Ausgaben

2006

Orientierung durch Patriotismus?

Erfordert der innere Zusammenhalt einer Nation heute noch Patriotismus? Und: Worauf basiert gegenwärtig eine gelingende Identifikation mit dem Vaterland? Diesen Fragen geht die Politische Meinung in ihrer Februarausgabe nach und beleuchtet dabei den Zusammenhang von Recht und Kultur, von europäischer und nationaler Identität, „Leitkultur“ und Wertebezug, Vaterlandsliebe und gesellschaftlicher Solidarität. Besonderes Augenmerk gilt daneben der historischen Analyse des Begriffes „Verfassungspatriotismus“ und der Bedeutung erfolgreicher Integrationspolitik, die am Beispiel Frankreich ex negativo dargestellt wird.Die Rubrik „Wirtschaft und Forschung“ erörtert die Rolle von Innovation und Forschung für den Standort Deutschland sowie die Vereinbarkeit von Kapitalismus und sozialer Marktwirtschaft.Die Würdigung ehrt im Februar mit Dietrich Bonhoeffer einen der größten Märtyrer des zwanzigsten Jahrhunderts.

2006

Werte in der Diskussion

Um "Werte in der Diskussion" geht es im Schwerpunkt der Januarausgabe der Politischen Meinung. Dabei werden einerseits die geistigen Grundlagen für Wertebezüge in der Gegenwart erörtert, andererseits die konkreten Auswirkungen auf die Haltung zu Sterbehilfe beziehungsweise Sterbebegleitung ebenso dargestellt wie der Lebensschutz als öffentliches Dauerthema in den USA. Ein eigener Beitrag widmet sich dem Spannungsfeld zwischen sozialer Gerechtigkeit und Neidbewältigung.Die Grundsatzfragen des Schwerpunktes, die auch die Debatte um das Selbstverständnis der Christdemokratie berühren, setzen sich mit ihren spezifisch religiösen Aspekten in der Rubrik "Religion und Fundamentalismus" fort. Die zugehörigen Beiträge loten das Verhältnis von Pluralismus und Wahrheitssuche im Dialog der Religionen aus und zeigen Möglichkeiten des Umganges mit dem Islamismus als einer neuen Form des Totalitarismus auf.Des 130. Geburtstages Konrad Adenauers gedenkt die Politische Meinung mit Redeauszügen des großen Staatsmannes und politischen Visionärs.Die Rubrik "Globale Fragen" wendet sich den Themen Völkermordverbot und dem Image der USA in Deutschland zu.Mit der Frage nach Sinn und Funktion einer professionalisierten politischen Kommunikation im Medienzeitalter eröffnet die Politische Meinung zudem im Januar eine Kontroverse, die nicht zuletzt die Problematik der Glaubwürdigkeit von Politik berührt.

2005

Europa, quo vadis?

Die Dezemberausgabe der Politischen Meinung befasst sich in ihrem Themenschwerpunkt „Europa, quo vadis?“ mit aktuellen europapolitischen Fragestellungen zum Stand der europäischen Einigung und zur Zukunft der Europäischen Union. Hierbei werden auch die Schwierigkeiten beleuchtet, die sich aus der Aufnahme der Türkei zu den EU-Beitrittsverhandlungen ergeben. Ein eigener Beitrag beschreibt die historische Fülle innereuropäischer Verknüpfungen und die geistigen Wurzeln europäischer Identität.Eine weitere Rubrik widmet sich mit Beiträgen zur Gedenkstättendiskussion in Deutschland sowie zum 100. Geburtstag von Hans Urs von Balthasar dem Themenfeld „Gedächtnis und Erinnerung“.Die Politische Meinung liefert darüber hinaus eine Analyse der Bundestagswahl 2005 und eine Darstellung der Koalitionsoptionen der Österreichischen Volkspartei bei den Nationalratswahlen 2006 sowie der Straßengewalt in Frankreich.Abgerundet wird die Ausgabe mit einem Resümee des Besuches der tschechischen Schriftstellerin Lenka Reinerová bei der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie mit einer modernen Weihnachtsgeschichte.

2005

Damit Werte Zukunft haben - Fünfzig Jahre Konrad-Adenauer-Stiftung

Die Novemberausgabe der Politischen Meinung „Damit Werte Zukunft haben“ widmet sich als Sonderausgabe ausschließlich dem fünfzigjährigen Jubiläum der Konrad-Adenauer-Stiftung.Dem Editorial des Generalsekretärs der Stiftung, Wilhelm Staudacher, folgt der Glückwunsch Angela Merkels und die Positionsbestimmung des Vorsitzenden Bernhard Vogel.Nach diesen Grundsatzartikeln richtet sich der Blick in ausführlichen Essays auf die einzelnen Bereiche des Aufgabenspektrums der Stiftung: Politik und Beratung als zentraler Hauptabteilung, Politische Bildung als auch historischer Kernaufgabe, das Archiv für Christlich-Demokratische Politik als Anker einer Gedächtniskultur, Begabtenförderung als permanente Zukunftsaufgabe, der Bereich Internationale Zusammenarbeit mit seinen Auslandsbüros als Betreiber einer „Weltinnenpolitik“ und die Friedensförderung, insbesondere in Israel.Eine eigene Rubrik bietet einen konzentrierten historischen Rückblick, insbesondere auf die deutschlandpolitische Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung während der Zeit der Wiedervereinigung, auf die Person Bruno Hecks und seine Rolle bei Aufbau und Entwicklung der Programmatik der Stiftung sowie auf die ihre Gründungsgeschichte und Anfänge.

2005

Wahl ohne Entscheidung?

Die Oktoberausgabe befasst sich mit dem Debakel der Bundestagswahl vom 18. September. Im Zentrum der Wahlkampfanalyse stehen die Rolle des Fernsehens, die Strategie der Union im Blick auf die programmatische Verankerung ihrer Themen sowie die Integrationskraft der Volksparteien. Ein eigener Beitrag erörtert in diesem Kontext die Notwendigkeit einer wirtschaftspolitischen Neuorientierung und der Problematik ihrer öffentlichen Vermittlung.Eine weitere Rubrik widmet sich dem fünfzehnjährigen Jubiläum der Deutschen Einheit. Dabei wird die Notwendigkeit geistiger Erneuerung in Ost und West in Form eines Essays und eines Schriftstellerinterviews thematisiert. Historische Betrachtungen gelten dem Verdrängungs- und Verleugnungsapparat der Stasi sowie der Bedeutung des 3. Oktobers als Nationalfeiertag.Weitere Beiträge liefern ein Resümee zum XX. Weltjugendtag sowie eine Einschätzung und Abwägung zur Lage der dringend notwendigen Reform des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen.

2005

Perspektiven deutscher Außenpolitik

Die Septemberausgabe der Politischen Meinung nimmt die aktuellen Perspektiven deutscher Außenpolitik in den Blick. Sie setzt sich dabei insbesondere mit den Fehlentwicklungen im transatlantischen Verhältnis und dem mangelhaften europapolitischen Engagement der rot-grünen Bundesregierung auseinander.Erörtert werden zudem die Fragen, wie dem islamistischen Terrorismus international und national zu begegnen ist und welche Maßnahmen zur realen Optimierung der Entwicklungshilfe führen können.Eine eigene Rubrik geht auf den „Brennpunkt Türkei“ ein. Sie liefert unter anderem einen streitbaren Einblick in die innenpolitische Lagerbildung dieses Staates und ihre europapolitisch höchst brisanten Konsequenzen.Die Rubrik „Arbeit und Soziales“ beschreibt nicht nur die Bedingungen, sondern auch die Zielrichtung des sozialen Umbaus. Dabei kommt auch die besondere Herausforderung der Globalisierung zur Sprache.Unter „Rückblick und Würdigung“ wird der Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion vor fünfzig Jahren gedacht, der Publizist Otto B. Roegele anläßlich seines 85. Geburtstages geehrt und die Rolle der Geschichte im Werk Friedrich Schillers dargestellt.

2005

Neuwahlen in Deutschland

Die Augustausgabe der Politischen Meinung widmet sich der vorgezogenen Bundestagswahl. Hierbei gerät der Verfall rot-grüner Wertbindungen im Deckmantel der Vermarktung ebenso in den Blick wie Inhalte und Methoden des bevorstehenden Wahlkampfes. Die Frage nach der Demokratietauglichkeit von neuer Linkspartei und PDS beantwortet sich vor dem Hintergrund jüngster wissenschaftlicher Untersuchungen von selbst. Jüngste Publikationen zum Thema „Politik in der Mediendemokratie“ werden kritisch rezensiert.Für eine Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen und Ausweisungspraxis als Konsequenz des islamischen Terrorismus plädiert der Kommentar zu den Anschlägen von London. Kritische Anmerkungen provoziert die Bildungspolitik der rot-roten Regierung Berlins.Unter der Rubrik „Zeitgeschichte“ werden das Deutschlandbild von Willy Brandt sowie ein Portrait Ludwig Windhorsts als Wegbereiter der CDU aufgegriffen. Die Rezeption der Widerstandsbewegung gegen das nationalsozialistische Regime wird in einem zweiten Teil nun abschließend thematisiert.Die Würdigung Thomas Manns zum fünfzigsten Todestag am 12. August in der Rubrik „Literatur“ reiht sich auf an dem politischen Wandel des unbequemen Mahners. Eine „Nacht am Midan Orabi“ vermittelt literarische Impressionen aus Kairo.

2005

Heimat und Integration

Die Juliausgabe der Politischen Meinung stellt in ihrem Schwerpunkt die Frage nach dem Zusammenhang von Heimat und Integration. Dabei wird klar, dass ein wohlverstandener Patriotismus im Sinne auch geistiger Zugehörigkeit Vorraussetzung eines konstruktiven kulturellen Dialoges ist und mit Ausgrenzung nicht vereinbart werden kann. Aspekte einer solchen Verständigung sind die Aufgabe der Politik als praktischer Zusammenführung der theoretisch Unvereinbaren und die Demokratiefähigkeit und zivilgesellschaftliche Grundlegung des Islam . Der pragmatischen Seite von Integration durch Sprach- und Begabtenförderung widmet sich ein eigener Beitrag.Buchrezensionen zum Thema behandeln Publikationen zum antiintegrativen und frauenfeindlichen Impetus islamistischer Gruppierungen sowie zum Schicksal der deutschen Vertriebenen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.Die sich anschließende Rubrik „Schule und Studium“ beschäftigt sich mit der Auswertung der PISA-Studie sowie mit dem Stand der Hochschulreform in Deutschland.„Zeitgeschichte“ greift die Rezeption der Widerstandsbewegungen gegen das nationalsozialistische Regime ebenso auf wie die politischen Debatten um die Zukunft der Stasi-Akten-Behörde.Die Rubrik „Medien“ beschreibt die Entwicklung der Medienlandschaft und die Besonderheiten des Konsumverhaltens in Ostdeutschland und geht auf die weltweit sich entwickelnden Tendenzen zur Zensur des Internets ein.Unter „Fragen der Gegenwart“ findet sich eine Analyse der bundespolitischen Chancen der Union nach der Nordrheinwestfalenwahl, ein europapolitisches Resümee der Referenden in Frankreich und den Niederlanden, eine Betrachtung der Funktion von journalistischer Skandalisierung an verschiedenen Beispielen sowie ein Ausblick auf den Weltjugendtag 2005.

2005

Alter als Chance

„Wie kann man dem demografischen Wandel in Deutschland begegnen?“ lautet die zentrale Frage der Juniausgabe der Politischen Meinung zum Thema „Alter als Chance“.Dabei werden die Konsequenzen der Entwicklung im Hinblick auf die Zukunft der Sozialsysteme und den Arbeitsmarkt erörtert sowie die Ursachen der gesellschaftlichen Veränderungen in der Logik der Produktivitätssteigerung analysiert.In bezug auf die individuelle Lebensführung zeigen weitere Beiträge Möglichkeiten und Chancen einer hohen gesellschaftlichen Mitverantwortung im Alter auf, die auf einem insgesamt neuen Bild des Alters basieren. Vielfältige Anstöße hierzu gehen auf Ursula Lehr zurück, deren Werk anlässlich ihres 75. Geburtstages besonders gewürdigt wird.Unter der Rubrik „Europa aktuell“ werden die innen- und europapolitischen Ereignisse in Österreich und Frankreich vorgestellt und kommentiert.Zeitgeschichtliche Beiträge beschäftigen sich im Nachgang zu der Maiausgabe nochmals mit dem 8. Mai 1945 als dem Tag der Befreiung sowie mit dem spektakulären DDR-Schauprozess gegen den RIAS vor fünfzig Jahren.Die Rubrik „Würdigungen“ ehrt im Juni Papst Benedikt XVI., Wulf Kirsten als Literaturpreisträger der KAS sowie den französischen Literaten Jean d’Ormesson.

2005

Sechzig Jahre Kriegsende

Die Maiausgabe der Politischen Meinung blickt in ihrem Schwerpunkt auf den 60. Jahrestag des Kriegsendes zurück. Dabei ist der Focus nicht vornehmlich historisch, sondern von der Frage nach den Auswirkungen auf die deutsche Gegenwart bestimmt. Wie verhält sich die deutsche Außenpolitik zum Thema Kriegsführung? Wie zeigt sich das nationale Gedächtnis? Pflegen wir eine Kultur der Erinnerung? Wie wirkte sich die Kapitulation auf das deutsche Selbstverständnis aus und wie verbindet sich dabei das Bewußtsein der Niederlage mit demjenigen der Befreiung?Die Rubrik „Im Grundsatz“ geht auf die Fragen der Inneren Sicherheit, den Begriff des „Konservativen“ und den Terminus des Patriotismus ein.„Außenpolitische Fragen“ diskutieren Beiträge zu den deutsch-israelischen Beziehungen sowie zu Inhalten des europäischen Verfassungsvertrages.Des 9. Mai, dem 200. Todestag von Friedrich Schiller wird sowohl mit einer Würdigung als auch mit einer Sammelrezension der jüngsten Schiller-Biographien gedacht.Zum Tode von Johannes Paul II. stellt die Politische Meinung die grandiose Wirkkraft des letzten Papstes als eines Anwaltes radikaler Menschlichkeit heraus.