Fachkonferenz

Sicherheitspolitischer Trialog 2011: China – Indien – Deutschland

In der Zentralen Parteihochschule der KPCh in Peking diskutierte eine hochrangig besetzte, chinesisch-indisch-deutsche Expertendelegation die aktuelle sicherheitspolitische Lage Asiens. Multilaterale Kooperation stand im Fokus der Diskussion.

Details

Die zweite Gesprächsrunde des diesjährigen Sicherheitspolitischen Trialogs: China-Indien-Deutschland fand am 17. November in der Zentralen Parteihochschule der Kommunistischen Partei Chinas statt. Der Veranstaltungstag widmete sich der Analyse sicherheitspolitischer Herausforderungen im asiatisch-pazifischen Raum – wobei die Notwendigkeit zur multilateralen Kooperation um Frieden, Stabilität und Wohlstand in der Region zu gewährleisten, besonders beleuchtet wurde. Eröffnet wurde die Debatte durch Impulsreferate der chinesischen, indischen und deutschen Teilnehmer.

Dr. Qin Zhilai, Institut für Internationale Strategische Studien, Zentrale Parteischule Peking, leitete das Panel mit einem Überblick der chinesischen, sicherheitspolitischen Strategie in der Region ein und analysierte aktuelle Herausforderungen im Bezug auf die Nachbarländer Chinas. Botschafter T.C.A. Rangachari, ehemaliger indischer Botschafter in Deutschland und Direktor der Akademie für Internationale Studien, Jamia Millia Islamia, Neu Dheli, beleuchtete regionale, sicherheitspolitische Herausforderungen für Indien wobei er auf Terrorismusgefahr, die Notwendigkeit zur Kooperation zwischen den Ländern Asiens insbesondere der beiden regionalen global players, Indien und China einging. Oberst Thomas Hambach, Referatsleiter Militärpolitik und Rüstungskontrolle, NATO, Bundesministerium für Verteidigung, Berlin, referierte zur sicherheitspolitischen Entwicklung Afghanistans nach 2014. Im Mittelpunkt der Betrachtung standen hierbei die Ziele und Bestrebungen der Bonn-II-Konferenz im Jahr 2012 und deren Bedeutung für die weitere Entwicklung Afghanistans. Dr. Zhang Shirong, Taiwan-Hongkong-Macao Büro des Instituts für Internationale Strategische Studien, Zentrale Parteischule, Peking fokussierte abschließend das Thema europäisch-chinesische Energiekooperation. Die Interdependenz verschiedener innen- und außenpolitischer Politikfelder zur Erreichung eines ausgewogenen Umweltschutzes, als auch die Fortschritte Chinas im Bezug auf Einführung grüner Energie in der Region standen im Mittelpunkt der Betrachtung.

Die ausgewählten, vielseitigen Themen wurden in einem weiterführenden Diskussionspanel, unter Vorsitz von Dr. Beatrice Gorawantschy, mit Kommentaren von General Dipankar Banerjee, Mentor, Institute of Peace and Conflict Studies, India, Mohan Guruswamy, Vorsitzender und Gründer des Centre for Policy Alternatives, ehem. Berater der Indischen Regierung und Regierungssekretär, Prof. Dr. Srikanth Kondapalli, Professor für Chinese Studies, School of International Studies, JNU, Prof. Dr. Stefan Fröhlich, Lehrstuhl für Internationale Politik, Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Holger H. Mey, Vizepräsident, Leiter Advanced Concepts CASSIDIAN und Uzma Ashraf, Asian Institute of International Financial Law (AIIFL) in Hong Kong, vertieft. Die Experten zeichneten in ihren Fachbeiträgen weitere Spannungsfelder der globalen Sicherheitsarchitektur und des asiatisch-pazifischen Raumes auf. Die Reform internationaler Institutionen wie dem IWF, der Weltbank und des UN Sicherheitsrats standen hierbei ebenso im Fokus wie die Themen Cyberwar, Bioterrorismus und die globale Finanzkrise.

Die Vielseitigkeit der analysierten Themenbereiche spiegelt die weite Spanne und Verknüpfung moderner Sicherheitspolitik mit anderen politischen Feldern wider. Frieden und Stabilität im asiatisch-pazifischen Raum kann nur durch Kooperation erreicht werden. Die Basis für eine solche Zusammenarbeit liegt im offenen Diskurs zwischen den regionalen Partnern. Seit 1997 bereichert die KAS diesen Austausch mit dem alljährlich stattfindenden sicherheitspolitischen Trialog: China-Indien-Deutschland.

Bis 19. November werden die chinesisch-indisch-deutschen Gespräche in Shanghai weitergeführt.

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Veranstaltungsort

Peking

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Thomas Awe

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Sicherheitspolitischer Trialog 2011
Die Teilnehmer des China-Indien-Deutschland Trialogs bei der Diskussion in der zentralen Parteihochschule der KPCh in Peking KAS Peking
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