Ausgaben

2004

Kirche und Staat

Die Juniausgabe der Politischen Meinung beschreibt das veränderte Verhältnis von Kirche und Staat in einer weitgehend säkularisierten Welt.Wie wirken sich die Freiheit der Religionsausübung, Pluralität und die sinkende Zahl konfessioneller Bekenntnisse auf die Wertegrundlagen der staatlichen Gemeinschaft, aber auch auf das Staatskirchenrecht aus? Was bedeutet diese Entwicklung im Hinblick auf die Kopftuchfrage und die Zukunft der Kirchenfinanzierung in Deutschland? Und welche Chancen hält die Vielfalt des europäischen Christentums für künftigen Orientierungen bereit?Diese und ähnliche Fragen beantworten die Beiträge zum Schwerpunkt, denen Porträts von John F. Kerry, Franz Müntefering und Rainer Barzel folgen.Die Rubrik „Europa“ weist dieses Mal auf die Aspekte der wissenschaftlichen und kulturellen Einheit sowie auf die Anforderungen an ein europäisches Sicherheitskonzept hin

2004

Freiheit durch Verantwortung

Unter dem Schwerpunkt „Freiheit durch Verantwortung“ beschäftigt sich die Politische Meinung in ihrer Maiausgabe mit den Herausforderungen einer modernen Bürgergesellschaft. Dabei wird die zentrale Rolle von Kunst, Kultur und Unternehmergeist ebenso herausgestellt wie diejenige von Selbstorganisation, Solidarität, Verantwortungsfähigkeit und der bürgerlichen Tugenden von Maß und Mitte.Ein Plädoyer für das soziale Pflichtjahr bindet die Debatte in eine Stellungnahme zu den aktuellen Entscheidungsfragen ein.Unter der Rubrik „Linksextremismus“ finden sich Analysen der politischen Struktur der Globalisierungsgegner sowie der Strategie der PDS.Die „Perspektiven“ führen im Mai die Reflexion auf den Verfassungsstaat als Friedensgarant weiter und unterstreichen die Bedeutung von Familienpolitik als Wachstumspolitik.„Kontrovers“ kommentiert die amerikanische Nahost-Politik mit besonderer Berücksichtigung der innenpolitischen Situation Syriens.Die „Erinnerungen“ blicken im Mai auf die Leistungen Martin Bubers zurück sowie auf den Aufstand der Sinti und Roma am 16. Mai 1944 in Auschwitz-Birkenau.Das Editorial ist in dieser Ausgabe dem 70. Geburtstag von Hans-Peter Schwarz gewidmet.

2004

Friedensprojekt Europa

Europa als großes Friedensprojekt steht im Zentrum der Aprilausgabe der Politischen Meinung. Dabei werden die bevorstehenden Schritte in Richtung Erweiterung, Verfassung und Wahl zum Europäischen Parlament ebenso umrissen wie die Aspekte der Sicherheit, des Hegemoniestrebens, der Identität und des Rückhaltes in der deutschen Bevölkerung.Im Weiteren würdigt die Politische Meinung die Bedeutung Roman Herzogs anläßlich seines 70. Geburtstages. Eine Gratulation zu Walter Kempowskis 75. Geburtstag skizziert seinen Lebensweg und seinen literarischen Werdegang.Eine eigene Rubrik beschäftigt sich im April mit dem Thema schwarz-grüne Zusammenarbeit.Die „Perspektiven“ nehmen in der April-Ausgabe die Familienpolitik der Europäischen Union in den Blick sowie den Verfassungsstaat in seiner friedenspolitischen Rolle.

2004

Wankt der Westen?

Im März 2004 setzt sich die Politische Meinung mit den Spannungen innerhalb des Westens auseinander und diskutiert die außenpolitische Position Deutschlands.Dabei kommen sowohl die wachsenden mentalen Differenzen der transatlantischen Partner zur Sprache, als auch die gemeinsame Wertebasis, die internationalen politischen Strategien, die Grundlegung bundesrepublikanischer Außenpolitik durch Konrad Adenauer, die Balance zwischen deutsch-französischen und deutsch-amerikanischen Beziehungen, die internationale Rolle der Vereinten Nationen sowie die Rückwirkungen des Elitewandels auf deutscher und amerikanischer Seite.Unter der Rubrik „Perspektiven“ geht es um die Zukunftsfähigkeit der freien Gesellschaft, zu der die christlich-demokratische Orientierung Wesentliches beitragen kann, um die fünfte WTO-Ministerkonferenz und ihre Konsequenzen sowie um den interreligiösen Dialog, den Papst Johannes Paul II. – der diesjährige Karlspreisträger – intensiv gefördert hat.Zudem gratuliert die Redaktion dem Lyriker Günter Kunert zum 75. Geburtstag und stellt unter „Aktuelles intern“ die neuen Aktionen, Programme und Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung vor.

2004

Medien in Deutschland

Die Februarausgabe der Politische Meinung beschäftigt sich mit der Medienentwicklung in Deutschland. Anlaß ist der 20. Jahrestag des „Urknalls“, den die Einführung des Privatfernsehens verursachte.Neben dieser historischen Dimension, die u. a. im Hinblick auf die Medienwende in der DDR und die Medienpolitik der Ära Kohl zum Tragen kommt, werden die wahltaktischen, politischen und journalistischen Aspekte sowie ihre gesellschaftlichen Konsequenzen diskutiert. Neben dem Rundfunk wird auch das Pressewesen grundlegenden inhaltlichen und strukturellen Analysen unterzogen.Die Rubrik „Werte und Visionen“ greift die Grundwertediskussion innerhalb der Sozialdemokratie auf. Die Perspektiven Hamburgs als einer wachsenden Metropole und als „Tor zur Welt“ werden durch ihren Regierenden Bürgermeister vorgestellt.Dem Umbruch in Georgien ist ebenso eine eigene Rubrik gewidmet wie der Lyrik/Literatur, den Buchrezensionen und den aktuellen Aktionen, Programmen und Publikationen der Stiftung.

2004

Föderalismus im Focus

Notwendigkeit und Gefahren einer Reform des deutschen Föderalismus sind der Schwerpunkt der Januarausgabe der Politischen Meinung. Dabei werden konkrete Vorschläge zur Steigerung von Effizienz und Transparenz vorgestellt, aber auch die Möglichkeit eines Niveauverlustes in wissenschaftlichen und kulturellen Belangen thematisiert.Das den Föderalismus begründende Subsidiaritätsprinzip stellt in der europäischen Dimension eine besondere Herausforderung dar. Auf diese gehen die Themenbeiträge ebenso ein wie auf die zugleich notwendige Stärkung des Bundestages. Ein Editorial des Herausgebers Bernhard Vogel führt in die komplexe Thematik ein.Unter der sich anschließenden Rubrik „Deutschland in der Krise“ finden sich detaillierte Analysen der derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Fehlentwicklungen sowie Hinweise auf Wege aus der Sackgasse.Die Debatte um die Akte „Rosenholtz“ und ein Rückblick auf den Ölpreisschock vor 30 Jahren führen in einer eigenen Rubrik die Aktualität der Geschichte in zwei ihrer brisanten Kapitel vor Augen.Neben den regelmäßigen Sparten „Lyrik / Literatur“ und „Gelesen“ findet sich in der Januarnummer auch erstmals die Rubrik „Aktuelles intern“, die von nun an monatlich neue Aktionen, Programme und Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung präsentiert.

2003

Christliche Werte und sozialer Wandel

Die Politische Meinung beschließt das Jahr mit einem Themenheft zu "Christliche Werte und sozialer Wandel". Die Essays des Schwerpunktes setzen sich zunächst mit der Frage auseinander, wie sich die gesellschaftliche Verantwortung der Religion, insbesondere des Christentums heute konkret manifestieren kann. Es erscheint dabei als Korrektiv für Modernisierungsprozesse, als einigende, auch ökumenische Kraft und als orientierendes Pedant zur Politik.Im Weiteren bestimmen Begriffsanalysen die Voraussetzungen von Gerechtigkeit, Freiheit und Offenheit. Deren soziale Realität wird deutlich in den ihnen folgenden Beiträgen zum "homo oeconomicus", zu veränderten Familienstrukturen und zu den Anforderungen an Familien- und Bevölkerungspolitik.Das Thema beschließt ein Lob auf den Gott des Neuen Testamentes zum ausklingenden Jahr der Bibel.Unter der Rubrik "Wahlen heute" wird die nächste US-Präsidentschaftswahl ins Auge gefasst, sowie das Verhältnis von Personalisierung und Themensetzung in deutschen Wahlkampagnen.Die Sparte "Wissenschaft, Kultur, Literatur" beschreibt die dynamische Entwicklung der europäischen Hochschullandschaft und die Geschichte des Briefes als einer aussterbenden Form eines künstlerischen Ferngespräches.Die alljährliche literarische Weihnachtsgeschichte führt diesmal in die Spannung zwischen Einsamkeit und Gemeinschaftsritualen.

2003

Islam und Demokratie

Die Novemberausgabe der Politischen Meinung setzt sich mit der Frage nach der Vereinbarkeit von Islam und Demokratie auseinander. Die geschichtliche Entwicklung des islamischen Rechtsbegriffes führt in die Thematik ein; diese fächert sich dann in folgende Felder auf: Grenzen und Möglichkeiten des auch innenpolitisch relevanten Dialoges mit dem Islam; Transformation der islamisch geprägten ehemaligen Ostblockstaaten und die Entstehung neuer Monarchien; Der Reformbedarf islamischer Regime und die hermeneutische Aufgabe der Koraninterpretation. Neben seinem zuversichtlichen Plädoyer für eine realitätsbezogene Stärkung der moderaten und auf Demokratisierung bezogenen Kräfte reflektiert das Editorial auch die bildungspolitische Komponente der Problematik. Drei der insgesamt sechs Sammelrezensionen beschäftigen sich zudem mit Neuerscheinungen zu den Themen Terrorismus und Islamismus, Geschichte und Gegenwart der arabischen Welt sowie zu dem Begriff des „Djihad“.Unter der Rubrik „Perspektiven für Deutschland“ findet die amerikanische Zuwanderungspraxis Beachtung als ein mögliches Modell für Deutschland (Cem Özdemir). Zudem fordert die unsichere Zukunft der Rente eine deutliche Stellungnahme heraus, die die Lebensarbeitszeit und private Vorsorge erhöhen, den Beamtenstatus jedoch reduzieren will (Oswald Metzger). Die historischen Beiträge gehen im November dem Fall Filbinger und den Begriffen „Faschismus und Antifaschismus“ als Kampfbegriffen im Nachkriegsdeutschland nach, sowie der Leistung Jean Monnets für Europa.Die Rubrik zu Literatur und Wissenschaft versammelt eine Erinnerung an Werk und Person Albert Camus anläßlich seines 90. Geburtstages, einen Nachruf auf den Osteuropaforscher Boris Meissner sowie ein Gedicht von Wolf Biermann.

2003

Dimensionen der Sicherheit

Die Dimensionen der Sicherheit sind Thema der Oktoberausgabe der Politischen Meinung. Aspekte der inneren und der äußeren Sicherheit greifen immer stärker ineinander. Diesen Wandel spiegelt die Vielfalt der thematischen Ansätze wieder. Sie reichen vom organisatorischen Verbesserungsbedarf innerhalb der deutschen Sicherheitsbehörden über die Bewertung der möglichen juristischen Änderungen und die Rolle des Extremismus in Deutschland bis zum Sicherheitskonzept Frankreichs, der Bedeutung der Raumfahrt für den Weltfrieden, die psychologischen Voraussetzungen friedlichen Zusammenlebens und den historischen Aspekten der massiven Einflussnahme von SED und MfS auf die westdeutsche Friedensbewegung. Die Rubrik „Zukunftsfragen“ behandelt den drohenden Bedeutungsverlust der Medienfreiheit im Rahmen einer europäischen Verfassung sowie die Rolle des Nordseeöles für Norwegen und Europa.Der Tag der Deutschen Einheit gibt Anlass zu einer Reflexion deutscher Kultur- und Literaturgeschichte im Hinblick auf ein nationales Selbstbild.Außerdem: In die spannungsreiche Welt des Schriftstellers Louis Begley führt eine Würdigung zu seinem 70. Geburtstag, die eine Besprechung seines neusten Romans „Schiffbruch“ einschließt.

2003

Reformen in Deutschland

Die aktuelle Ausgabe der Politischen Meinung beschäftigt sich unter dem Titel „Reformen in Deutschland“ mit der notwendigen Erneuerung der sozialen Sicherungssysteme. Der demographische Wandel und das krankende Gesundheitssystem werden dabei ebenso erörtert wie strukturelle Maßnahmen in anbetracht der desolaten Lage des Arbeitsmarktes. Den weitgehend wirkungslosen Reformversuchen der Bundesregierung stellt Roland Koch das hessische Modell zur aktivierenden Sozialhilfe und Ausbau des Niedriglohnsektors entgegen. Für eine Rückbesinnung auf die Werte der Sozialen Marktwirtschaft und gegen übermäßige Staatsintervention plädiert Jürgen Rüttgers in einem eigenem Essay. Weitere Artikel befassen sich mit Fragen der Reformierbarkeit und Zukunftsfähigkeit des Sozialstaates.Ein freundschaftliches Portrait zeichnet Theo Waigel aus persönlichen Erinnerungen an Hermann Höcherl. Ein weiterer Beitrag analysiert die Ursachen für die Krise in der deutschen Zeitungslandschaft. Die Rubrik „Kontrovers“ setzt sich kritisch mit dem Menschenbild der modernen Ökonomie auseinander.Mit einer Sammelrezension von Eckhard Jesse wird noch einmal an das Thema „17. Juni 1953“ angeknüpft.