Veranstaltungsberichte

Bulgarien zwischen der EU und Russland?

Das Institut veröffentlichte am 13. Mai die Ergebnisse. Demnach erklärten sich 40 % der Befragten für die EU, 22 % für die Eurasische Union und 28 % wissen es nicht, 10 % gaben keine Antwort.

Im sozialistischen Lager halten sich Gegner und Befürworter der EU die Waage (33 % für die EU, 34 % für die Eurasische Union).

Lediglich im bürgerlichen Lager haben die Anhänger der EU eine deutliche Mehrheit: Bei Gerb sind es 65 zu 10 % und beim Reformblock 60 zu 15 %.

Hier geht es zur Umfrage.

Am 9. Mai wurde auf einer Veranstaltung vor dem Denkmal der Roten Armee im Boris Park von Sofia an den Sieg im "Großen Vaterländischen Krieg" erinnert. Eingeladen hatte die russische Botschaft in Sofia. Unter anderem nahm auch Sergeij Stanishev, Chef der bulgarischen Sozialisten und auch der europäischen Sozialisten an der Zeremonie teil.

Während der Veranstaltung zündeten Demonstranten eine EU-Flagge an, wahrscheinlich, um auf diese Weise ihre Solidarität mit Putins Russland auszudrücken und die Politik der EU zu verurteilen.

Bulgarien wurde am 9. September 1944 von der Roten Armee ohne Kriegserklärung angegriffen und besetzt. In den kommenden Monaten ermordeten die neuen kommunistischen Machthaber mehrere zehntausend Menschen.

Dennoch ist der 9. September für den Chef der Sozialisten, der auch den Europäischen Sozialisten vorsteht, ein "guter Tag in der bulgarischen Geschichte".