Union in Deutschland

Der Kampf um die Demokratie

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, wie uns ein Blick über den eigenen Tellerrand verdeutlicht. Demokratie muss – frei nach Konrad Adenauer – jeden Tag aufs Neue mit Leben gefüllt und, wo nötig, vehement verteidigt werden, und zwar nach innen wie nach außen.

2017

Draußen im Lande - neue Gegensätze zwischen Land und Stadt?

Wenn heute eine entzauberte Medienkommunikation mitten in der Kritik steht und sich Demoskopen mit einem „unberechenbar“ gewordenen Wähler rechtfertigen, dann sollte das ein Impuls sein, wieder verstärkt den direkten Kontakt zum Bürger zu suchen. Aber wo droht interne Entfremdung und Abkopplung?Es beeindruckt zwar zutiefst, wie in trendigen ''open spaces'' und ''design thinking labs'' die erstaunlichsten Innovationen entwickelt werden. Nur darf das nicht die Überzeugung schmälern, dass auch an den Stammtischen dieser Republik gute Ideen entstehen können. Jedenfalls muss gehört werden, was dort und an anderen Orten „in der Fläche“ gesagt und gedacht wird. Sonst stehen die Silicon Valleys dieser Welt bald nicht nur in den USA plötzlich als Außenseiter da.Seit Ludwig Erhard ist die christlich demokratische Bewegung Garant dafür, jeden Bürger, unabhängig von Stadt und Land, mit in die Zukunft zu nehmen – Wohlstand für alle! Dies bleibt ihre „Mission“ in der digitalen und globalen Welt. Sie spricht auch die Teile der Gesellschaft an, die beispielsweise Kreuzberger Grüne nie und nimmer erreichen würden.

2017

Ludwig Erhard - Deutschlands größter Mutmacher

2017 ist ein Ludwig-Erhard-Jahr: 120. Geburtstag am 4. Februar, 40. Todestag am 5. Mai, sein Opus magnum "Wohlstand für Alle" erschien vor sechzig Jahren, siebzig Jahre sind seit der Gründung der "Sonderstelle Geld und Kredit" vergangen, die unter Erhards Vorsitz an einer neuen deutschen Währung mitarbeitete. Währungs- und Wirtschaftsreform 1948, das daraus folgende Wirtschaftswunder und die Verankerung der Sozialen Marktwirtschaft bleiben untrennbar mit seinem Namen verbunden. | Das Sonderheft ist ab dem 5. Mai 2017 für €5 am Kiosk erhältlich.

Grenzen

Mit dem Voranschreiten der europäischen Einigung, der Überwindung der deutschen Teilung und den allgegenwärtigen Globalisierungsprozessen waren die letzten Jahrzehnte von zunehmender Entgrenzung geprägt. Diese Entwicklung scheint nun ins Stocken geraten zu sein. Die großen Migrationsbewegungen der letzten Jahre, die völkerrechtswidrige Annexion der Krim, das Brexit-Votum, der Ruf nach Abschottung in- und außerhalb Europas – so unterschiedlich diese Phänomene im Einzelnen sein mögen, ist ihnen doch eines gemeinsam: Sie alle liefern anschauliche Beispiele für die nach wie vor erhebliche Bedeutung von Grenzen.

2017

Demokratie - Vertrauen in die Zukunft

Die Demokratie ist bedroht, das Vertrauen in sie schwindet. Populistische Bewegungen suggerieren einfache Antworten auf komplizierte Fragen. Die Medien titeln: „Eine Welt aus den Fugen“, „Die Menschheit schafft sich ab“ und „Wenn das Volk sich erhebt“.Misstrauen und Ängste schaden dem politischen Handeln, einer guten Regierungsführung und damit der Demokratie. „Mit Vertrauen in die Zukunft“ heißt deshalb das Jahresmotiv der Konrad-Adenauer-Stiftung. Mit Mut und Zuversicht wird man die drohenden Krisen überwinden. Demokratie muss immer wieder neu gelebt werden. Demokratie und Freiheit brauchen Engagement!

2017

Frankreich - Vor der Wahl

2017 ist ein „europäisches Schicksalswahljahr“. Die Weichen werden am 23. April und 7. Mai gestellt, wenn die Franzosen einen neuen Staatspräsidenten wählen. Noch ist der Ausgang offen und die populistische Herausforderung nicht gebannt. Klar ist nur, dass sich die bequeme Selbstverständlichkeit der deutsch-französischen und europäischen Partnerschaft verbraucht hat. Ein Sieg eines europafreundlichen Kandidaten wäre nur ein Etappensieg. Die deutsch-französische und europäische Zusammenarbeit braucht über den Wahltag hinaus einen neuen Energieschub.

Demografischer Wandel als Schicksalsfrage

„Wer weiß, wie dem demografischen Wandel erfolgreich zu begegnen ist, den beglückwünsche ich“, sagte Angela Merkel schon im August 2006 im Rahmen der Bundespressekonferenz. Heute, zehn Jahre später, hat sich an der Dringlichkeit der Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, nichts geändert. Im Gegenteil, während die Weltbevölkerung kontinuierlich wächst, sinken und altern sowohl der deutsche als auch der europäische Anteil daran immer weiter.

2016

NRW - Im Westen was Neues?

Einst stand NRW im Zentrum des Geschehens, heute ist es nicht mehr das, was es einmal war, weil alles so bleiben sollte, wie es gewesen ist. Nicht der schwierige Strukturwandel im Ruhrgebiet selbst, sondern eine Helikopter-Politik, die mehr auf Vermeidungs- als auf Zukunftsstrategien setzt, führte dazu, dass andere Länder vorbeiziehen konnten. Auch die gesellschaftlichen Folgen dieses Politikansatzes, der den Landeskindern nur Schonung statt auch Anstrengung verspricht, sind inzwischen unübersehbar. Teilweise scheint nicht mehr klar zu sein, welche grundlegenden Erwartungen an das Zusammenleben gelten. Noch fehlt es vor allem an einer neuen, zündenden Idee. Wie wäre es, wenn sich dieses Land, für das ein Bindestrich eigentlich viel zu wenig ist, vornehmen würde, Vorbild für ein noch heterogeneres Europa zu sein, indem es sich gemeinsam aufrafft und den Stillstand überwindet?

2016

Martin Luther - Streitbar und umstritten

Katholiken und Protestanten stehen vor der Aufgabe, ausgerechnet dort nach Gemeinsamkeiten zu suchen, wo ihre Trennung vor 500 Jahren begann. Noch dazu bleibt die Gestalt Martin Luthers ein Stein des Anstoßes. Gediegene Festtagsroutine darf beim Reformationsjubiläum 2017 nicht aufkommen, die wunden Punkte bedürfen einer kritischen Auseinandersetzung. | Die Sonderausgabe kann per E-Mail unter politische-meinung@kas.de bestellt werden.

Aufstieg und Fall regionaler Mächte

Ein stetes Ringen um Macht und Einfluss zwischen Staaten gehört von jeher zu den prägenden Merkmalen der internationalen Politik. Regionalmächte sind dabei gewissermaßen das middle management der Weltpolitik: mächtig genug, um innerhalb einer Region prägend Einfluss und eine politische und wirtschaftliche Führungsrolle zu übernehmen, jedoch noch nicht bzw. nicht mehr mächtig genug, um diese Rolle auch global ausfüllen zu können. Ausgabe 3|2016 der Auslandsinformationen (Ai) widmet sich folgerichtig dem Themenkomplex "Aufstieg und Fall regionaler Mächte".