Veranstaltungsberichte

Zukunftswerkstatt Globalisierung

29 von 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von unter 20 Jahren haben in einem Workshop positive Erwartungen an die Globalisierung.

Angesichts der öffentlichen Globalisierungsskepsis mag diese Momentaufnahme irritieren. Aber die Jugend- und Auszubildendenvertreterin der Bayer AG Leverkusen, Tabea Burchartz, hob ebenso wie Sebastian von Walchow,Familienunternehmer und stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Junger Unternehmer, hervor, dass die Unternehmen heute gar keine Alternative mehr zu einer verstärkten Werbung um den qualifizierten Nachwuchs haben. Von Walchow hob die Stärken des Standorts Deutschland und das internationale Ansehen der deutschen Arbeitnehmer hervor. Standortverlagerungen hielt er für nicht zwangsläufig. Vielmehr betonte er das hohe Ansehen der deutschen Berufsausbildung.

Auf großes Interesse stießen auch die Ausführungen des Deutsch Bankers Christof Polzer, der Klarheit in die Komplexität der internationalen Finanzmärkte brachte und sich für eine internationale Bankenaufsicht aussprach. Wegen des zu erwartenden massiven politischen Widerstands bei der Einrichtung einer globalen Finanzaufsicht zog es Peter Bauch vor, für eine europäische Lösung als ersten Schritt zu plädieren. Er setzte sich mit den Möglichkeiten der internationalen Foren und Organisationen wie G8, G 20 oder IWF) auseinander. Die Möglichkeiten, Grenzen und die Rolle der Regulierung stand dabei im Vordergrund.

Florian Hartleb, Autor einer neuen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung über die Antiglobalisierungsbewegunen beleuchtete die Strukturen, Hintergründe, Ziele und Strategien der Globalisierungskritiker.

Kritisch setzte sich Christoph Bierbrauer, ehemaliger Ökonom an der Bonn Graduate School of Economics, mit den Schlagworten Protektionismus und Liberaliserung auseinander. Bierbrauer stellte die Bedeutung der Ordnungspolitik heraus und konzentrierte sich dabei auch auf die unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Konzepte von Deutschland und Frankreich.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Martin Reuber

Prof. Dr

Referent Europa- und Bildungspolitik, Büro Bundesstadt Bonn

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