Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Anouchka Unel / Wikimedia Commons

2019

Deutsch-bolivianische Rohstoffpartnerschaft am Ende?

von Nicole Stopfer, Georg Dufner

Am vergangenen Sonntag entzog die bolivianische Regierung überraschend dem Ende 2018 begründeten deutsch-bolivianischen Joint-Venture die Grundlage
Am 3. November hat Boliviens Präsident Evo Morales Mittels Präsidialdekret das Dekret 3738 aufgehoben, welches für die Dauer von 70 Jahren die Schaffung einer gemischten Gesellschaft zwischen dem bolivianischen Staat und der deutschen ACI Systems GmbH vorsah. Ziel des Joint-Venture ist die Industrialisierung von Lithium u.a. zum Bau von Batteriezellen. Hinter ACI stehen große deutsche Industrieunternehmen, darunter Volkswagen und Varta. Das BMWi erklärte am 6.11.2019, man nehme die Annullierung „mit Überraschung und Bedauern zur Kenntnis“. Nachvollziehbare Gründe für diese Entscheidung seien „der Bundesregierung bisher nicht bekannt“.
Darren Hillman / flickr / CC BY-ND 2.0

2019

Venezuelas energiepolitisches Erbe

von Christian Hübner

Die US-Sanktionen auf venezolanisches Öl sind ein Schlag mit großer Symbolkraft, der allein aber keinen Machtwechsel herbeiführen wird. Dafür müsste der militärische Führungszirkel überzeugt werden, der wiederum genauestens auf die Reaktion Chinas und Russlands schauen dürfte. Für China und Russland sind indes ihre Investitionen und ihr geopolitischer Einfluss von großer Bedeutung. Die angekündigte Übernahme von internationalen Verbindlichkeiten durch Juan Guaidó war deshalb ein wichtiger Schritt. Dessen ungeachtet, würde eine neue Regierung ein schweres energiepolitisches Erbe übernehmen, das kurzfristig kaum zum Wiederaufbau Venezuelas beitragen könnte.
© ProtoplasmaKid / Wikimedia / CC BY-SA 4.0

2018

Energie- und Klimapolitik in Lateinamerika nach 2018

von Christian Hübner

Das Wahljahr 2018 in Lateinamerika könnte vor allem mit Blick auf die kommenden Regierungen in Mexiko und Brasilien den Klimamultilateralismus schwächen.

2016

Trend zur Energiemarktöffnung in Lateinamerika

von Christian Hübner

Eine Chance für die deutsche Energiewende-Außenpolitik
Lateinamerika besitzt gute Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien, die sich durch die politische Öffnung der regionalen Energiemärkte weiter verbessern. Die Artikulation einer deutschen Energiewende-Außenpolitik sollte diese Entwicklung aufgreifen, indem sie sich über die wirtschaftspolitischen Integrationsverbünde in der Region auf die Schaffung gemeinsamer regulatorischer Rahmenbedingungen konzentriert.

2016

Staatskrise statt Endspurt

von Jan Woischnik, Alexandra Paulus

10 Faktoren entscheiden in den nächsten 100 Tagen, ob Olympia im Krisenland Brasilien zum Erfolg wird oder nicht
100 Tage vor der Eröffnungsfeier hat Brasilien die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele fast vergessen. Stattdessen befindet sich das Land in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise. Letztere ist längst nicht mehr nur auf die Amtsenthebung von Dilma Rousseff beschränkt, sondern stellt die Problemlösungsfähigkeit des brasilianischen Staats insgesamt in Frage. Ob Olympia trotzdem zum Erfolg wird, hängt im Wesentlichen von 10 Faktoren ab.

2016

Der Letzte macht das Licht aus

Dramatische Wasser- und Stromkrise in Venezuela
„In den ersten Wochen oder Mitte April könnte es einen Strom-Kollaps geben.“ Es sind harte Worte, die Luis Motta Domínguez, Venezuelas Energieminister, Mitte Februar vor dutzenden Bürgermeistern von sich gibt. Energie- und Wasserexperten warnen bereits seit Monaten vor dem nationalen Stromausfall.

2015

Der Klimagenerationenvertrag

von Christian Hübner

Ergebnisse der COP21 und Lateinamerika
Nach dem Gipfel von Rio de Janeiro 1992 hat es bis heute 23 Jahre gedauert, einen Vertrag zum Schutz des Klimas und damit der Sicherung der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu entwickeln, dem alle Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention zustimmten.

2015

NEWSLETTER N°2

Newsletter N°2 EKLA-KAS.
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Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.