Gründungsversammlung der CDU in Berlin. 1. Vorsitzender: Andreas Hermes

von Ralf Thomas Baus
Bereits seit dem 16. Juni 1945 hatten Beratungen des Gründerkreises über Charakter, Programm und Namen der neuen Partei stattgefunden.

Am 22. Juli 1945, einem Sonntag, trat die CDU in Berlin mit einer Kundgebung im Theater am Schiffbauerdamm an die Öffentlichkeit. Die Einladung enthielt den Hinweis: „Für die Unterbringung von Fahrrädern wird gesorgt!“ Andreas Hermes, erster Vorsitzender der CDU in Berlin und der sowjetisch besetzten Zone, hielt ein Grundsatzreferat, in dem er mit den Irrtümern der Vergangenheit abrechnete, neue Signale der Hoffnung für den Wiederaufbau setzte und sich zum deutschen Vaterland bekannte.

Der Ort der Versammlung fiel aus naheliegenden Gründen auf das Theater am Schiffbauerdamm: Die traditionsreiche Spielstätte hatte nur leichte Kriegsschäden erlitten,  sie war bekannt, zentral gelegen und repräsentativ. Nur wenige Tage zuvor hatten Andreas Hermes und weitere Vertreter der CDU nach einer Besprechung beim sowjetischen Stadtkommandanten, Generalmajor Alexander Barinow, und dem Vertreter des Kommissariats für Auswärtige Angelegenheiten, Wladimir Semjonow, die Erlaubnis zur Durchführung von Kundgebungen der neuen Partei erhalten. Allerdings sollten diese im sowjetischen Sektor Berlins stattfinden. Auch diese Voraussetzung war mit dem Theater am Schiffbauerdamm erfüllt. Möglich geworden war die Parteigründung, nachdem die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) bereits am 10. Juni 1945 in ihrem Befehl Nr. 2 die Bildung politischer Parteien und Gewerkschaften unter ihrer Kontrolle erlaubt hatte...

 

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