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Begegnung zweier Staatsmänner -Adenauer, Caldera und 60 J internationale Zusammenarbeit in Venezuela

Die Erbauer der Demokratie.

Bundeskanzler Konrad Adenauer empfing am 2. Februar 1962 in seinem Haus in Rhöndorf den Christdemokraten und Präsidenten des venezolanischen Abgeordnetenhauses Rafael Caldera. Die Begegnung stellte einen wichtigen Impuls für die Aufnahme der internationalen Zusammenarbeit der noch jungen Bundesrepublik Deutschland dar. Im Rahmen der durch die Regierung Adenauer neu eingerichteten Zusammenarbeit wurde neben der Gründung des BMZ auch die Kooperation über politische Stiftungen vereinbart.Die ersten Maßnahmen des neu gegründeten Instituts für Internationale Solidarität der späteren Konrad-Adenauer-Stiftung fanden im Jahr 1962 in Venezuela und Chile statt.

Begegnung zweier Staatsmänner: Adenauer, Caldera und 60 Jahre internationale Zusammenarbeit in Venezuela

 

Bundeskanzler Konrad Adenauer empfing am 2. Februar 1962 in seinem Haus in Rhöndorf den Christdemokraten und Präsidenten des venezolanischen Abgeordnetenhauses Rafael Caldera. Die Begegnung stellte einen wichtigen Impuls für die Aufnahme der internationalen Zusammenarbeit der noch jungen Bundesrepublik Deutschland dar. Im Rahmen der durch die Regierung Adenauer neu eingerichteten Zusammenarbeit wurde neben der Gründung des BMZ auch die Kooperation über politische Stiftungen vereinbart.Die ersten Maßnahmen des neu gegründeten Instituts für Internationale Solidarität der späteren Konrad-Adenauer-Stiftung fanden im Jahr 1962 in Venezuela und Chile statt.

Die Tomás-Liscano-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung blickten am 19. Oktober 2022 auf 60 Jahre Aufnahme der Zusammenarbeit in Venezuela zurück. Stefan Duppel, Leiter der Deutschen Botschaft in Venezuela, hob in seinem Grußwort an die rund 200 Anwesenden die Bedeutung der Kooperation zwischen Deutschland und Venezuela und die Rolle der deutschen politischen Stiftungen für den Dialog, Demokratieförderung und Bildung hervor.

Dr. Gerhard Wahlers, stellvertretender Generalsekretär der KAS, blickte auf den historischen Kontext der Anfänge der Zusammenarbeit um das Jahr 1962 und die Rolle der christdemokratischen Bewegungen in Lateinamerika zurück. Heute gelte es, die Frage erneut zu stellen und zu beantworten, was christdemokratische und Mitte-Parteien zur Gestaltung der Politik beitragen können. Dr. Wahlers hob die Rolle des „Pioniers“ und ersten Direktors des Instituts für Internationale Solidarität, Prof. Peter Molt, hervor. Dr. Wahlers würdigte ferner die langjährige Leitung der internationalen Zusammenarbeit durch Dr. Josef Thesing.

Dr. Rafael Tomás Caldera ging in seinem Beitrag auf die Führungsqualitäten und menschlichen Züge der beiden Staatsmänner Adenauer und Caldera ein. Adenauers Einsatz für die europäische Einheit und sein Bewusstsein für ethisches politisches Handeln seien zwei kennzeichnende Aspekte. Laut Rafael Tomás Caldera besteht die Herausforderung für die internationale Zusammenarbeit heute wie damals darin, einen Beitrag zur Bildung einer neuen Generation zu leisten, die auf einem anspruchsvollen Niveau politisch aktiv sei und die Bevölkerung anspreche.

Im Anschluss an die beiden Hauptbeiträge gingen fünf Kommentatoren der Frage nach, was Adenauer und Caldera und heute sagen können. Den Anfang machte der akademische Vizerektor der Katholischen Universität Andrés Bello, Dr. José Francisco Juárez. Dr. Juárez zufolge gibt es heute viel von Adenauer und Caldera zu lernen, insbesondere für junge Menschen. Dr. Juárez betonte die Verantwortung der Bildungseinrichtungen für die Wiederherstellung des historischen Bewusstseins und für die Gestaltung einer Politik für eine verantwortungsvolle Gesellschaft.

Dr. Ramón Guillermo Aveledo, Vorsitzender des IEPFT, Dr. Paola Bautista de Alemán, Vorsitzender der Stiftung Roscio, Leonardo Álvarez, Direktor der Jugendorganisation Más Ciudadanos, und Saskya Mora, Leiterin von Joven Futuro, schlossen mit ihren Kommentaren zum Zusammenwirken der beiden Christdemokraten die Veranstaltung ab. 

Über diese Reihe

Prägnant, auf das Wesentliche reduziert, aber immer hochaktuell. In der Reihe "kurzum" fassen unsere Expertinnen und Experten eine Fragestellung oder Problematik auf maximal zwei Seiten zusammen.