Union in Deutschland

2008

Herausforderung internationaler Terrorismus

Die Juniausgabe der Politischen Meinung präsentiert die Ergebnisse der Tagung ihres Wissenschaftlichen Beirates zu den Auswirkungen des internationalen Terrorismus für die Demokratie in Deutschland. Experten aus Rechts- und Politikwissenschaft, Philosophie und Journalismus analysieren Aspekte wie die religiöse Fundierung des Terrorismus (Günther Nonnenmacher), Dimensionen der Bedrohung (Hans-Peter Schwarz), die Positionierung des Bundesverfassungsgericht hinsichtlich neuer Sicherheitsgesetze (Otto Depenheuer, Klaus Stern, Hermann Lübbe) sowie die notwendige Anpassung des Staatsschutzapparates auf die Asymmetrie der Bedrohung (Eckart Werthebach).Die Rubrik „Soziale Marktwirtschaft und Globalisierung“ greift die Rolle des Staates im Verhältnis zur Gesellschaft auf (Günther H. Oettinger), beschreibt den Balanceakt kommunaler Wohnungspolitik als Teil der Sozialen Marktwirtschaft (Martin Reuber/Mechthild Scholl) und reflektiert die Personalitätsidee der Menschenrechte angesichts der weltweit wachsenden Vernetzungen (Elmar Nass).Die achte Auslandsreise des Papstes (Matthias Kopp), die Verleihung des Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung an Ralf Rothmann (Oliver Ruf) und eine kurze Erzählung über die Liebe (Gabriele Wohmann) berücksichtigt die Rubrik „Literatur und Kultur“.

Auslandsinformationen 4/2008

Mexiko: Reformer und Betonköpfe | Guatemala: Die Hoffnung stirbt zuletzt | Eskalation und Spontanverbrüderung in den Anden. Die Region im Dilemma zwischen antiterroristischem Kampf und caudillistischen Konfrontationen | Der „Friedensstifter" aus Venezuela. Innenpolitische Motive für aussenpolitische Eskalation | Brasiliens Boom

2008

Soziale Marktwirtschaft und Globalisierung

Die Prägekraft der Sozialen Marktwirtschaft unter dem Einfluss einer globalisierten Welt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist Gegenstand der Politischen Meinung im Mai: Hintergründe der Akzeptanzkrise beleuchtet Peter Müller, das theoretische Konzept in der politischen Praxis kommentiert Matthias Schäfer und mit unberechtigter Kritik befasst sich Norbert Walter. Die Entscheidungsräume von Unternehmern und den global wachsenden Handlungsdruck sowie die Notwendigkeit supranationaler Vereinbarungen analysieren Jürgen R. Thumann, Michael Hüther und Jörg Althammer. Mit dem Vorwurf der Abkoppelung ärmerer Länder von der Wohlstandsentwicklung räumt Norbert Berthold in seinem Beitrag auf. Und Ulrich van Suntum sieht in den Entwicklungen der Gegenwart einen Abschied von den Erfolgsprinzipien der Vergangenheit. Hans Reckers schließlich analysiert die Rollen von Bankenaufsicht und Ratingagenturen.Den 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels würdigen in einer eigenen Rubrik Michael Wolffsohn, Johannes Gerster und Manuel Gogos.Die Rubrik „Politik und Geschichte“ nimmt die Koalitionskrise in Österreich (Herbert Vytiska), die Studentenrebellion von 1968 (Wolfgang Bergsdorf), die Einstellung der Deutschen zu ihrer Vergangenheit in der unmittelbaren Nachkriegszeit (Martin Rothland) sowie der Verquickung von Recht, Macht und Medien in Deutschland (Gerd Roellecke) in den Blick.Gernot Facius gratuliert Hanna-Renate Laurien zum 80. Geburtstag, und Antworten auf die Frage nach der Parteimitgliedschaft Ludwig Erhards gibt Günter Buchstab in seinem Beitrag.

Auslandsinformationen 3/2008

Zur Situation der Medien in Bulgarien / Kenia: Auf der Suche nach einem Wahlsieger / Deutsche Erfahrungen in der Nahost-Mittelmeer-Region verstärkt für die europäische Außen- und Sicherheitspolitik nutzen / Das Rote-Khmer-Tribunal – Kambodscha im Schatten der Geschichte / Ein Überblick über die Entwicklung Vietnams in den letzten Jahren

2008

Religionsfreiheit in Europa

Im April befasst sich die Politische Meinung mit der Errungenschaft eines der ersten bürgerlichen Freiheitsrechte: „Religionsfreiheit in Europa“, die den besonderen europäischen Weg charakterisiert. Bernhard Vogel fragt in seinem Beitrag „Europäische Union und religiöser Pluralismus“, wie christlich Europa heute ist. Das Verhältnis von Kirche und Staat, von Religion und Politik untersuchen Peter Graf von Kielmansegg und Ulrich Sarcinelli und die christlichen Wurzeln Europas beschreibt Josef Isensee. Die Grundlagen für die Entwicklung eines freiheitlichen Islam im Rahmen der Rechtsordnung analysiert Mathias Rohe und die Sicht der Kreationisten auf die Evolutionstheorie problematisiert Norbert Arnold. Mit dem Beitrag „Glauben und Demografie“ weist Michael Blume schließlich Zusammenhänge auf zwischen Religion und Geburtenrate.In der Rubrik „Politik aktuell“ argumentiert Ilse Aigner in Sachen Stammzellforschung für die Verschiebung des Stichtages. Harald Bergsdorf appelliert an alle gemäßigten Kräfte, die Partei der „Linken“ nicht walten zu lassen, sondern sie zurückzudrängen. Eine weitere Rubrik „Wirtschaft weltweit“ befasst sich mit der Handlungsfähigkeit der WTO gegenüber bilateralen Handelabkommen (Christina Langhorst) und mit Strategien für die EU, um geschlossen gemeinsame Ziele zu definieren und im immer schärfer werdenden Wettbewerb mithalten zu können. Unter „Persönlichkeiten im Porträt“ werden vorgestellt: Odo Marquard, einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart (Jens Hacke) und Oskar Schindler, der 1944 die Rettung von mehr als Tausend jüdischer Mitbürger ermöglichte (Werner Schneider).

Auslandsinformationen 2/2008

Dimitri Medwedjew – Präsident auf Abruf oder ebenbürtiger Nachfolger Putins? / Russland - ein zuverlässiger Energiepartner Europas? / Zwischen Überfluss und Engpässen: Brasiliens Energiesektor in Bewegung / Wende in Pakistan? / Wirtschaftsmacht in der Diaspora?

2008

Demokratie in Deutschland

Mit Grundlagen und Herausforderungen der Demokratie in Deutschland befasst sich die Politische Meinung im März. Die Beiträge beleuchten notwendige Maßnahmen zur Sicherung von Grundwerten und Freiheitsrechten angesichts neuer Bedrohungen von außen, wie etwa durch den internationalen Terrorismus (Wolfgang Schäuble, Otto Depenheuer). Aber auch Maßnahmen zur Wahrung demokratischen Bewusstseins von innen sind gefordert angesichts der zunehmenden Vereinfachung hochkomplexer politischer Prozesse in der Darstellung durch das Fernsehen (Wolfgang Bergsdorf). Der Wertevoraussetzungen von Demokratie gilt es sich ständig neu zu vergewissern (Hermann Schäfer). Wesentlichen Anteil an der Grundlegung demokratischer Fundamente hatte die Politik Konrad Adenauers in den Jahren von Nachkriegszeit und Kaltem Krieg (Manfred Funke). Demokratie als eine Weltanschauung ist mehr als eine parlamentarische Regierungsform, und auch die Soziale Marktwirtschaft geht über ihre Bedeutung als Wirtschaftssystem hinaus: Sie ist ein Gesellschaftsmodell und Politik in ihrem Sinne ist Ordnungspolitik (Stefan Deges).Weitere Beiträge befassen sich mit dem Schutz der Menschenwürde im Rahmen der Stammzelldebatte (Stephan Eisel), mit der Lebenssituation von Eltern (Christine Henry-Huthmacher, Ergebnisse einer Sinus-Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung) und mit der Debatte um den Mindestlohn (Bernd Löhmann/Matthias Schäfer).Die Rubrik „Literatur, Sprache, Kultur“ beleuchtet „Die Philosophie des Festes“ (Josef Isensee), den Bedeutungsverlust der deutschen Sprache (Josef Kraus/Ralph Mocikat) und das Werk des amerikanischen Schriftstellers Philip Roth.

2008

Politik von und für Frauen

"Politik von und für Frauen" - so lautet der Schwerpunkt der Februarausgabe der Politischen Meinung. Viele unterschiedliche Aspekte werden beleuchtet: Ursula von der Leyen begrüßt die Erfolge der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, doch sie mahnt gleichzeitig an, dass es noch viel zu tun gibt. Annette Schavan geht es sowohl um die Förderung weiblicher Exzellenz in der Wissenschaft als auch um gezielte Förderung beider Geschlechter. Das Mentoring-Programm für Nachwuchspolitikerinnen wird von Christine Haderthauer vorgestellt. Maria Böhmer berichtet in ihrem Essay „Mut zur Macht in Frauenhand“ von 60 Jahren Arbeit der Frauen Union der CDU, während sich Norbert Häring mit dem Ehegattensplitting auseinandersetzt. Gender-Theorien werden von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz kritisch beleuchtet. Detlef Grieswelle widmet sich der Lohnschere zwischen Frauen und Männern und gibt Ansätze zur gerechten Bewertung der Arbeit von Frauen, während Heike Schmidt die frauenpolitischen Leitlinien der SED als Forcierung parteipolitischer Zielvorstellungen schildert.Drei Frauen werden im Porträt vorgestellt: Helmut Herles betrachtet das Leben der heiligen Elisabeth von Thüringen, Christoph Werth widmet sich bewundernd Hannah Arendts Denken ohne Geländer und Renata Schumann und Andreas Laska führen ein Interview zu Hedwig von Schlesien. In der Rubrik „Gesellschaft gestalten“ vergleicht Georg Paul Hefty die Grundsatzprogramme von CDU und SPD und Siegfried Buschschlüter berichtet von seinen Erfahrungen als Hörfunkkorrespondent in Amerika. Außerdem beschäftigt sich Karlfriedrich Herb in seinem Essay über Machtfragen mit den Philosophen Machiavelli, Hobbes, Arendt und Foucault und ihren unterschiedlichen Meinungen zu Macht und Recht.

Auslandsinformationen 1/2008

Lustration: die Auseinandersetzung mit den Folgen des kommunistischen Regimes in Bulgarien / Theorie und Praxis der Demokratieklausel in den Beziehungen der EU mit Drittstaaten: das Beispiel Mexiko / Chancen und Risiken der Budgethilfe: das Beispiel Mosambik / Erdgas als Waffe der Außenpolitik: Die türkisch-iranische Erdgaskrise im Januar 2007 / Wahlen in Thailand: Machtkampf zwischen Thaksin und dem Militär / Bücher aus Russland: Russlands Außenpolitik

2008

Deutschlands innere Einheit

Die Januarausgabe der Politischen Meinung setzt sich in ihrem Themenschwerpunkt mit dem Stand der inneren Einheit Deutschlands auseinander. Reinhard Grindel befasst sich mit dem Vorschlag, die Bestände der Birthler-Behörde in das Bundesarchiv zu überführen. Richard Schröder stellt anhand von plausiblen Maßstäben die Irrtümer richtig, die die Debatte über die deutsche Wiedervereinigung prägen. Die Ergebnisse einer Schülerbefragung des SED-Forschungsverbundes der Freien Universität Berlin sind überraschend: so hält jeder dritte Ostberliner Schüler hält Konrad Adenauer für einen DDR-Politiker (Klaus Schroeder). Ronny Heine stellt in seinem Beitrag die Mentalitätsunterschiede in Ost und West vor, während Gunnar Hinck sich mit den ostdeutschen Eliten befasst. Christian Bergmann widmet sich der Verleihung des nach Reiner Kunze benannten Literaturpreises an Utz Rachowski.In der Rubrik „Politik aktuell“ setzt sich Harald Bergsdorf mit der Linkspartei auseinander, die nach wie vor kommunistische Diktatoren hofiert und sich bis heute nicht von der SED emanzipiert. Aschot Manutscharjan behandelt die Rüstungsdebatten in Russland über die US-Raketenabwehrpläne und ihre unterschiedliche Wahrnehmung als gezielte Provokation oder als Schutz vor Bedrohung.Jörg-Dieter Gauger und Günther Rüther stellen in der Rubrik „Hochschule und Geisteswissenschaften“ die Unverzichtbarkeit der Geisteswissenschaften als gesamtgesellschaftliche Ressource heraus. Mit dem Begriff „Exzellenz“ und seiner Inflation beschäftigt sich Helmut Berschin in einer Sprachglosse.Weitere Beiträge befassen sich in der Rubrik „Kunst, Kultur, Geschichte“ unter anderem mit der Kunstinsel Hombroich, die von dem verstorbenen Kunstliebhaber Karl-Heinrich Müllr gegründet wurde (Axel Hecht). Dem 100. Todestag von Wilhelm Busch widmet sich Wolf Scheller in einem Essay.