Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

2008

Brasiliens Indianerpolitik zwischen neuer Gewalt und alten Problemen

von Henning Suhr

Focus Brasilien - Nr. 2/2008
Zu Beginn seines Amtsantritts im Jahre 2002 gab Präsident Lula da Silva sein Indianer-Ehrenwort und versprach den indigenen Völkern Brasiliens sich für ihre verfassungsmäßigen Rechte einzusetzen. Mittlerweile regiert der Präsident in seiner zweiten Legislaturperiode, doch macht sich unter den Indigenen eher Wut und Enttäuschung als Genugtuung breit.

2008

Reaktionen in Brasilien auf den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Brasília und São Paulo

von Anja Czymmeck, Henning Suhr

Als erste Station auf ihrer einwöchigen Lateinamerika-Reise stand für Bundeskanzlerin Angela Merkel Brasilien auf dem Programm. Am 14. Mai 2008 traf sie sich mit Staatspräsident Lula da Silva im Regierungspalast Palácio de Planalto in der Brasília. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Kooperation im Energiebereich und der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen.

2008

Regenwald verliert wichtige Kämpferin

von Anja Czymmeck

Der Rücktritt der populären brasilianischen Umweltministerin Marina Silva (PT – Arbeiterpartei) wird als Verlust im Kampf um den Erhalt des Regenwaldes und um eine nachhaltige Entwicklung des Amazonasgebietes angesehen. Sogar die Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete während ihres Brasilienbesuchs den Rücktritt Silvas als alarmierend.

2008

Brasilien brummt

von Wilhelm Hofmeister

Focus Brasilien 1/2008
In der ersten Ausgabe 2008 der Länderberichtsreihe "Focus Brasilien" wird die aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Lage in Brasilien nachgezeichnet.

2008

Schwierige Politik im Regenwald

von Anja Czymmeck

Brasilianische Bundespolizei startet die Operation "Feuerbogen" im Amazonasgebiet
In den ersten Wochen des Jahres 2008 machten besorgniserregende Meldungen über die Vernichtung des Regenwaldes im Amazonasgebiet die Runde. Die brasilianische Umweltministerin Marina Silva berichtete, dass allein im vergangenen halben Jahr eine Fläche von 3235 Quadratkilometern tropischen Regenwaldes – größer als das Saarland – abgeholzt worden sei. Die Ministerin sprach in diesem Zusammenhang von einer „nie gesehenen“ Zunahme der Entwaldung – Staatspräsident Lula hingegen kritisierte die Aussage seiner Ministerin und hielt diese schlichtweg für übertrieben.

2007

Impunidade - Straflosigkeit in Brasilien

von Katharina Riehle

Focus Brasilien 8/2007
In Brasilien ist die Straflosigkeit ein bekanntes Phänomen, das unmittelbar durch das Justizsystem und die Politik gefördert wird. In der breiten Öffentlichkeit wird die "Impunidade" zwar als skandalös empfunden, weil häufig politische Skandale oder gemeine Verbrechen mit Straflosigkeit enden, doch unternehmen Politik und Justiz keine Schritte, um die Straflosigkeit wirksam zu bekämpfen. Die Tageszeitung „O Globo“ hat eine Artikelserie zum Thema „Impunidade“ veröffentlicht, die Grundlage des vorliegenden Beitrags ist.Mehr zu diesem Thema ...

2007

Grenzen des Wachstums - und des Klientelismus

von Wilhelm Hofmeister

Focus Brasilien 7/2007
Die Probleme im Ablauf des brasilianischen Luftverkehrs sind seit geraumer Zeit Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Spätestens seit dem tragischen Unglück einer Passagiermaschine am Stadtflughafen von São Paulo scheint die Regierung um eine Reorganisation der Flugverkehrskontrolle nicht mehr herumzukommen. Dabei wird einmal mehr deutlich, dass auch hierbei Klientelismus und Patronagetum Teil des Problems sind. Dieses Thema und mehr ...

2007

Brasilien auf der Gewinnerseite des Klimawandels?

von Klaus Hermanns

Focus Brasilien 6/2007
Brasilien beteiligt sich rege national und international an der Diskussion zu möglichen globalen Klimaänderungen. Aufgrund der aktuellen Klimamodellierungen werden vor allem für den Nordosten und sowie den Norden mit Amazonien negative Auswirkungen wie die Ausweitung der Savannen bzw. zunehmende Wasserknappheit bis zum Jahrhundertende prognostiziert. Das Kyoto-Protokoll verpflichtet Brasilien nicht zur Reduktion von Kohlendioxidemissionen. In der aktuellen Klimadiskussion wird vornehmlich die positive Rolle Brasiliens als zukünftig weltweiter Lieferant von Biokraftstoffen gesehen. Ökologische und soziale Risiken durch eine massive Ausdehnungder Agrarflächen werden dabei noch wenig besonders von Seiten der brasilianischen Bundesregierung wahrgenommen. Es zeichnen sich Konfliktlinien von Biodiversität versus Biokraftstoffe sowie Nahrungsmittelsicherheit versus Biokraftstoffe ab. Für den Nach-Kyoto-Prozess gewinnen vermiedene Kohlendioxidemissionen durch vermiedene Abholzungen in Amazonien eine größere Bedeutung. Aus europäischer Sicht gilt es, gemeinsam mit Brasilien Standards für einen zertifizierten Anbau von Energiepflanzen festzulegen, um negativeökologische und soziale Effekte in Brasilien zu vermeiden.

2007

Die Zukunft der Ausbildung in Brasilien

von Wilhelm Hofmeister, Joana Fontoura

Focus Brasilien 5/2007
Bildung und Ausbildung sind Schlüsselelemente für Fortschritt und Entwicklung eines Landes. In Brasilien sind, vor allem während der Präsidentschaft von Fernando Henrique Cardoso, zwar große Fortschritte bei den Einschulungsraten erreicht worden, so dass mittlerweile nahezu alle Kinder in die erste Schulklasse eingeschult werden. Das öffentliche Schulwesen ist aber weiterhin durch eine Reihe schwerwiegender Mängel und Probleme gekennzeichnet.

2007

Kontroversen über Energiepolitik

von Wilhelm Hofmeister

Focus Brasilien 4/2007
Am 16. und 17. April fand auf der zu Venezuela gehörenden Karibikinsel Margarita der 1. Südamerikanische Energiegipfel statt. Ziel dieses Gipfeltreffens unter dem Motto "Por una unión del Sur – für eine Union des Südens“, war eine Abstimmung über das Thema Energiepolitik und die Vereinbarung möglicher Kooperationen in diesem Bereich.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.