Ludwig-Erhard-Stiftung (LES)

Die LES wurde 1967 durch den früheren Bundeskanzler Ludwig Erhard in Bonn gegründet. Sie ist von Parteien und Verbänden unabhängig und hat die Aufgabe, freiheitliche Grundsätze in Politik und Wirtschaft durch staatsbürgerliche Erziehungs- und Bildungsarbeit sowie durch wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Ordnungspolitik zu fördern. Die wissenschaftliche Arbeit der LES dient der Fortentwicklung und Stärkung der freiheitlichen Wirtschaftsordnung. Publikationen, Vorträge und Symposien sollen in der Öffentlichkeit Verständnis für die Soziale Marktwirtschaft wecken. Die Stiftung gibt die Vierteljahreszeitschrift „Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik“ (seit 1979), das Jugendmagazin „Im Klartext“ sowie Schriftenreihen heraus und unterhält ein Dokumentationszentrum über Ludwig Erhard, sein Leben und Wirken, das der zeitgeschichtlichen Forschung wichtige Quellen vermittelt. Die LES vergibt Preise für Wirtschaftspublizistik sowie für Verdienste um die Soziale Marktwirtschaft. Zu gegebenen Anlässen nimmt sie zu grundsätzlichen Fragen der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung Stellung. Die Arbeit der LES erstreckt sich auch auf Fragen der Internationalen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wie etwa die Probleme des Systemwechsels in Staaten des früheren Ostblocks. Besondere Schwerpunkte ihrer Tätigkeit bilden gegenwärtig der wirtschaftliche und soziale Aufbau in den neuen Ländern, die Wirtschaftsordnung der Europäischen Gemeinschaft und der Entwicklungsländer.

Horst Friedrich Wünsche