Union in Deutschland

Auslandsinformationen 12/2011

Globalisierung von unten – Die aufstrebenden Mittelschichten in Schwellenländern | Die Mittelschicht in Chile – Merkmale und Entwicklungen 1990-2011 | Die indische Mittelschicht: Aufstrebende Kulturen in Politik und Wirtschaft | Die Mittelschicht in China – Triebkraft eines demokratischen Wandels oder Garant des Status Quo? | Deutschland und Japan – Führende Zivilmächte oder geführte Mittelmächte? | Umbruch im Jemen – Hintergründe und Perspektiven einer Rebellion mit ungewissem Ausgang

Auslandsinformationen 11/2011

Richtig verbunden? Das Handy und die Demokratisierung in Subsahara-Afrika | „Medialer Kollateralschaden“ – Was die „News of the World Affäre“ für die Pressefreiheit in Asien bedeutet | Pressefreiheit in Mexiko. Politik und organisiertes Verbrechen gefährden die unabhängige Berichterstattung | Frei, aber nicht unabhängig. Zur Rolle der Medien in Südosteuropa | Ein Zukunftsmodell für multiethnisches Zusammenleben? Bilanz nach zehn Jahren Ohrid-Rahmenabkommen in Mazedonien | Kein Altruismus: Die chinesische Präsenz im westafrikanischen Senegal | Der Staat in der „Dritten Welt“ – Eine schwierige Kategorie

2011

Sprache und Politik

Das Verhältnis von Sprache und Politik sucht die Novemberausgabe der Politischen Meinung unter den Bedingungen einer sich rasant verändernden Medienlandschaft zu bestimmen. Sie greift damit ein zentrales Forschungsthema ihres Chefredakteurs Wolfgang Bergsdorf auf, der am 7. November 2011 seinen siebzigsten Geburtstag feierte. Unter der Schriftleitung der anderen Redaktionsmitglieder werden zu seinen Ehren die vielfältigen Facetten politischer und gesellschaftlicher Kommunikationsprozesse und ihrer sprachlichen Dynamik beleuchtet: politikwissenschaftliche, sprachwissenschaftliche, europa- und außenpolitische, journalistische, medienkritische, literarische, philologische, theologische, religionswissenschaftlich-historische und philosophische Perspektiven ergänzen einander. In dieser Ausgabe sind die Rubriken als Unterkapitel des umfassenden Schwerpunktes gefasst: „Politische Kommunikation“ und „Sprachkultur und Medien“ werden von „Sprachimpulse und Religionen“ und „Wirkmacht der Literatur“ gefolgt. Durch die Fokussierung der vielfältigen Ansätze auf die Sprache wird deutlich, dass eine hohe Aufmerksamkeit auf die Modalitäten sprachlicher Verständigung ein überaus hilfreicher Kompass für politisches Handeln ist.

2011

Schlüsselfrage Bildung

Ein modernes und leistungsfähiges Bildungssystem, das den Fähigkeiten des Einzelnen gerecht wird, ist ein Schlüssel ebenso für die individuellen Lebenschancen wie für eine zukunftstaugliche Gestaltung der Gesellschaft. Die Oktoberausgabe der Politischen Meinung diskutiert daher unter dem Titel "Schlüsselfrage Bildung" die bildungspolitischen Umbrüche und Herausforderungen der Gegenwart vor dem Hintergrund einer politischen Anthropologie, die eine ganzheitliche Förderung und Erziehung begründet. Die christdemokratische Auffassung zielt dabei auf innere Freiheit, verantwortungsbewußte Persönlichkeit und individuelle Leistung. Die Autoren des Schwerpunktes äußern sich neben diesen wieder aktuell gewordenen Grundsatzfragen auch zur Entwicklung der deutschen Hochschullandschaft und zur zweifelhaften Wissenschaftspolitik Russlands. Unter der Rubrik "Parteien und Positionen" wird die Situation der SPD und der Grünen ebenso aufgegriffen wie die Notwendigkeit einer vielfältigeren Mitgliederwerbung und Betreuung in der Union. Ein Blick auf das Abstimmungsverhalten aller im Bundestag vertretenen Parteien bei Fragen des Lebensschutzes verdeutlicht Profil christdemokratischer Grundsatzpositionen."Zukunftsfragen" stellen sich in drängender Weise für die Außenpolitik, die sich immer stärker mit dem Faktor Rohstoff auseinandersetzten muß, aber auch für eine kreative sprachliche Vermittlung steuerpolitischer Zwänge. Die "Krise der Beneluxstaaten" blickt auf Belgien und die Niederlande mit ihrer jeweils sehr spezifischen Problematik.

Auslandsinformationen 9/10/2011

Die Stadt neu erfinden? Binnenmigration und Urbanisierung in der Volksrepublik China | Indigene Binnenmigration in Bolivien. Ursachen und aktuelle Herausforderungen | Republik Moldau im Fokus: Migration mit ihren Risiken und Chancen für die Europäische Union | Transnistrien und die künftige Sicherheitsarchitektur in Europa | Die East African Community. Regionale Integration in Ostafrika zwischen Anspruch und Wirklichkeit

2011

Einheit der Christen

Papst Benedikt XVI. wird sich beim Besuch seines Heimatlandes im September 2011 ganz besonders dem Thema der Ökumene zuwenden. Im Hinblick auf das in 2017 bevorstehende Gedenken an 500 Jahre Reformation scheint dieser Schwerpunkt seiner Deutschlandreise ein wahrhaftes Streben nach christlicher Wiedervereinigung zu dokumentieren. In der Septemberausgabe der Politischen Meinung beschreiben und kommentieren Geistliche und Theologen verschiedener christlicher Konfessionen Bedeutung und Stand einer Bewegung hin zur Einheit der Christen. Dass die Suche nach Einheit weniger den Verlust des jeweils eigenen Profils bedeuten muss, sondern eine vielmehr eine Vertiefung des gemeinsamen Glaubens ist eine der hier vertretenen Positionen. Die konfessionsübergreifende Gemeinschaft wird zudem politisch fokussiert: Das gemeinsame Handeln in Gesellschaft und Politik gegen Totalitarismen und Abwertungen menschlichen Lebens an seinem Beginn und an seinem Ende hat seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts die gestaltende Kraft des Christentum auch nach der Trennung von Staat und Kirche deutlich gemacht. Thesen zu einer gestörten Kommunikation zwischen Kirche und Politik regen zu einer Kontroverse über die Frage an, auf welchem Wege sich die christliche Stimme wieder stärker im politischen Diskurs Gehör verschaffen kann. Unter der Rubrik „Energiedebatte“ stellt der Bundesumweltminister engagiert und differenziert die von ihm forcierte Energiewende als nationales Gemeinschaftsprojekt dar, das Jahrzehnte umweltpolitischer Spaltung innerhalb der deutschen Gesellschaft zu überwinden vermag. Eine kritische Analyse der zu erwartenden Kosten eines Umstieges auf regenerative Energien eröffnet eine faktengesättigte Debatte. „Zeitenwandel“ geht auf die außenpolitische Umorientierung der jungen Generation nach 9/11 ein und auf die Kontexte der Geschichte des deutschen Katholizismus in Oberschlesien. Das Editorial wertet den Anschlag von Oslo – kurz vor dem 10. Jahrestag von 9/11 – als eine neuartige Verknüpfung von Terrorakt und Amoklauf unter pseudoreligiösen Vorzeichen.

Auslandsinformationen 8/2011

Die somalischen Shabaab-Milizen und ihre jihadistischen Netzwerke im Westen | Die Drogenindustrie in Peru - Vom „heiligen Blättchen“ zum politischen Fluch | Wahlen in der Türkei – Erneuter Triumph für die AKP | Ein Staat Palästina in den Vereinten Nationen? - Voraussetzungen, Positionen und Erwartungen vor der VN-Generalversammlung | Ein Nordkorea nach Kim Jong Il - Politische und gesellschaftliche Perspektiven vor dem erwarteten Machtwechsel

2011

Die Mauer gegen das Volk

„Die Mauer gegen das Volk“ ist der Schwerpunkt der Sommerausgabe der Politischen Meinung anlässlich des 50. Jahrestages der Zementierung der innerdeutschen Grenze in Berlin. Historische, deutschland- und geschichtspolitische Essays erinnern an den internationalen und nationalen Kontext der monströsen Grenzbefestigung, mit der die ostdeutsche Bevölkerung eingemauert und von ihren westdeutschen Landsleuten getrennt wurde. Eine Verharmlosung dieser diktatorischen Maßnahme griff bald um sich, deren mentale, utopistische Auswirkungen bis heute wirksam sind, wie weitere Beiträge belegen.Die heutige künstlerische Gestaltung von Teilen der ehemals innerdeutschen Grenze und eine west-östliche Wanderaktion junger Deutscher werden in Betrachtung und Erlebnisbericht zum Beleg dafür, dass die traumatische Geschichte sich in der Dynamik der Freiheit auflöste und zu einer Hoffnungsperspektive führte.Die Rubrik „Literatur, Erinnerung und Esskultur“ setzt einen zweiten Schwerpunkt in der Sommerausgabe und streift beginnend mit der Bedeutung von Erinnerung und Heimat in der Literatur durch die Vorstellung des diesjährigen Literaturpreisträges der Konrad-Adenauer-Stiftung Arno Geiger bis hin zur vergnüglichen Verbindung von literarischem Schaffen und leiblichem Wohl.Unter der Rubrik „Migranten in Deutschland“ stehen sich ein Plädoyer für Inklusion und eine Aufforderung zur Assimilation statt Integration kontrovers gegenüber und regen Klärung in einer bisweilen diffusen Debatte an.„Weichenstellungen in die Zukunft“ führt unter anderem das Fortschrittsthema der Juninummer weiter und setzt sich kritisch mit dem Begriff der Elite auseinander.Die „Lebensbilder“ blicken auf Joseph von Görres und Hans Tietmeyer und werden gefolgt von der nochmals aufgegriffenen Debatte um die Präimplantationsdiagnostik, die seit der Maiausgabe in der Politischen Meinung unter der Rubrik „Leserbriefe“ kontrovers geführt wird.

Auslandsinformationen 7/2011

Finnlands PISA-Erfolge: Mythos und Übertragbarkeit | „Darum geht zu allen Völkern“ - Die Bedeutung christlicher Missionsschulen für Elitenbildung in Afrika | Gleiche Bildung für alle? Die südafrikanische Schulbildung 17 Jahre nach dem Ende der Apartheid | Auf dem Weg zum Zweiparteiensystem? Ergebnisse und Folgen der Kommunalwahlen in Südafrika | Somaliland – Argumentieren auf dünnem Eis | Kuba nach dem VI. Parteitag: Wie weit tragen die Reformen?

2011

Ist der Fortschritt noch zu retten?

Wachstum und technologischer Fortschritt stehen in der Kritik. Die Politische Meinung diskutiert die neue Wachstumsskepsis im Schwerpunkt ihrer Juniausgabe „Ist der Fortschritt noch zu retten?“Spätestens seit der Katastrophe von Fukushima und der in Deutschland eingeleiteten Energiewende sind alte Gewissheiten ins Rutschen geraten. Doch was davon ist Hysterie, politischem Kurzschluss oder wohlbegründeten Notwendigkeiten geschuldet? Eine differenzierte Betrachtung zeigt: Die beschleunigte Energiewende ist kein Zeichen politischer Defensive, sondern eine energiepolitische Neujustierung von Maß und Mitte, die sich eng an christdemokratischen Wertvorstellungen und am Naturschutz als einer Leitlinie des Fortschritts orientiert. Die Beiträge nähern sich dem Thema aus energiepolitischer, philosophischer, demoskopischer, gesellschafts- und europapolitischer Sicht und stellen sich einer offenen Debatte über Maßstäbe für Lebensqualität. Eine solche Auseinandersetzung kann die Orientierungslosigkeit im Prozess der Modernisierung überwinden helfen.Die Rubrik "Politische Perspektiven" blickt auf die Situation der Österreichischen Volkspartei, den Petersburger Dialog und die Europäisch-Russischen Beziehungen sowie auf die Bedeutung von Vertrauen in der Politischen Kommunikation.Personen im Porträt stellt Hans Maier anlässlich seines 80. Geburtstages vor. Ein Nachruf würdigt Leben und Wirken des Bildhauers Günther Oellers. Anmerkungen zu der deutsch-britischen „Beziehung“ in der Familiengeschichte der Moltkes skizzieren eine der interessantesten deutschen Familien.Ein ausführlicher Leserbrief setzt sich mit der Rubrik zur Präimplantationsdiagnostik der Maiausgabe der Politischen Meinung auseinander. Diese Debatte wird mit einer Replik unseres Autoren im Juli/August weitergeführt werden.