Was bringt mir das Stipendium der Ausländerförderung?

Wir fördern unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten finanziell und ideell und halten auch nach dem Abschluss des Studiums bzw. der Promotion durch das internationale Netzwerk unserer Altstipendiaten Kontakt.

Finanzielle Förderung

Die Höhe und Dauer der finanziellen Förderung ist abhängig vom Studienziel. Graduierte, d.h. Studierende im Master- oder Aufbaustudium, erhalten monatlich ein Stipendium in Höhe von € 850,- (€ 861,- ab dem 1. August 2020 ) . Hier beträgt die Regelförderdauer zwei Jahre. Promovierende, sofern sie die Voraussetzungen zum Zugang zur Promotion an einer Hochschule der Bundesrepublik Deutschland ohne Auflagen erfüllt haben, sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten mit einem dem deutschen Masterabschluss vergleichbaren Hochschulabschluss, die zu Forschungszwecken nach Deutschland kommen und die bei Beginn der Stipendienlaufzeit eine mindestens zweijährige wissenschaftliche Tätigkeit nachweisen können, erhalten monatlich ein Stipendium in Höhe von € 1.200,-. Die Regelförderdauer für Promovierende beträgt drei Jahre.

Wir zahlen zudem eine Reihe von Zuschüssen und Beihilfen: Bis zu einem Betrag von € 120,- bezuschussen wir auf Antrag die Kosten für die Kranken- und Pflegeversicherung. Es kann auch ein Familienzuschlag in Höhe von € 276,- gezahlt werden, sofern sich der Ehepartner länger als drei Monate in Deutschland aufhält. Für mitgereiste Kinder kann nach Vorlage einer deutschen Übersetzung der Geburtsurkunde und eines Ablehnungsbescheides auf staatliches Kindergeld der Familienkasse zudem ein monatliches Kindergeld in Höhe von € 194,- gezahlt werden.

Wir bezuschussen auch Forschungsreisen von Promovierenden ins Ausland, jedoch nicht für den Besuch von wissenschaftlichen Kongressen und Symposien.

An der Hochschule anfallende Studiengebühren können in Ausnahmen und auf Antrag mit bis zu € 1.500,- pro Semester erstattet werden. Kosten, die im Zusammenhang mit der Immatrikulation bzw. Rückmeldung (Sozialbeitrag des Studentenwerks, Semesterticket etc.) oder der Exmatrikulation entstehen, können jedoch nicht erstattet werden.

Ideelle Förderung

Stipendiatin oder Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung zu sein heißt nicht nur, finanzielle Unterstützung entgegenzunehmen, sondern Teil eines aktiven Netzwerkes zu sein. In unserer ideellen Förderung setzen wir auf drei Säulen: auf die persönliche Betreuung durch die Referentinnen und Referenten der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie unsere Vertrauensdozentinnen und Vertrauensdozenten an den Hochschulen, auf unser studienbegleitendes Seminarprogramm als auch auf die von den Stipendiatinnen und Stipendiaten selbst getragenen Hochschulgruppen.

Vielfältiges Seminarprogramm

Unsere Seminare dienen einer fachlichen und allgemeinbildenden Qualifizierung. Wir ermöglichen einen interdisziplinären Austausch, der im akademischen Lehrbetrieb oft zu kurz kommt. Die Themenpalette umfasst historische, politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen, die Deutschland, Europa und die Welt betreffen. Durch berufsvorbereitende Seminare helfen wir unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten auch beim Übergang von der Hochschule in die Berufswelt.

Betreuung, Beratung, Vernetzung

Unsere Referentinnen und Referenten sowie die Vertrauensdozentinnen und Vertrauensdozenten betreuen und beraten Sie persönlich. Im Dialog begleiten wir den Fortschritt unserer Stipendiaten im Studium bzw. in der Promotion, Ihre Teilhabe und Mitwirkung in der Hochschulgruppe sowie Ihre Teilnahme an unseren Seminaren. Wichtig ist uns zudem die Weiterentwicklung Ihres gesellschaftlichen Engagements. Hier geht es darum, Ihre individuellen Stärken zu erkennen und zu fördern.

Hochschulgruppe und Buddy-Programm

In den Hochschulgruppen setzen unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten eigene Impulse und organisieren ein Semesterprogramm mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten. Ihre Konstipendiaten helfen Ihnen in den ersten Wochen und Monaten auch beim Start am neuen Hochschulort. Im Rahmen eines Buddy-Programms kann Ihnen – auf Wunsch – ein älterer deutscher Stipendiat bzw. ältere Stipendiatin zu Seite gestellt werden. Ihr Buddy zeigt Ihnen dann den Hochschulcampus und die Bibliothek, begleitet Sie zu Behördengängen und steht Ihnen bei Fragen zur Seite. Er oder sie macht Sie auch mit dem Leben in der Hochschulgruppe bekannt.

Netzwerk Internationaler Stipendiaten (NIS)

Das NIS dient in erster Linie der Vernetzung der internationalen Stipendiatinnen und Stipendiaten. Es bietet eine zusätzliche Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch über Themen, die eine besondere Relevanz für internationale Studierende haben. Weiterhin unterstützt das NIS die Stipendiaten beim Ankommen in Deutschland, d.h. vor allem mit Hinweisen und Tipps zur Integration ins studentische und soziale Leben. Zudem soll das Netzwerk die Bindung der Stipendiaten an die Stiftung stärken und einen weiteren Raum für die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Fragen bieten.

Altstipendiaten-Netzwerk

Bereits während der Förderung beginnt die Vernetzung mit den Altstipendiatinnen und Altstipendiaten, die über die Stipendiatenzeit hinaus fortwirkt und den Zusammenhalt – auch über Grenzen hinweg – stärkt. Die Alumni der Konrad-Adenauer-Stiftung bilden ein aktives Netzwerk aus über 14.000 ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten im In- und Ausland. Sie sind in allen Bereichen von Politik, Staat, Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft tätig und fühlen sich den Zielen der Konrad-Adenauer-Stiftung und den aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten verbunden. Über fünfzig Regionalgruppen im In- und Ausland sowie zahlreiche thematische Netzwerke bilden auch nach dem Ende des Studiums für unsere Alumni eine Anlaufstelle und fördern den Kontakt mit der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Netzwerk leistet zudem konkrete Hilfe: Aus Mitteln des Hilfs- und Sozialfonds der Altstipendiaten werden Stipendiatinnen und Stipendiaten und Alumni in persönlichen Notlagen unterstützt. Darüber hinaus werden Aktivitäten im wissenschaftlichen und sozialen Bereich gefördert.