Veranstaltungsberichte

Rückbau-Umbau-Neubau?

von Ursula Gründler

Siedlungsentwicklungspolitik vor demografischen Herausforderungen

In den neuen Bundesländern hat schon vor einigen Jahren eine Entwicklung begonnen, die jetzt auch westliche Kommunen und Regionen erreicht. Schrumpfende Bevölkerungszahlen, sich entleerende Dörfer, brach fallende Flächen in vielen Städten, überdimensionierte Infrastruktur bzw. unrentable Infrastrukturplanungen, um nur einige Aspekte zu nennen. Wie können Kommunen mit diesen Herausforderungen umgehen? Gibt es bereits gute Praxisbeispiele?
Das war die Ausgangssituation für ein Seminar , zu dem sich Bürgermeister, Landräte, Kommunalpolitiker/innen und Planungsexperten aus Wirtschaft und Verwaltung vom 25. bis 27. Januar 2011 im Bildungszentrum Schloss Eichholz versammelten. Sehr differenziert nach Kommunen und Regionen aufgearbeitetes .statistisches Input kam vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumordnung(BBSR).

Einblicke in diverse Forschungsprojekte und Maßnahmen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zum Thema Schrumpfung wurden ebenfalls referiert.

Die Internationale Bauausstellung 2010 beschäftigte sich unter dem Thema „Weniger ist Zukunft“ mit dem Stadtumbau in Sachsen-Anhalt. Aus 19 Städten wurden 19 Ansätze und Leitbilder zum sinnvollen Rückbau präsentiert.

„Nicht mehr-Noch nicht“ heißt der Titel einer abendlichen Filmvorführung, in dem zwei junge Berliner Architekten unkonventionelle Lösungen für Zwischennutzungen von Bau- und Gewerbebrache dokumentierten.

In einer gemeinsamen Anstrengung entwarfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine mind map zum praktischen Gebrauch für jeweils individuelle lokale Problemstellungen. Das übereinstimmende Urteil über eine ganz grundsätzliche Frage lautete: Unser gesamtes Planungsinstrumentarium ist auf Wachstum hin orientiert. Die Planung der Schrumpfung wird von Planern und Juristen, von Gestaltern und Verwaltern von Privaten und der Gemeinschaft viel Anstrengung und Kreativität erfordern.

Das Seminar endete mit einer Exkursion zur vielbeachteten Kölner Ausstellung „Dynamik und Wandel – Entwicklung der Städte am Rhein 1910 bis 2010+“.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Ursula Gründler

Folie Umbau Rückbau... .