historischen Wendepunkt im Südkaukasus markieren.

UN Photo/Manuel Elías

Die Zukunft nachhaltiger Entwicklung im Wandel

Angesichts der Umgestaltung der globalen Entwicklungslandschaft muss die multilaterale Zusammenarbeit weiterhin im Mittelpunkt stehen

Ein Jahrzehnt nach ihrer Verabschiedung liegen die Ziele für nachhaltige Entwicklung weiterhin deutlich außerhalb des erreichbaren Rahmens – angesichts zunehmender Unsicherheit, schwindender finanzieller Zusagen und eines fortschreitenden Vertrauensverlusts in den Multilateralismus. Während die Zeit für die Agenda 2030 knapp wird, stellt sich die Frage, ob die internationale Gemeinschaft dem Ernst der Lage mit der erforderlichen Dringlichkeit und Geschlossenheit begegnen kann.

IMAGO / Eibner

Klimapolitisch motivierte Sabotage – Extreme Aktionsformen im Namen des Klimas

Wie linksextreme Aktionsformen ihren thematischen Fokus zunehmend auf den Bereich der Klimakrise erweitern

Klimaschutz wird in Teilen für extremistische Sabotageakte instrumentalisiert. Linksextreme Gruppen bedienen sich dem Mittel der Gewalt, um gegen Infrastruktur, Unternehmen und staatliche Institutionen zu agieren. Der Beitrag analysiert drei Aktionskategorien und zeigt die internationale Vernetzung – etwa durch das transnationale Netzwerk Switch off. Außerdem gibt er differenzierte Empfehlungen für Politik, Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um legitimen Protest zu schützen und einer weiteren Radikalisierung wirksam entgegenzutreten.

IMAGO / Kyodo News

Plötzlich in Führung – Deutschlands neue Rolle in der Globalen Gesundheit

Über die neuen Chancen für Deutschlands Außen-, Wirtschafts-, und Sicherheitspolitik

Deutschland ist durch den Rückzug der USA in eine Führungsrolle in der Globalen Gesundheit gerückt. Diese neue Verantwortung bietet Chancen für außenpolitischen Einfluss, sicherheitspolitische Resilienz und wirtschaftliche Stärke. Deutschlands international hohes Ansehen basiert nicht auf finanziellen Beiträgen allein, sondern auch auf seiner Stellung in Wissenschaft und innovativer Industrie. Von einer Stärkung dieser Rolle und einer institutionellen Verstetigung kann Deutschland profitieren.