Union in Deutschland

2012

Bürgerverantwortung und Partizipation

Was hat das Vertrauen der Bürger in die demokratischen Institutionen erschüttert und wie ist weiteren Zerwürfnissen zu begegnen? Welches Verständnis von politischer Teilhabe und Verantwortung trägt noch in der Bundesrepublik, muss neu errungen werden und wo liegen die Frustrationsgefahren? So fragen die Autoren der Maiausgabe der Politischen Meinung, um Antworten aus parlamentarischer, juristischer, praktisch-mediativer, historischer und parteipolitischer Perspektive zu entwickeln. Dabei wird auch die Rolle des Internet kritisch bewertet. Die Rubrik "Europäische Krise und deutsche Fragen" lässt den Vorsitzenden der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, in einem ausführlichen Interview zu Wort kommen. Ihm folgen eine ebenso unterhaltsame wie aufschlussreiche Schilderung des Verhältnisses von Politischer Kommunikation und Medien seit Konrad Adenauer und eine scharfe Analyse der religionspolitischen Ziele der Piratenpartei. Der 80. Geburtstag Gabriele Wohmanns steht bevor: Ihrem Werk und ihrer Person widmet sich das Portrait einer Schriftstellerin, für die sowohl das Schreiben als auch das Nicht-Schreiben "eine Krankheit" ist.Weitere Beiträge dieser Ausgabe sind ab 4. Mai 2012 online verfügbar.

Afrika: Umbrüche und Aufbrüche

Nach dem „Arabischen Frühling“: Politischer Islam auf dem Vormarsch? | Neue Regierung oder neues System? Der marokkanische Sonderweg | Die Karte Afrikas nach der Unabhängigkeit des Südsudan | Indien in Afrika – Ausbau von Energiebeziehungen und Aufbau einer strategischen Partnerschaft | USA und Pakistan: Eine wechselvolle Partnerschaft | Finnlands neuer Präsident | Renationalisierung Europas? Rechtspopulistische Parteien erstarken, finden aber nicht zusammen

2012

Ursachen von Gewalt und Wege zur Prävention

Zu diesem Thema kommen in der April-Ausgabe der Zeitschrift „Die politische Meinung“ Soziologen, Kriminalpsychologen, Juristen und Journalisten zu Wort. Sie ringen um Antworten auf die Fragen, was insbesondere junge Männer in verschiedenen – auch muslimischen – Milieus zu Gewalttaten motiviert, ob die gesetzlichen Grundlagen zur Bekämpfung ausreichen und inwiefern ein verstehender Ansatz Erfolg verspricht. Der bekannte Jugendrichter Andreas Müller stellt sich in einem Interview den Fragen der Politischen Meinung. Außerdem wird das Phänomen des Amoklaufs anhand des jüngsten Buches von Ines Geipel analysiert. Ein Kommentar zu den Gewalttaten von Toulouse ergänzt den Schwerpunkt um seine aktuelle Dimension.Die Rubrik „Kirche und Sozialethik“ geht auf die Situation der Völker Afrikas sowie auf ethisch vertretbare Lösungsansätze der europäischen Krise ein. Weitere Beiträge rühren an die Grundlagen kirchlichen Selbstverständnisses, das eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Moderne noch nicht integriert zu haben scheint.

Auslandsinformationen 3/2012

Tunesien und die erste islamistisch geführte Regierung in Nordafrika | Israel als jüdischer und demokratischer Staat: Eine alte Frage wird zur neuen Herausforderung | Peru und Chile – Führt der Weg zu gutnachbarschaftlichen Beziehungen über Den Haag? | Knirschende Konkordanz: Parlaments- und Regierungswahlen in der Schweiz | Chinas Nahrung: Immer mehr vom immer Schlechteren? | Das Kaukasus-Emirat: Entstehungsgeschichte, ideologische Ausrichtung und Gefahrenlage | Ungarn: Einstiger Musterknabe unter verschärfter Beobachtung

2012

Ein Jahr Arabellion

Seit über einem Jahr bringt das Aufbegehren im arabischen Raum Veränderungen großen Ausmaßes, aber auch Rückschläge und Blutvergießen mit sich. Die Politische Meinung versucht eine vorläufige Bilanz zu ziehen und blickt zur Einschätzung der außenpolitisch-internationalen Bedeutung der Ereignisse insbesondere auf Israel und auf den Iran. Genaue Analysen der Entwicklungen in Tunesien und Ägypten zeigen exemplarisch die Ambivalenz eines Demokratisierungsprozesses, in dem ein religiös geprägter Volkswille um seine konkrete Auslegung ringt.„Parteienlandschaft in Deutschland“ beleuchtet die programmatische Befindlichkeit der Linken und die Auswirkungen auf ihre taktischen Optionen und beschreibt das Verhältnis der SPD zu den Grünen, in dem sie sich selbst unter einen kaum überwindbaren Zugzwang gesetzt hat.Der „Blick ins Ausland“ geht nach Frankreich und Griechenland und lässt die besondere Rolle des Deutschlandsbildes der Franzosen erkennen, das bei der Präsidentschaftswahl im April eine nicht unerhebliche Wirkung zu entfalten verspricht. Die folgende historisch genaue Herleitung des heutigen Klientelismus in Hellas und eine schonungslose Schilderung seines Ausmaßes wirft ein scharfes Licht hinter die Kulissen der gegenwärtigen Rettungsbemühungen seiner Staatsfinanzen.Die „Lebensbilder“ widmen sich im März Karl Dietrich Bracher und Wladyslaw Bartoszewski anlässlich des jeweils neunzigsten Geburtstages.

Auslandsinformationen 2/2012

Senegal – Ein Völkermosaik. Historische und aktuelle Grundlagen eines afrikanischen Integrationslandes | Die palästinensische Diaspora. Auslandspalästinenser und ihr Einfluss auf den Nahostkonflikt | Exil für Lukaschenka? Wie demokratische Akteure aus Weißrussland in die Emigration gedrängt werden | Wahlen in Warschau, Verhandlungen in Brüssel – Die polnischen Parlamentswahlen und die EU-Ratspräsidentschaft | Papua: Herausforderungen für die staatliche Integrität Indonesiens | Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo. Zur politischen Situation nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen

Auslandsinformationen 1/2012

Stimmungsbarometer für die Parteien der „Nationalen Einheit“ und Präsident Santos - Ergebnisse der Regional- und Kommunalwahlen in Kolumbien | Argentinien nach den Wahlen: Präsidentin Kirchner geht gestärkt in die zweite Amtszeit | Daniel Ortegas dritte Amtszeit: Umstrittene Wiederwahl des Präsidenten Nicaraguas | Die Pfingstbewegung in Brasilien: Kirchen, Unternehmen und Parteien | Kampf gegen Piraterie am Horn von Afrika | Demographie in der Krise: Russlands Migrationsdebatte

2012

Der europäischen Krise trotzen

Die Finanzkrise hat die Europäische Union in Zugzwang gebracht: Will sie bestehen, ist eine massive Beschleunigung der politischen Einheit unumgänglich. Diese Situation wirft die grundsätzlichen Fragen nach Wegen und Zielen der Vereinigung in neuer Schärfe auf. Ihnen stellen sich prominente Autoren in der Januar/Februarausgabe der Politischen Meinung, die europa- und parteipolitische, finanz- und wirtschaftspolitische sowie globale Aspekte miteinander in Beziehung setzten. Mittelbar wird die friedenssichernde Bedeutung der Europa-Debatte durch einen Nachruf auf Vaclav Havel, ein Resümee der Ausstellung „Tür an Tür“ zu 1000 Jahren deutsch-polnischer Beziehungen sowie durch eine Reflexion auf Europa als eines Heimatbegriffes deutlich. Eine Sammelrezension aktueller Publikationen zu Friedrich dem Großen anlässlich des Jubiläumsjahres 2012 ist zugleich ein historischer Fingerzeig auf die kaum zu überschätzende Dimension der Europafrage, die sich zu Friedrichs Zeiten unter noch gänzlich anderen Vorzeichen stellte. In weiteren Rubriken blickt die erste Ausgabe des Jahres 2012 unter anderem auf die aktuelle Problematik des Extremismus, insbesondere des Rechtsextremismus, auf das veränderte Verständnis der Schutzverantwortung der Vereinten Nationen, das im Hintergrund der Intervention in Libyen eine entscheidende Rolle spielte, sowie auf den amerikanischen Wahlkampf und nicht zuletzt auf die Konservatismusdebatte in Deutschland, die hier eine entscheidende, theoretisch neu fundierte Erweiterung erfährt.

Auslandsinformationen 2011 (Jahresregister)

2011

Zukunft der Demokratie

Die Frage nach einer vitalen Zukunft demokratischer Staatsformen stellt sich nicht allein im arabischen Raum und in Russland, deren Umbrüche in Einzelbeiträgen erläutert werden, sie stellt sich anders aber nicht weniger brisant auch in Deutschland.: Wie verhalten sich Wahrheitsansprüche und Toleranz im Parlamentarismus zueinander? Wie wichtig sind die geistigen Grundlagen der Demokratie – namentlich christliche Gegenentwürfe zum Totalitarismus einerseits und Partizipationsbegehren andererseits? Inwiefern sind politische Führung als solche und demokratische Ansprüche ein Paradox? Und: Wie reagieren Europas Parteien auf die Herausforderungen des Populismus? Mit diesen und ähnlichen Aspekten beschäftigt sich die Dezemberausgabe der Politischen Meinung.Sie wird ergänzt durch die Rubrik „Religion und Werte“, die neben grundsätzlichen Erwägungen zum religiösen Wertefundament politischen Handelns auch einen Rückblick auf den Besuch des Papstes Benedikt XVI. und seine Konsequenzen wagt.Unter „Literatur“ schließt die letzte Ausgabe des Jahres 2011 mit einer unkonventionellen Weihnachtsgeschichte und einer Einführung in Hartmut Langes Werk „Im Museum“.