Fachkonferenz

"Erweiterung der Europäischen Union - Enlarging the European Market Place"

Konferenz zur Erweiterung der Europäischen Union, in Zusammenarbeit mit Friends of Europe

Details

Das Europabüro der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte, in Zusammenarbeit mit Forum Europe und Unterstützung von Coca-Cola, Royal Institute for International Affairs (IRRI-KIIB), PricewaterhouseCoopers, EurActiv, Standard and Poors, am 24. Juni 2003 eine ganz-tägige Konferenz im Palais d´Egmont, Brüssel. Die Veranstaltung befaßte sich, unter dem Titel, „Enlarging the European Market “, mit den Risiken und Chancen des 25 Nationen Bin-nenmarktes in der Europäischen Union.

Von Seiten der Europäischen Kommission waren anwesend:

  • Günter VERHEUGEN, EU-Kommissar für Erweiterung;

  • David WHITE, Direktor Unternehmenspolitik, Generaldirektion Unternehmen

Unter den weiteren Rednern befanden sich Führungskräfte von Unternehmen und Banken der EU-Mitgliedstaaten und der Beitrittsländer:

  • Peter WEBER, Generalmanager, Hewlett-Packard; Slowakische Republik

  • Uwe KRÜGER; Hauptgeschäftsführer, Hochtief Central/Ost Europa

  • Steve LEROY, Direktor Öffentlichkeitsarbeit, Coca-Cola Zentraleuropa, Eurasia, Naher Osten

  • Herman AGNEESSENS, Generaldirektor und Vorstandsmitglied der KBC Bank

  • Konrad REUSS, Geschäftsführer der „Standard & Poor´s European Sovereign Ratings“ Gruppe

  • Mark AMBLER, Direktor PricewaterhouseCoopers

  • Peter PRAET, Direktor, Zentralbank Belgiens (BNB)

In dieser hochrangig besuchten Konferenz, an der auch der belgische Außenminister Louis MICHEL teilnahm, wurde die Rolle der Wirtschaft und deren Möglichkeiten in einer erweiterten EU mit 25 Mitgliedern unter folgenden Gesichtspunkten erörtert:

  • Wird die Erweiterung der EU neue wirtschaftliche Anreize in bisher nicht absehbarem Umfang ermöglichen?

  • Sind die neuen Mitglieder umfassend auf den ungebremsten Wettbewerb in der EU vorbereitet?

  • Wird die Erweiterung sich positiv oder negativ auf die Implementierung der Lissabon Agenda auswirken?

Diese drei Hauptfragen wurden in den Vorträgen und der anschließenden Diskussion intensiv debattiert. Dabei ließen sich folgende Grundtendenzen feststellen:

Es steht außer Frage, dass die Möglichkeiten, die sich durch die Erweiterung eröffnen, die unausweichbaren Risiken eindeutig aufwiegen. Die offizielle Erweiterung der EU im nächsten Jahr wird jedoch nicht zu einem spektakulären Ansteigen des Wirtschaftswachstums führen, da viele der positiven Effekte der EU-Erweiterung bereits in den letzten Jahren realisiert wurden. Durch den schnellen Wandel ist eine erlähmende Reform überfällig. Dennoch ist mit einem stetigen Wirtschaftswachstum zu rechnen.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Neuankömmlinge kann nicht generalisiert werden. Einige sind wesentlich besser auf den Wettbewerb vorbereitet als andere, was zu einer „Zweiklassen-Gesellschaft“ innerhalb der EU führen könne.

Die Ziele der Lissabon-Agenda, die vor drei Jahren festgelegt wurden, werden eher als ü-berambitioniert angesehen. Darüber hinaus bedürfe es einer stärkeren Anstrengung der Mitgliedstaaten um eine Implementierung wenigstens in den Grundzügen zu gewährleisten.

Der für Erweiterung zuständige EU-Kommissar, Günter Verheugen betonte in seiner Rede, dass der Erweiterungsprozeß ein wichtiger Beitrag zur weltweiten Sicherheit leiste. Das Europa-Projekt sei nicht nur ein Beitrag für die heutigen und zukünftigen EU-Mitglieder, sondern auch die „Neue Nachbarschaft“ werde von der Erweiterung, als einer Art Wachstumskatalysator, profitieren. Die Beitrittskandidaten, so Verheugen, hätten bis zu diesem Zeitpunkt einen erstaunlich erfolgreichen Wechsel ihrer politischen und wirtschaftlichen Systeme implementiert und einen großen Fortschritt erzielt. Dieses sollte auch die von den Mitgliedsstaaten honoriert werden. Verheugen betonte des weiteren, dass zwar bisher die Strategie – wichtige Schritte zur politischen Stabilität und weitere wirtschaftlicher Integration - verfolgt und zu weiten Teilen erfolgreich durchgeführt wurde, dass dennoch das Ende noch nicht erreicht sei. Der „Ring der Freundschaft“ sollte noch weiter ausgebaut werden. Zum Abschluß unterstrich er die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Parteien für eine erfolgreiche Erweiterung im Namen der Menschen Europas.

Während der Tagung stellte sich erkennbar der positive Denkansatz durch. „Erweiterung ist eine Tatsache und alle Freihandelsbarrieren müssten abgebaut werden “. Das volle Potenzial des Binnenmarktes und der Währungsunion sollte nun ausgeschöpft werden.

Die Konferenz bot außerdem die Gelegenheit für Vertreter aus Wirtschaft und Industrie, über Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit zu sprechen und die EU-Erweiterung mit den direkt am politischen Entscheidungsprozeß Beteiligten zu diskutieren.

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Veranstaltungsort

Brüssel

Kontakt

Dr. Peter R. Weilemann †

Partner

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Europabüro Brüssel