Studien- und Informationsprogramm

Multinationale Sicherheitsarchitektur im Wandel traditioneller und neuer Bedrohung

Konflikt- und Kooperationsfähigkeit im außenpolitischen Kontext

Politische Gewalt (Bedrohung) als finaler Ausdruck von Intoleranz (hier: zwischen Staaten, Ideologien, Gruppen) ist immer Folge und Ursache von Sprachlosigkeit auf der einen und destruktiver Hyperaktivität auf der anderen Seite.

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Deshalb gewinnt die Pflege bzw. Wiederaufnahme direkter außen- und sicherheitspolitischer, transnationaler Dialoge an Bedeutung. In einer zunehmend multipolar, supranational und gleichzeitig global gestalteten Weltordnung (Vetoplayer, UNO, Nato, EU) engagiert sich auch die VR China bei der Erarbeitung politischer Lösungen von interdependenten Bedrohungen des internationalen Sicherheitsgefüges. Dessen Konfliktlinien verlaufen nicht (mehr) eindimensional, sondern werden traditional (konventionelle Kriege) und in Zukunft vor allem auch unkonventionell - exterritorial und weltzonenumspannend – akzentuiert. Internationaler Terrorismus, Ressourcen- und Überzeugungskonflikte, grenzüberschreitende Migrationsbewegungen, klimawandelbedingte Notlagen, Zerstörung weltweiter Lebensgrundlagen und Versorgungsquellen, Finanztransparenz, „Cyberwars“ - all dies sind dringende, nationalstaatliche (und auch Kontinente sprengende) Herausforderungen, deren Bewältigung die gesamtpolitischen Möglichkeiten (Kapazitäten) eines einzelnen Staates bzw. dessen Gesellschaftsordnung übersteigen.

Das Bedrohungspotenzial ist ein sich beschleunigender Vorgang außen- und sicherheitspolitischer Entwicklungsdynamik, der in naher Zukunft die Handlungsoptionen vieler Länder im schlechtesten Fall auf bloßen Überlebenswillen reduziert. Hier werden thematisch geo-, macht- und ressourcenpolitische Spannungsfelder im Kontext internationaler Kooperation berührt, die sich nicht an Staatenfigurationen halten, sondern – im Gegenteil – eine asymmetrische, oft irreversibel veränderte und von politischem Wertewandel begleitete, globale Sicherheitsbedrohung darstellen.

Entlang dieser Diskussionslinien wird die KAS/Berlin ein Studien- und Dialogprogramm mit chinesischen Politikberatern, Sicherheitspolitikern, Außenpolitikern und Think Tank-Vertretern durchführen. Thomas Awe, Leiter der KAS/Peking wird die Tour begleiten.

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Veranstaltungsort

Berlin

Kontakt

Thomas Awe