Ausgaben

2005

Transatlantischer Brückenbau

Nach dem Deutschlandbesuch des amerikanischen Präsidenten untersucht die Politische Meinung in ihrem Schwerpunkt die Möglichkeiten und Perspektiven eines neuen Brückenbaus im transatlantischen Verhältnis. Eine wechselseitig differenziertere und aktuellere Wahrnehmung zwischen Amerikanern und Europäern ist dabei ebenso von Bedeutung wie der Primat der Diplomatie, der die Außenpolitik der USA neuerdings prägt. Fundamental aneinander gekoppelte Interessen erklären die existentielle Bedeutung einer gelingenden Verständigung.Weitere Rubriken sind im April der „Brennpunkt Türkei“ mit einer Erinnerung an den armenischen Genozid und der Problematik des Ausgleiches zwischen Islam und moderner Lebensführung sowie der „Postsowjetische Raum“ im Hinblick auf Weißrussland, Usbekistan, die Ukraine und Georgien.Die „innenpolitischen Debatten“ beschäftigen sich mit der bevorstehenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, der Schuldenlast des Bundeshaushaltes sowie mit der Schwächung des europäischen Stabilitätspaktes durch die Finanzpolitik der Bundesregierung.Die „Würdigung“ gedenkt des 200. Geburtstages des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen.

2005

Herzlichen Glückwunsch, Helmut Kohl!

Anlässlich des bevorstehenden 75. Geburtstages von Helmut Kohl am 3. April würdigt die Politische Meinung in ihrer Märzausgabe seine politische Lebensleistung und seine Persönlichkeit. Ihre Erfahrungen mit Helmut Kohl und ihre Einschätzung seiner Bedeutung für Deutschland, Europa und die internationalen Beziehungen sowie für seine eigene Partei, deren Jugendverbände, die Gewerkschaften und Kirchen erläutern Angela Merkel, Michail Sergejewitsch Gorbatschow, Jean-Claude Juncker, Felipe González, Roman Herzog, Hans-Dietrich Genscher, Theo Waigel, Hermann Rappe, Erich Ramstetter, Dorlies Last, Philipp Mißfelder und Wolfgang Bergsdorf.Neben einer Kurzbiografie erinnern Zitate von Mitstreitern, aber auch von ursprünglichen Gegnern aus den achtziger und neunziger Jahren daran, dass Helmut Kohl seine umfassende Überzeugungskraft nicht erst im historischen Rückblick, sondern bereits von Beginn seiner politischen Karriere an trotz zahlreicher Widerstände entfaltete.

2005

China – China

Im Februar befasst sich „Die Politische Meinung“ in ihrem Schwerpunkt mit dem aufstrebenden China. Das „Reich der Mitte“ zeigt seinen Ehrgeiz in einer atemberaubenden Wirtschaftsdynamik und dem Streben der neuen Pekinger Doppelspitze nach einer Weltmachtsposition. Erörtert werden zudem die Entwicklung des chinesischen Rechtsstaates und seine Menschenrechtspolitik, die Situation der Demokratiebewegung in der Sonderverwaltungsregion Hongkong, die Abhängigkeit von Öl- und Rohstoffimporten sowie die Übertragbarkeit deutscher Zeitgeschichte als Lernbeispiel für die Reduzierung autoritärer Strukturen in China.Unter der Rubrik „Innenpolitische Debatten“ kommt die Föderalismusreform und der politische Umgang mit der um sich greifenden Praxis der Spätabtreibungen ebenso zur Sprache wie die Entschlüsselung der Akte „Rosenholz“, die die Rolle des Spionagedienstes in der DDR transparent macht.

2005

Sechzig Jahre CDU

In ihrem Schwerpunkt „Sechzig Jahre CDU“ würdigt die Politische Meinung die Christlich Demokratische Union Deutschlands, ihre Entstehungsgeschichte aus den Wurzeln der christlichen Widerstandsbewegung bis hin zu einer gesamtdeutschen Partei, die die deutsche und europäische Politik nachhaltig mitbestimmt hat. Weitere Beiträge befassen sich mit Fragen, die sich angesichts der Herausforderungen der Globalisierung für Europa und die USA gleichermaßen stellen. Nicht zuletzt wird die innenpolitische Entwicklung in den USA nach den Wahlen auf ihre Prägung durch neokonservative Tendenzen hin beleuchtet.Die Rubrik „Politische Kommunikation“ geht auf den Bereich Politische Werbung in modernen Wahlkampagnen sowie auf die Mediatisierung der Politik ein.Unter der Rubrik „Literatur“ wird der saarländische Heimatpoet Johannes Kühn vorgestellt.

2004

Deutschland im Wandel

In ihrem Schwerpunkt „Deutschland im Wandel“ behandelt die Politische Meinung aktuelle Fragen zu innen- und gesellschaftspolitischen Themen wie Sozial-, Arbeitsmarkt- und Energiepolitik, politische Nachhaltigkeit, die Generationenfrage, den Umgang der Medien mit dem Phänomen Rechtspopulismus sowie die Patriotismusdiskussion in Deutschland.Dabei geht es unter anderem um Hintergrundfragen zu notwendigen Reformansätzen und deren praktische politische Umsetzung.Weitere Beiträge befassen sich mit den Ergebnissen der Wahlen in den USA und mit den deutsch-französischen Beziehungen sowie mit außenpolitischen Fragen (Tabu-Thema Völkermord in der Türkei und deutsche Lehren aus dem Irak-Krieg).Die Rubrik „pro arte“ stellt die politische Konzept-Kunst von Sophie Calle und die fotografischen Arbeiten von Jens Liebchen in Berlin vor.Gewürdigt werden im Dezember Franz L. Neumann (50. Todesjahr) und Immanuel Kant (200. Todesjahr).

2004

Forschung und Menschenbild

Mit ihrem Schwerpunkt „Forschung und Menschenbild“ greift die Politische Meinung die aktuellen Debatten um menschliche Willensfreiheit und personale Würde auf, die durch prominente Deutungen neuerer Ergebnisse der Hirn- und Genforschung angestoßen wurde.Dabei geht es um ein genaueres Verständnis der experimentellen Grundlagen, Klärung der Begrifflichkeit und Erörterung der Konsequenzen für die praktische und politische Freiheit und Würde der Person.Die Rubriken „Deutsch-deutsche Erinnerung“ und „Literatur zur DDR-Geschichte“ nehmen anläßlich des 15. Jahrestages des Mauerfalls den Freikauf politischer Gefangener aus der DDR, den aktuellen Ostalgietrend, den 17. Juni 1953, den „Albtraum Staatssicherheit“ und eine Biographie Christa Wolfs in den Blick.Gewürdigt werden im November Anton Čechov (100. Todesjahr), Heinrich von Brentano (100. Geburtstag) und Paul Lücke (90. Geburtstag).

2004

Zukunftsfrage Energie

Die „Zukunftsfrage Energie“ wird in der Oktoberausgabe der Politischen Meinung unter den Aspekten der Problematik des internationalen Ölmarktes, der Bedeutung der erneuerbaren Energie und der Energieeffizienzsteigerung, der Energiepolitik der Bundesregierung sowie einer Renaissance der Kernenergie in Verbindung mit den Anforderungen des Klimaschutzes kontrovers beantwortet.An diese Diskussion schließt sich die Rubrik „Umweltschutz und Klimawandel“ an, in der die Prinzipien einer ökologischen Marktwirtschaft erläutert werden. Dabei befaßt sich ein eigener Artikel mit der Gefahr ideologisch motivierter Prognosen, die das Ringen um sinnvolle Problemlösungen zu verzerren drohen.Die Rubrik „Demokratie heute“ beschreibt die gesellschaftliche Rolle des öffentlichen Rundfunks in Reaktion auf die Februarausgabe 2004 „Medien in Deutschland“ der Politischen Meinung und mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes, die Stasi-Unterlagen zu Helmut Kohl nicht öffentlich zugänglich zu machen.Der Erörterung möglicher schwarz-grüner Koalitionen auf allen politischen Ebenen aus zwei unterschiedlichen Perspektiven folgt unter „Ausland“ eine Darstellung der deutschen Interessen in Afrika und ein Vergleich zwischen Deutschland und den USA im Blick auf den Arbeitsplatztransfer ins Ausland.Gewürdigt werden im Oktober Dorothee Wilms, die ihren 75. Geburtstag feiert, Erich Klausener, der vor 70 Jahren von den Nationalsozialisten ermordet wurde, und Peter Esterházy, der den diesjährigen Friedenpreis des Deutschen Buchhandels erhält.

2004

Rot-Grün auf dem Prüfstand

Zum Ende der ersten Halbzeit der zweiten Wahlperiode Schröder/Fischer zieht die POLITISCHE MEINUNG eine Zwischenbilanz. Unter dem Titel „Rot-Grün auf dem Prüfstand“ werden insbesondere die Entwicklungen der Reformpolitik sowie das Lavieren der Regierung in Innen- und Außenpolitik beleuchtet. Die sich abzeichnende „Kontinuität der Krise“ wird hierbei einer breitangelegten Analyse unterzogen. Mit den kulturellen Grundlagen der Demokratie gegenüber dem von Orientierungslosigkeit gekennzeichnetem Zeitgeist der Postmoderne sowie mit der sich als Mythos erweisenden Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers befasst sich die Rubrik „Demokratie heute“. Weitere Beiträge fassen die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl ins Auge: Kann im Blick auf die „katholische Stimme“ noch von Parteipräferenzen die Rede sein? Eine Einschätzung jüngster Literatur über die USA bietet dem Leser Analysen zu deren Außenpolitik sowie zu Präsident Bush und seinem Herausforderer Kerry. Aus Anlass seines 70. Geburtstages am 18. September 2004 würdigt die POLTISCHE MEINUNG den Medienjournalisten Dieter Stolte. Dem Engagement für die deutsch-französische Aussöhnung des in diesem Jahr am 27. Juli verstorbenen Historikers Joseph Rovan gilt ein besonderes Gedenken. Mit der französischen Familienpolitik befasst sich ein Essay in der Rubrik „Familie, Bildung“.

2004

Zeitgeschichte in der Kontroverse

Die Zeitgeschichtlichen Kontroversen – Schwerpunkt der Augustausgabe der Politischen Meinung – werden derzeit vor allem um die Bewertung von Flucht und Vertreibung von Deutschen aus den Ostgebieten in Polen und Tschechien geführt.Insbesondere das Zentrum gegen Vertreibungen und die Entschädigungsforderungen einer „Preußischen Treuhand“ stehen in ihrem Focus. Die Politische Meinung lässt im August die gegensätzlichen Ansichten zu Wort kommen und ergänzt sie um eine Analyse der Darstellung des historischen deutschen Ostens in Schulbüchern sowie um die Auseinandersetzung um die Aufarbeitung der DDR-Geschichte, die durch die Konzentration auf das Ministerium für Staatssicherheit einer Verzerrung unterliegt.Die weiteren Beiträge greifen aktuelle europapolitische Fragen nach der Führungskrise der EU und dem Wahlausgang insbesondere in den wichtigsten jungen Beitrittsländern Polen und Ungarn auf.Die Rubrik „Medien im Wandel“ unternimmt eine Funktionsbestimmung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland, einen visionären Entwurf einer europäischen Medienordnung sowie eine Beobachtung zur Rolle der Frau in den deutschen Medien.Rückblicke auf den vor 90 Jahren begonnen 1. Weltkrieg und die Geschichte der Einwanderungs- und Arbeitsmarktpolitik der USA wollen zugleich die Wahrnehmung deutscher Gegenwart und Zukunftsperspektiven schärfen.

2004

Vermächtnis des Widerstandes

Zum 60. Jahrestag des 20. Juli 1944 befaßt sich die Politische Meinung mit der historischen Bewertung des Attentatversuches auf Hitler, seinen Voraussetzungen, Motiven und Auswirkungen auf die Grundlagen der Bundesrepublik.In den Beiträgen zum Thema wird unter anderem auch die ethische Absicherung des Widerstandes durch christliche Grundsätze deutlich, die eine langfristige Tiefenwirkung entfaltet hat. Unter der Rubrik „Perspektiven“ werden die aktuellen Gemeinwohldiskurse analysiert sowie die Entwicklungen der Schweiz, Tschechiens und der Slowakei und ihre Rolle in Europa dargestellt.Die Essays zu Kunst und Literatur erinnern im Juli an den 30. Todestag Erich Kästners und stellen die diesjährigen Träger des höchstdotierten europäischen Skulpturenpreises vor.