Kollegiatinnen und Kollegiaten

Internationales Promotionskolleg „Sicherheit und Entwicklung im 21. Jahrhundert“

Alexander Schuster

Internationale Politik, Universität Regensburg

Dissertation:

»Die Entfremdung in den deutsch-amerikanischen Beziehungen. Eine Analyse anhand der Neoklassischen Allianztheorie«

Abstract:

Nach Ende des Kalten Krieges standen alle Vorzeichen auf eine Vertiefung der guten deutsch-amerikanischen Beziehungen. Die grundsätzlich positive Dynamik endete spätestens 2002, als es zu ernsthaften Spannungen im Zuge des Irakkriegs kam. Weitere Konflikte entstanden in den Bereichen Sicherheit und Wirtschaft. In den Folgejahren setzte sich die Entfremdung fort und erfährt zur Zeit einen neuen Höhepunkt. Diese Arbeit untersucht den Wandel einer stabilen, verlässlichen Beziehung hin zu einem Neben- und Gegeneinander zwischen Deutschland und den USA. Dabei wird ein neues Theoriemodell, die Neoklassische Allianztheorie, entwickelt. Zentral ist die Einführung einer intervenierenden Prozessvariable Nützlichkeit auf Akteursebene. Sie hilft dabei, sowohl den positiven Beginn der bilateralen Beziehungen nach Ende des Kalten Krieges als auch die Entfremdung ab 2002 zu erklären.

 


 

Alexandra Paulus

Internationale Politik, Technische Universität Chemnitz

Dissertation:

»Cyber Norms Projects and Regional Power Status - The Cases of Brazil and Turkey«

Abstract (en):

In the absence of an internationally recognized legal framework and sanctions mechanism for state behavior in cyberspace, the cyber conflict literature addresses cyber norms, i.e. collective expectations for the proper behavior of state actors in cyberspace. This branch of research focuses on the role great powers play in different fora, thus disregarding the role of other actors like regional powers, understood as states with a dominant role in a specific region. The dissertation analyzes the role regional powers play in the construction and dissemination of cyber norms in their regions and on the global stage. Since this role is influenced by both states’ cyber norms preferences and on characteristics of the region, the study compares two case studies selected for their difference, Brazil and Turkey. For both countries, I analyze policy documents and conduct expert interviews with policymakers, armed forces, and academia and with representatives of international organizations.

 


 

Carsten Richter

Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität Berlin

Dissertation:

»Die ‚Psychologische Verteidigung‘ der Bonner Republik«

Abstract:

Während des Kalten Kriegs beeinflusste die ‚Psychologische Kampfführung‘ (PSK) im Regierungsauftrag gesellschaftliche Meinungsbildungsprozesse in der Bundesrepublik. Zu diesem Zweck störte sie oppositionelle Gruppen und verteidigte militärische Schlüsselfiguren gegen diskreditierende Medienkampagnen der DDR. Mittels einer zivilen Tarnorganisation veröffentlichte sie zahlreiche Schriften über die kommunistische Bedrohung, um den ‚Wehrwillen‘ der Bevölkerung und der Bundeswehr zu stärken. Dies war Teil der auch von anderen Ressorts getragenen ‚Psychologischen Verteidigung‘, welche die ideelle Ebene der Rivalität mit der DDR entscheiden sollte. Die Dissertation untersucht die Beeinflussungsmaßnahmen der PSK im historischen Längsschnitt. Anhand zentraler, ideell umkämpfter Themen analysiert sie die darin gespiegelten Ordnungsvorstellungen, verortet sie im Kontrast gesellschaftlicher Liberalisierungstendenzen bei gleichzeitiger Konfrontation mit der DDR und fragt, warum die verdeckte Beeinflussung schließlich ganz aufgegeben wurde.

 


 

Eva Ziegler

Politikwisschenschaften, Ludwig Maximilians-Universität München

Dissertation:

»Transnationale Transfers konventioneller Gebrauchtwaffen«

Abstract:

Bisher ist die implizite Annahme in der Forschungsliteratur zum Thema transnationaler Waffenhandel, dass die Motive, wie z.B. Wirtschaft und Sicherheit, für den Transfer von neu produzierten und gebrauchten Waffen identisch sind. Bestehende Forschung zu Großwaffen-Transfers untersucht, wie diese Motive den Waffentransfer im Allgemeinen prägen, unterscheiden jedoch nicht zwischen dem Transfer von neuen und bereits gebrauchten Waffen. Theoretisch ist es jedoch sinnvoll anzunehmen, dass die Motive von Ex- und Importeuren von Gebrauchtwaffen sich von denen, die neue Waffen ex- und importieren unterscheiden. Für den Bereich des Gebrauchtwaffentransfers gilt es daher diese Lücke in der Forschung über den transnationalen Waffentransfer zu schließen. Um das vorliegende Puzzle zu lösen, strebe ich einen Forschungsansatz basierend auf Mixed-Methods an, um die Kausalmechanismen aufzudecken. Sind die unterschiedlichen Marktmuster der Gebrauchtwaffentransfers bekannt, können gezielte Maßnahmen gegen den Einsatz dieser Art von Waffen ergriffen werden.

 


 

Grischa Sutterer

Geschichtswissenschaft, Universität Mannheim

Dissertation:

»Krieg ohne Gesellschaft. Private Military Companies im Kalten Krieg, 1960 - 1990«

Abstract:

Die Bezeichnung Private Military Company beschreibt einen privatwirtschaftlich strukturierten Personenzusammenhang, der im Rahmen einer staatlich-privaten Kooperation bestimmte Funktionen der Ausübung des staatlichen Gewaltmonopols übernimmt. Private Militärdienstleister treten erstmals in den 1960ern auf, expandieren seitdem kontinuierlich sowohl in ihrer Anzahl als auch beim Personal, welches nahezu ausschließlich aus ehemaligen Soldaten besteht. Die Funktion der privaten Militärdienstleister verweist auf eine neue Konfiguration von diffundierter Staatlichkeit, die sich unter den Bedingungen des Kalten Krieges entwickelte. Das Erkenntnisinteresse der Arbeit ist es, mithilfe der Geschichte der ersten Generation privater Militärdienstleister den mit der Neustrukturierung des Gewaltmonopols einhergehenden Wandel von Nationalstaatlichkeit im militärischen Bereich anhand der zugrundeliegenden politischen Ordnungsvorstellungen zu analysieren.

 


 

Isabel Weiss

Religionswissenschaften/ Regionalwissenschaften/ Politikwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Dissertation:

»Die Resakralisierung staatlicher Politik. Eine diskursanalytische Untersuchung zu Entsäkularisierungsprozessen in Israel«

Abstract:

In Israel stehen Religion und Politik in einer engen wechselseitigen Beziehung zueinander. Die Dissertation möchte diskursanalytisch untersuchen, warum sich der Staat Israel von einer ursprünglich europäisch-säkularen Idee gegenwärtig zu einer der stärksten national-religiösen Regierungen in der Geschichte des Landes entwickelte. Der akademische Anspruch besteht insbesondere darin, ein realistisches Bild des modernen Israels zu vermitteln und die Entwicklungen vor dem Hintergrund weltweiter nationalistischer Tendenzen differenzierter zu verstehen. Der multiperspektivische Ansatz trägt dazu bei, die Auswirkungen auf die Zweistaatenlösung im Israel/Palästina Konflikt tiefgehender zu verstehen. Dahingehend soll aufgezeigt werden, dass in dem jüdischen Nationalstaat nationale Identität, Religion und Sicherheit eng miteinander verbunden sind.

 


 

Jakob Landwehr

Politikwissenschaft, Technische Universität Chemnitz

Dissertation:

»Success of Third-Party Humanitarian Military Interventions«

Abstract:

Unter welchen Umständen sind manche Drittparteien erfolgreicher, wenn sie humanitär-militärisch in einem Konflikt intervenieren? Diese Frage ist der zentrale Ansatzpunkt der Doktorarbeit. Die Interventionen sind besonders zu berücksichtigen, da vor allem Massaker an Zivilisten, Genozide und Kriege immer zu Debatten über den Nutzen solcher Interventionen geführt haben. Während weitestgehend die Meinung vorherrscht, dass diese Interventionen einen Effekt auf die Konfliktentwicklung haben, fehlt es an fundiertem Wissen, was den Erfolg oder Misserfolg vom Eingriffen Dritter begünstigt und an Verständnis für die Umstände, die die Wirksamkeit dieser Interventionen beeinflussen. Zusätzlich sollen weitere Schwerpunkte der Arbeit in der näheren Auseinandersetzung mit dem Begriff des „Erfolges“ und dem Zusammenspiel von „humanitärem“ und „militärischem“ Erfolg liegen. Mit einem Explanatory Sequential Mixed Method Design werden zunächst Interventionen seit 1945 betrachtet. Drei Fallstudien dienen im Anschluss zur Vertiefung und eingehenderen Analyse.

 


 

Jon Dannemann

Internationale Beziehungen, University of Sheffield

Dissertation:

»Similarities and differences in the authoritarian naval modernisation and expansion of China, Japan and Germany«

Abstract (en):

The puzzle at the heart of this project consists in authoritarian governments' repeated fascination with the politically and fiscally costly (and usually stagnant or ill-fated) policy of seapower, and its lure of political, diplomatic, economic and cultural prestige.  As a result, this research project aims to supplement overly parsimonious explanations in IR theory to locate China’s naval modernization within a global comparative and historical context. Existing theoretical approaches to China’s pursuit of seapower are surveyed, deriving from neorealism in International Relations theory are examined, from the idealtypes presented by the geopolitical writings of Alfred Thayer Mahan to the fiscal-naval state paradigm explaining Pax Britannica and to Chinese military strategy suffer either from a lack of direct relevance to China or a lack of theoretical operationalization. To bridge the cleavages among these disparate fields in the social sciences resulting from a lack of cross-fertilization, a framework derived from recent reiterations of global historical sociology is employed to investigate the pertinence of state-society relations in rising authoritarian powers alongside their civil-military relations and their fiscal sociology. In a second step, a historical comparison of three relevant cases is conducted, comprising Imperial Germany, Imperial Japan and contemporary China until 2018.

 


 

Margarita Cuervo

Political Science, Universität der Bundeswehr München

Dissertation:

»Waging War, Preparing for Peace: Military Change in the Colombian Army, 2010-2018«

Abstract (en):

The peace talks between the Colombian government and the Revolutionary Armed Forces of Colombia (FARC) that officially began in 2012 and ended with a final bilateral ceasefire in 2016, led to a debate on whether a military reform should be part of the peace agenda.  Although the government denied that subjects related to the armed forces or the broader security sector would be part of the negotiations or the policy agenda, in 2015 the army commander announced the implementation of an allegedly unprecedented structural reform to prepare the institution for new domestic and international roles. The institutional changes adopted aim at transforming the Colombian army in a multi-mission force, prepared for war and peace times and ready to participate in international operations, for instance, in peacekeeping and stabilisation missions in partnership with multilateral organizations. Until now, descriptive and normative academic contributions have predominated in the scholarly work dealing with this military change in Colombia. Drawing on the analytical perspectives offered by institutionalism in political science and the sources of military change, the research aims at explaining how this process unfolded and which factors influenced it.

 


 

Marie-Christine Roux

Politikwissenschaft, Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Dissertation:

»(State driven) Disaffection and Jihadi-Salafist Radicalization in Europe: Understanding the phenomenon’s variations between France and Germany«

Abstract (en):

Looking into cases from France and Germany, the dissertation identifies how the differences between the contexts of radicalization impact the processes and the phenomenon’s variations between the two countries. The dissertation, therefore, takes a closer look at the interplay between individual perceptions and/or experiences, micro-mobilization structures within the milieu and politicizing, polarizing and/or radicalizing events at the macro level. By adopting a relational approach, the dissertation furthermore contributes to the current debate on the necessity to re-contextualize the causes of the radicalization phenomenon. 

 


 

Matthias Distelkamp

Militär- und Gesellschaftsgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin

Dissertation:

»Die Transition und ihre Gefahren. Die Haltung des spanischen Militärs zur Demokratie am Beispiel von Andrés Cassinello Pérez«

Abstract:

Das spanische Militär war eine große Gefahr für die Demokratisierung nach der Diktatur Francos. Die bisherige Forschung über den Einfluss der Streitkräfte auf die spanische Transition ist aber aufgrund der schwierigen Quellenlage gering und vernachlässigt die ambivalente Haltung der Militärs zur Demokratie. In der Arbeit wird diese Ambivalenz durch einen biographischen Ansatz analysiert mit Schwerpunkt auf den Jahren 1970-1986. Der ausgewählte Militär, Andrés Cassinello Pérez, repräsentierte eine Strömung in den Streitkräften, die einerseits die Transition unterstützte, aber andererseits auch Misstrauen gegenüber der neuen Demokratie hegte. Cassinello war während der Transition Chef mehrerer Geheimdienste. Obwohl er sich aktiv für die Demokratisierung einsetzte, geriet er in schwere Konflikte mit demokratischen Praktiken bei der Bekämpfung der baskischen Terrororganisation ETA. Ziel der Arbeit ist es, beispielhaft zu zeigen, wann Militärs eine Gefahr für Demokratisierungsprozesse werden, obwohl sie die Demokratie an sich befürworten.

 


 

Philipp R. L. Gerhard

Geschichtswissenschaften, Universität Tübingen

Dissertation:

»Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Brasilien, 1969-1989«

Abstract:

Brasilien unterlief in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen rasanten Entwicklungsverlauf. Durch staatliche Planung wurde der als rückständig erachtete Agrarstaat zu einem newly industrialized country, dessen Mission es war, die Kluft zu den Industrieländern weiter zu schließen, um so Prestige zu gewinnen. Die Bundesrepublik war in den krisengeprüften „langen 70er Jahren“ zeitweise der wichtigste Partner der brasilianischen Militärregierung und mit transnationalen Konzernen bei der Durchführung von Entwicklungsprojekten beteiligt. Neben der staatlichen Seite werden mit Bosch und Siemens auch Akteure der Privatwirtschaft untersucht, deren Aktivitäten in Entwicklungsländern von der einschlägigen Forschung bislang nur einseitig dargestellt wurden. Anhand ausgewählter Fallstudien der deutsch-brasilianischen Entwicklungszusammenarbeit wird gezeigt, welchen Beitrag der Verbund aus öffentlichen und privaten Akteuren zur Industrialisierung Brasiliens leistete und wie vielschichtig Erwartungen und Kalküle der Involvierten dabei waren.

 


 

Theresa Neumann

Rechtswissenschaft, Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Dissertation:

»Menschenrechte im Ausnahmezustand. Eine vergleichende Untersuchung der Notstandsregimes in den verschiedenen Schutzsystemen«

Abstract:

Allein auf europäischer Ebene sind in den letzten Jahren vermehrt nationale Notstände aufgrund krisenhafter Herausforderungen erklärt worden. Damit verbunden waren oftmals Derogationen menschenrechtlicher Verpflichtungen, welche jedoch einer Kontrolle zugänglich sind. Das Zusammenspiel der Themen Sicherheit, Freiheit und Menschenrechte im Notstandsfall wird in dem Promotionsvorhaben „Menschenrechte im Ausnahmezustand. Eine vergleichende Untersuchung der Notstandsregimes in den verschiedenen Schutzsystemen“ behandelt.

 


 

Nina Mruk

Rechtswissenschaft, Universität Münster

Dissertation:

»Rüstungskontrolle - Eine Maßstabsbildung zwischen Politik und Recht«

Abstract:

Das Dissertationsprojekt untersucht zunächst die rechtlichen Maßgaben, denen Rüstungsexporte unterworfen sind. Rüstungsexporte werden dabei in ihren völker- und europarechtlichen Kontext eingeordnet. Ein besonderes Augenmerk wird dabei darauf gerichtet, ob und welche Vorgaben menschenrechtliche Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland in diesem Bereich zeitigen. Es soll jedoch keine Beschränkung auf völkerrechtliche Normen erfolgen. Die Untersuchung stellt auch die Frage nach der Reichweite und dem Umfang der extraterritorialen Wirkung deutscher Grundrechte. Aber auch abseits möglicher grundrechtlicher Implikationen sieht das Grundgesetz verfassungsrechtliche Vorgaben für Rüstungsexporte vor. Schon Art. 26 Abs. 2 GG wirft dabei die Frage nach dem Verhältnis von Parlament und Regierung im Bereich der Rüstungsexportkontrolle auf. Vor dem Hintergrund der aktuellen rechtlichen und politischen Maßgaben soll über die Zukunftsfähigkeit des einfachgesetzlich ausgestalteten deutschen Rüstungsexportkontrollregimes nachgedacht. De lege ferenda muss dabei die Frage nach einer Europäisierung der Regelungen gestellt sowie Vorschläge nach stärkerer Verrechtlichung und gerichtlicher Durchsetzung durch Instrumente wie Verbandsklagen diskutiert werden.

 


 

Akihito Okuda

Integration, Peacebuilding, University of Cambridge

Dissertation:

»Secrets of Culture of Peace and the United Nations: A Multi-Case Study on the International Project of Culture of Peace and its Conceptual Translation into the National Education Policy«

Abstract:

Since the adoption of the 1999 Declaration and Programme of Action on a Culture of Peace by the United Nations General Assembly, the concept of “culture of peace” has emerged as one of the key concepts for the framing of conflict prevention and peacebuilding. In 2015, the concept was further included into the Agenda 2030, the Sustainable Development Goals. The multiplicity of the meaning of the term as espoused and understood by the governments of the world and its implications for their national education policy have, however, not been clarified. The envisaged research seeks to investigate this much neglected diverse nature of the term, culture of peace, and to identify its consequence for the educational policy aimed at promoting peace in the world.

 


 

Benjamin Cole

Politikwissenschaft, Universität Köln

Dissertation:

»Identifying the Discursive Process of Radicalization«

Abstract:

Since the mid 1970s, the study of terrorism has flourished and grown into its own distinct empirical field. Though 9/11 is often noted as a game changer and the beginning of the contemporary wave of terrorism studies, scholars note that the focus on radicalization did not begin until the Madrid and London bombings in 2004 and 2005, respectively. Since then, empirical work on radicalization has focused heavily on examining risk factors and indicators for people considered “at-risk” for radicalization. While this lineage of research is crucial to counter radicalization efforts, it is incomplete and has failed to fully explain how radicalization functions as a process of change. This dissertation pushes radicalization scholarship further by examining that process in more depth. In this dissertation, I ask what role does social identity and identity categorization have on radicalization and the creation of extremist ideology. I examine this question by conducting a combination case study and discourse analysis on subjects from multiple ideological backgrounds. In these analyses, I examine when, how, and why subjects discussed their social identities in their ideological texts (from manifestos to interviews). Results from these analyses are expected to show that perceptions of social identity and intergroup conflict provides a logical foundation for extremist ideology and structures the radicalization process.

 


 

Mario Schäfer

Internationale Politik, Universität Passau

Dissertation:

»Europäische Erweiterungspolitik - Lernen vom Konfliktmanagement? Vom Beitritt Zyperns zum Beitritt Kroatiens zur EU«

Abstract:

Ungelöste Grenz- und Souveränitätsstreitigkeiten von Mitgliedstaaten können langanhaltende Auswirkungen auf die Politikgestaltung der Europäischen Union haben. Deshalb müssen politische Entscheidungsträger und mit ihnen die EU über den Umgang mit diesen Streitigkeiten reflektieren. In meiner Dissertation werden die Strategien der EU analysiert, mit nationalen Grenz- und Souveränitätsstreitigkeiten umzugehen, die im EU-Erweiterungsprozess im Zeitraum vom Beitritt Zyperns (2004) bis zum Beitritt Kroatiens (2013) zur EU aufgetreten sind. Ich eruiere, inwiefern sich die veränderte Herangehensweise der EU mit den Grenzstreitigkeiten umzugehen durch International oder Organizational Learning erklären lässt. Diese Dissertation verdichtet die Ansätze der Lerntheorie, um einen generalisierbaren Ansatz zu implementieren. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den Motivationen und handlungsleitenden Überlegungen der politischen Entscheidungsträger der EU, die durch einen qualitativ-holistischen Ansatz im Rahmen einer Prozessanalyse offengelegt werden.

 


 

Niklas Mayer

Internationale Beziehungen, Universität Maastricht

Dissertation:

»Development Cooperation, Climate Change and Migration in East Africa: Can Resilience-Building Alleviate Climate Change-Related Migration?«

Abstract:

Climate change has important implications for migration: Drought and floods caused by decimated ecosystems can significantly degrade livelihoods and seriously weaken people’s ability to cope with poverty and conflict, contributing to displacement and migration of human populations. This PhD project aims to explore the conceptual and empirical linkages between migration, climate change and development, in order to examine how international actors address climate change-induced migration, and in what ways their interventions affect vulnerable populations hit hardest by climate change and threatened by displacement. The resilience-building approach of the European Union in the Horn of Africa serves as the case study of this research. Since the “Refugee crisis” 2015 there is a shift in EU development cooperation towards applying drought resilience-building with the academically unfounded assumption that this would reduce migration aspirations in affected areas. Against this background, the question “how do drought-resilience projects influence the migration aspirations and the mobility decision of individuals in affected areas?” is the central research question that motivates this dissertation.

 


 

Stiven Tremaria

Politikwissenschaften, Universität Osnabrück

Dissertation:

»Regime Transformation and Police Reform in Ukraine, Bosnia and Herzegovina, and Venezuela from a Comparative Perspective«

Abstract:

This dissertation aims to analyze police reforms in the context of regime change in the interplay between democratization and autocratization from a cross-regional comparative analysis between Eastern Europe and Latin America, based on the examination of three case studies: Ukraine, Bosnia and Herzegovina, and Venezuela. In consequence, police reforms are analyzed as a mirror of regime transformation dynamics. Departing from the central questions of why and how police reforms have failed, the research delves into the causal chain relationship leading to counter-reform of the police. For this purpose, a macro-level actor-based approach grounded on the role of ruling political elites as actors who spoil police reforms is selected as the analytical framework, drawing on theoretical contributions from the role of political agency. The research is methodologically carried out through a theory-building process tracing and comparative case study analysis (most different system design) and founded on the critical review of primary sources and expert interviews through field research.

 


 

Leontine von Felbert

Internationale Beziehungen, London

Dissertation:

»Non-Arab actors´involvement in the Syrian Conflict and Their Use of Surrogate Warfare«

Abstract:

In today’s multipolar and interconnected world, where the US is no longer the undisputed hegemon and Russia has returned to the world stage, conventional war has become increasingly rare and conflicts are often fought through other means. The conflict in Syria can be seen as a typical modern 21st century war which is not only emblematic of these developments regarding the changing nature of war, but also of the geopolitical changes and conflicts that are occurring. The Syrian civil war arguably serves as a battlefield for both the US-Russian rivalry for global hegemony and the competition for regional dominance in the Middle East. It has been characterised by the involvement of many outside actors – regional and international – trying to not only influence its outcome, but primarily advance their own interests and increase their influence in the region. For the majority of them, surrogate warfare is the strategy of choice as, by externalising the burden of warfare, it is seen to provide a degree of deniability, legitimacy and a reduction of political and financial cost in contrast to getting involved in the conflict conventionally. My proposed PhD research will focus on non-Arab actors’ involvement in the Syrian conflict and their use of surrogate warfare. While numerous actors have used human surrogates to further their own interests in the Syrian conflict, many have done so primarily in the form of ‘donated assistance’, by way of supplying cash and weapons rather than by cultivating a patron-agent-relationship with a human surrogate force that they have some degree of control over. I therefore choose the United States, Russia, Iran and Turkey as case studies instead.