Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand der 10. Geburtstag der erweiterten europäischen Union durch den Beitritt Osteuropas. Auf der Agenda befanden sich die Post-Finanzkrise, die Agenda Lateinamerika–Europa für das kommende Jahr sowie die letzten Ereignisse in der Ukraine. Insbesondere die Belange der Ukraine, sowie dessen Implikationen für die Region, aber auch die Haltung der Europäischen Union, entfachten eine leidenschaftliche Debatte. Obgleich Brasilien durch die gemeinsame Beteiligung in der BRICS-Gruppe ein Partner Russlands ist, sorgt sich das Land zugleich im Hinblick auf einem möglichen Konflikt, dem menschliche Leben zum Opfer fallen könnten. Auch fürchtet es um die Souveränität des Landes.
Neben den thematischen Debatten, bot die Konferenz eine Plattform für Redner und Publikum, um Ansichten und Ideen in einem breiteren Kontext auszutauschen. Da sowohl Brasilien als auch die Europäische Union vor den Wahlen stehen, wurde eine engere Kooperation auf parlamentarischer Ebene in Betracht gezogen. Die Teilnahme hochrangiger Persönlichkeiten, die aktive Beteiligung des Publikums und die gut besuchte Konferenz, sind bezeichnend für den Erfolg der Veranstaltung. Obgleich die Europa-Tag-Konferenz vor nicht allzu langer Zeit ins Leben gerufen wurde, ist sie innerhalb des Lateinamerikanischen Kontinents bereits zu einer der gröβten Veranstaltungen herangewachsen. Die Konrad Adenauer Stiftung freut sich auf weitere Veranstaltungen.
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