Fachkonferenz

Sorgende Gesellschaft

- gesellschaftliche Sorgestrukturen und familiale Verbünde -

Details

PROGRAMM ZUR VERANSTALTUNG

 

Der Bedarf an Hilfe und Unterstützung steigt tendenziell mit zunehmendem Alter. Ursachen gibt es generell jedoch in jeder Lebensphase: Krankheit, Unfall, Behinderung, Überforderung etc.

Vor allem die veränderten Familienstrukturen erfordern neue Ansätze, einerseits Hilfe und Unterstützung zu ermöglichen und zu fördern, diese anderseits aber auch ein Stück weit obsolet zu machen, indem der Unterstützungsbedürftige durch geeignete Strukturen in die Lage versetzt wird, seine Angelegenheiten (teilweise) selbstbestimmt, autonom und ohne die Hilfe Dritter zu erledigen.

(Städte-)bauliche Situationen und fehlende oder unpassende Gelegenheiten zur Mobilität erschweren heute häufig noch eine solche Autonomie und stehen darüber hinaus oft auch einer Ausbildung differenzierter, auf den jeweiligen Hilfebedarf ausgerichteter sozialer Netze entgegen.

Diese sozialen Netze (fallweise bestehend aus Angehörigen, Zugehörigen, ehren- /hauptamtlichen Unterstützern) gilt es, angesichts des demographischen Wandels in den Blick zu nehmen, denn sie tragen entscheidend dazu bei, Hilfe-Bedürftigen ein selbstbestimmtes Leben und Wohnen mit sozialen Kontakten und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Wir diskutieren Konzepte zur Stärkung sozialer Netze, zu Wegen hin zu einer sorgenden Gesellschaft anhand der Beispiele
Quartier Hillerheide sowie
​​​​​​​Quartier im Umfeld des Hospiz zum hl. Franziskus,
beide in Recklinghausen.

Das Quartier Hillerheide ist aktuell geprägt durch eine tiefgreifende bauliche Umwandlung, die aus Mitteln der Städtebauförderung auf der Basis eines integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) flankiert wird. Hier treffen also Veränderungen der materiellen Infrastruktur mit Bemühungen zu einem vielfältigeren Miteinander im Quartier zusammen. Impulsgebend sind dabei das Stadtteilmanagement Hillerheide sowie der Kinder- und Jugendtreff Hillerheide.

Das Hospiz zum hl. Franziskus ist Anknüpfungspunkt zahlreicher ehrenamtlicher Tätigkeit im ambulanten und stationären Bereich sowie darüber hinaus. Der nebenan anstehende Bau eines Wohnstifts wird insbesondere Aspekte der sozialen Teilhabe im Focus haben. Befördert wird dies durch Aufwertungen, die das Quartier durch Renaturierung eines Baches erfahren hat, mit einer nun erhöhten Aufenthaltsqualität und einer attraktiveren Nahwege-Verbindung.

Die KommunalAkademie hat im Vorfeld der Veranstaltung zwei Videos produzieren lassen, die speziell zur Veranschaulichung der oben genannten Aspekte dienen:

Quartier Recklinghausen Hillerheide: "Lebensphasen und Alltagswünsche"
​​​​​​​​​​​​​​Quartier im Umfeld des Hospiz zum hl. Franziskus / Recklinghausen Süd: "Von der Wiege bis zur Bahre"

 

Themen:

  • stadtplanerische Voraussetzungen einer Sorgegesellschaft
  • Praxis-Bericht: Unterstützung für Ältere durch die Kommunen
  • Aktivierung und Einbindung Älterer im und für den Sozialraum
  • Umgang der Stadtgesellschaft mit Krankheit und Tod angesichts einschneidender Ereignisse
  • Gedanken zu einer Sorgegesellschaft bis zum Lebensende
  • Praxis-Bericht: aktuelle Aktivitäten und Perspektiven zur sozialen Einbindung aller Alters- und Sozialgruppen​​​​​​​​​​​
  • Praxis-Bericht: der Quartiersgedanke in der Pflege
  • Praxis-Bericht: Ehrenamt im ambulanten und stationären Hospizdienst und dessen Umfeld
  • Praxis-Bericht:​​​​​​​ Freiwilligendatenbank - Erfahrungen und Tipps für Kommunen

 

 

 

Veröffentlichungen und Veranstaltungen der KommunalAkademie im Themenfeld "Daseinsvorsorge, Teilhabe, Pflege, Gesundheit und Ehrenamt"

 

 

 

 

 

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