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Stefan Stahlberg / Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

"Der ungewöhnlichste Film über den Holocaust"

Zeithistorische Filmreihe: „The Zone of Interest“ in Kooperation mit Leonine Studios

Als selbst ernannte „Königin von Auschwitz“ genießt die Ehefrau des KZ-Kommandanten Rudolf Höß ihr Familienleben jenseits der Lagermauer – und wird so zum Symbol dessen, was Hannah Arendt im Rahmen ihrer Berichterstattung über den Prozess gegen Adolf Eichmann die „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt) genannt hat. Sie trägt Mitverantwortung am Handeln ihres Mannes. Im Rahmen der Zeithistorischen Filmreihe präsentierte die Abteilung Zeitgeschichte der Konrad-Adenauer-Stiftung den Kinofilm The Zone of Interest, der für fünf Oscars nominiert ist, in einer Vorpremiere. Im Anschluss diskutierten ausgewiesene Fachleute über Auschwitz, den Holocaust, die Täter – und was wir aus den Erkenntnissen für den heutigen Kampf gegen Judenhass und Antisemitismus lernen können.

picture alliance / ullstein bild

Verloren im Großraum

Carl Schmitt und die Zukunft der liberalen Weltordnung

Nicht nur im Lager der Neuen Rechten in Deutschland, sondern auch in Russland und in China dient die Großraumtheorie des deutschen Juristen Carl Schmitt (1888–1985) heute zur Begründung autoritärer Herrschaft in einem begrenzten geopolitischen Raum. Bei näherer Betrachtung erweist sich die damit einhergehende Beschwörung einer neuen multipolaren Weltordnung allerdings als realitätsfern. Stattdessen ist die internationale Ordnung, die sich abzeichnet, von zwei Universalismen gekennzeichnet, und es gilt, sich zu entscheiden: zwischen dem liberalen Universalismus des von den Vereinigten Staaten angeführten Westens und dem autoritären oder totalitären Universalismus Chinas.

Fotocollage mit Material von picture alliance/ullstein bild/EPA/Tibor Illyes; Gage Skidmore; Wikimedia Commons; Rue des Archives/Tallandier/Süddeutsche Zeitung Photo

Neo-Integralismus – Eine Gefahr für die liberale Demokratie

Der katholische Neo-Integralismus ist eine intellektuelle Bewegung, der junge, konservative katholische Theologen, Mitgliedern des Klerus und bekannte Intellektuelle anhängen. Die Ideologie zielt auf die Unterwerfung des Staates unter die Autorität der katholischen Kirche ab – und verbreitet sich derzeit dynamisch in Europa und den USA. Neo-Integralisten hängen vielfach Verschwörungstheorien an und sehen den Liberalismus als Bedrohung. Konservative und Christdemokraten können nicht einfach hoffen, dass der Neo-Integralismus von allein wieder verschwindet.

KAS/Christiane Stahr

„Sozialpolitik ist keine Erfindung der Sozialisten“

20. Treffen des Ideengeschichtlichen Arbeitskreises

Gibt es einen „konservativen Sozialismus“ und kann dieser ein Vorläufer der Christdemokratie sein? Mit dieser Frage befasste sich der Arbeitskreis zur Ideengeschichte der Christdemokratie.

picture alliance / imageBROKER | G. Thielmann

Holocaust und Erinnerungskultur in der Ukraine

Entwicklungen und Initiativen seit der Unabhängigkeit

Etwa 1,5 Millionen Juden wurden während des Zweiten Weltkriegs auf dem Gebiet der Ukraine von den Nationalsozialisten ermordet. Seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 bildete sich eine neue Form des Gedenkens an die Opfer heraus. Zahlreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Initiativen widmen sich mittlerweile der Erinnerung und der historischen Aufarbeitung des Holocausts. Der von Russland entfesselte Krieg in der Ukraine, in dem Menschen sterben aber auch historische Orte und Zeugnisse zerstört werden, stellt die Erinnerungsarbeit seit 2022 vor neue Herausforderungen.

picture alliance / ZUMAPRESS.com | Damian Klamka

Der Weg zum Holocaust

Der Weg zum Völkermord an der jüdischen Bevölkerung Europas nahm seinen Ausgang in einem in der deutschen und österreichischen Gesellschaft weit verbreiteten Antisemitismus. Schon ab 1933 wurde die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung von den Nationalsozialisten und ihrem Hilfspersonal erbarmungslos vorangetrieben, doch steckte dahinter kein Masterplan. Erst mit der Eroberung Polens 1939 zeichnete sich ab, dass man auch vor Massenmord nicht zurückschreckte und nach dem Einmarsch in die Sowjetunion wurden dann die Weichen für die totale Vernichtung gestellt. Die Mehrheit der nichtjüdischen Bevölkerung sah tatenlos zu, nicht wenige beteiligten sich nicht nur an der Ausraubung, sondern auch an den Massenverbrechen.

Missverständnisse der Geschlechterdebatte

Geschlecht ist ein auslegbarer Begriff. An ihn koppeln sich kollektive Ängste vor Wandel und Verlust – Verlust der nationalen Identität oder der Hegemonie des Westens, vor dem Aufbrechen traditioneller Familienstrukturen seit der sexuellen Revolution – dies umso mehr vor dem Hintergrund der Radikalisierung von Individualitäten im digitalen Zeitalter. Heute findet die Auslegung des Geschlechtsbegriffs nicht nur im Hinblick auf nicht-heteronormative Sexualitäten, Frauenrechte oder alternative Lebensmodelle statt, sondern zugespitzt auf den Transgender als legitime identitäre Kategorie.

BArch/ B 145 Bild-F000705-0020A/ o.Ang.

„Zum Licht und zum Frieden“ – Konrad Adenauer und Weihnachten

Für den gläubigen Katholiken Adenauer hatte das Weihnachtsfest mit der Familie immer eine große Bedeutung. In besonderer Erinnerung blieb ihm das Weihnachtsfest 1933, das er nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten im Schutz des Benediktinerklosters Maria Laach verbrachte.

KAS/Marie-Lisa Noltenius

„Meinen Optimismus ziehe ich aus der Geschichte der Menschheit“

Bericht zur Veranstaltung 'Unsere Verantwortung für die Schöpfung' am 13. Dezember 2023 in Berlin.

Mit einer Veranstaltung zum Verhältnis von Christlicher Demokratie und Ökologie in Geschichte und Gegenwart verabschiedete die Konrad-Adenauer-Stiftung Prof. Dr. Antje Boetius, die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts/Helmholtz-Zentrums für Polar- und Meeresforschung sowie Professorin für Geomikrobiologie an der Universität Bremen als Fellow des Jahres 2023. Ziel des Fellowships ist es, die die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung mit einem Blick von außen zu bereichern. Prof. Boetius dankte der Adenauer-Stiftung für die gute Zusammenarbeit und hob als prägende Erfahrung den Einsatz vieler engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung im In- und Ausland hervor.

Amerika Haus/ SZ Photo

„Das wichtigste Dokument des Jahrhunderts”

75 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

1948, also nur wenige Jahre nach dem Ende der Zweiten Weltkriegs, entstand mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ein visionäres Dokument, das die Menschheit in die Lage versetzte, ihre Geschichte neu zu erzählen. Seit 1948 hat die Erklärung zahlreiche internationale Rechtsnormen inspiriert. Sie diente und dient als Quelle für politische Bewegungen, die ein Zusammenleben in Freiheit und unter Wahrung der Rechte aller Individuen anstreben.

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