Veranstaltungsberichte

Praxisworkshop Krisenkommunikation

von Kristina Hucko
Durch fehlerhafte Kommunikation können Krisen noch verschlimmert werden. Oft sind die Handelnden durch den Entscheidungsdruck überfordert. Zwar gibt es Ratgeber und Krisenpläne, im Ernstfall nutzen diese jedoch oft wenig.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte vom 9. bis 10. September einen Praxisworkshop Krisenkommunikation unter Leitung des profilierten Kommunikationswissenschaftlers und Leiters der Forschungsgruppe Krisenkommunikation an der TU Ilmenau, Prof. Martin Löffelholz. Zu den Teilnehmern gehörten Pressesprecher sowie leitende Mitarbeiter aus Verwaltung, Verbänden und Politik. Am ersten Tag wurden Mechanismen einer erfolgreichen Kommunikation im Krisenfall vermittelt. Fazit: Wenn man einige Grundregeln beachtet, können Fehler von vornherein vermieden werden.

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Um zu erfahren, wie man in der Krise wirklich reagiert, absolvierten die Teilnehmer ein War-Room-Szenario, das Brigitte Kaltwasser konzipiert hatte. Jeweils 4 bis 5 Teilnehmer bildeten das Projektteam einer Versandapotheke, die durch einen technischen Fehler Medikamente nicht rechtzeitig liefern konnte. Durch Interviewanfragen, Telefonanrufe von Journalisten und Berichtsaufträge Geschäftsleitung wurde der Stress für das Team immer weiter erhöht. Schließlich meisterten die Gruppen die Situation mit Bravour, auch, wenn in der anschließenden Auswertungsrunde einige Punkte selbstkritisch reflektiert wurden. Alle Teilnehmer bescheinigten der zweitägigen Veranstaltung einen hohen Lerneffekt und wünschten sich eine Fortsetzung.