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Vom Machtverlust zum Machtgewinn

Die Union in der Opposition 1998–2005

Siebte Ausgabe Zeitgeschichte AKTUELL

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Die Ideologisierung „Struktureller Missstände“

Fünfte Ausgabe Zeitgeschichte AKTUELL

Ein deutsch-russischer Sonderweg?

100 Jahre Vertrag von Rapallo zwischen dem Deutschen Reich und Sowjetrussland.

„Teufelspakt“ oder „Rapallo-Romantik“ – so lauten Attribute, mit denen der Vertrag von Rapallo auch aktuell wieder beschrieben wird. In den 100 Jahren, die seit dem Abschluss des Vertrags vergangen sind, hat der Begriff „Rapallo“ ein Eigenleben entwickelt, der sich von der ursprünglichen Bedeutung längst gelöst hat. Um die heutigen Probleme der internationalen Beziehungen zu lösen, taugen schiefe historische Metaphern jedoch nicht. Besser wäre es mit „Rapallo“ zu fragen, wie eine stabile internationale Ordnung unter Berücksichtigung gerade der Interessen der Länder in Mittel- und Osteuropa zukünftig gestaltet werden kann.

Die Geschichte der modernen ukrainischen Staatlichkeit

Eine Übersicht.

Die ukrainische Nationalbewegung im 19. Jahrhundert entwickelte sich zunächst zwischen zwei Imperien: dem Russländischen und dem Österreichischen Kaiserreich. Nachdem mehrere ukrainische Nationalprojekte zu Beginn des 20. Jahrhunderts scheiterten, vereinte erst Stalin die ukrainischen Gebiete. Der so entstandene Nationalstaat bestand allerdings eher der Form halber und existierte in völliger Abhängigkeit von dem Machtanspruch der Sowjetunion. Seit 1991 kam es in der Ukraine zu zwei Massenprotesten, die sich auf Europa als Garant für Freiheit und Demokratie bezogen. Erst die Aggression Putins könnte der Ukraine jedoch eine echte Perspektive zum Beitritt in die Europäische Union eröffnen.

Mehr als ein reines Militärbündnis

Gründung und historische Entwicklung der NATO

Die Gründung der NATO am 4. April 1949 war vor allem eine Antwort auf das sowjetische Expansionsstreben nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch die Einbindung der Bundesrepublik beruhte auf dieser Logik, sie verdankte sich allerdings auch der Bereitschaft der Regierung Konrad Adenauer, die Bundesrepublik supranational kontrollieren zu lassen. Seit den 1990er Jahren führten Abrüstungsbemühungen und das Streben der ost- und mitteleuropäischen Staaten nach einer Integration in den Westen zu einer neuen strategischen Ausrichtung der NATO. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist es nun die vorrangige Aufgabe des Bündnisses, die Grenzen nach Osten zu sichern.

Zusammenarbeit im Geist der europäischen Integration

Die deutsch-französischen Beziehungen (2005-2021)

Während Ihrer 16-jährigen Amtszeit als Bundeskanzlerin hatte Angela Merkel Gelegenheit, mit der Hälfte der Präsidenten der Fünften Republik zusammenzuarbeiten. Trotz unterschiedlicher Politikstile und über manche Differenzen hinweg blieb das deutsch-französische Tandem dabei stets ein stabiles Arbeitsbündnis. Der "Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration", kurz Vertrag von Aachen, vom 22. Januar 2019 markierte schließlich einen neuen Höhepunkt der bilateralen Beziehungen.

Im Krieg mit dem Westen

Wladimir Putins Geschichts- und Weltbild

Wladimir Putins imperiales Geschichtsbild legitimiert in seinem Denken seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine. Mit Anlehnungen an die sowjetische Siegessymbolik und Verweisen auf die Heldentaten Stalins demonstriert der russische Präsident einen globalen Machtanspruch.

„Der Weg zur Europäischen Union ist unumkehrbar.“ Der Vertrag von Maastricht als deutsch-französische Gemeinschaftsaktion 1992

Die Zusammenarbeit zwischen dem französische Staatspräsidenten François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl war maßgeblich dafür, dass die Maastricht-Verhandlungen im Dezember 1991 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten. 30 Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags im Februar 1992 fällt die historische Bilanz und die Bewertung seiner Folgen jedoch ambivalent aus, denn mehr und mehr traten seither seine Grenzen zutage. Die Vorläufigkeit des damals erzielten Ergebnisses lässt sich daran ablesen, dass bis 2009 bereits vier neue europäische Vertragswerke (Amsterdam, Nizza, Verfassungsvertrag und Lissabon) verhandelt wurden.

Ludwig Erhard: Seine Bedeutung für die Wirtschaftsgeschichte Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg

Seit den 1970er Jahren wurden Ludwig Erhards Leistungen von kritischen Stimmen angezweifelt und gerieten zum Teil sogar in Vergessenheit. In der Tat war der am 4. Februar 1897 in Fürth geborene Kaufmannssohn und erste Wirtschaftsminister der Bundesrepublik nicht der alleinige Urheber des deutschen „Wirtschaftswunders“, ja überhaupt ist diese Bezeichnung bei einem nüchternen Blick auf die ökonomischen Fakten und verglichen mit ähnlichen Entwicklungen in den Ländern Westeuropas fraglich. Dennoch sind Erhards große Verdienste um die Liberalisierung der westdeutschen Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkries unbestreitbar; gerade nach dem Ende des Nachkriegsbooms zeigten sich die positiven Folgen seiner Politik der Produktivitäts- und Wettbewerbsorientierung für die Wirtschaftsentwicklung der Bundesrepublik.

GWHK

Die Wannseekonferenz und der Entscheidungsprozess zur Ermordung der europäischen Juden

Auf der Konferenz am Wannsee vom 20. Januar 1942 wurde ein umfassender Plan zur Ermordung der europäischen Juden von Vertretern der NSDAP, des SS- und Polizeiapparates sowie der Ministerialbürokratie und der Besatzungsbehörden in den vom Deutschen Reich eroberten osteuropäischen Gebieten erörtert. Wie kaum ein anderes Dokument spiegelt das Protokoll der Konferenz den ansonsten nur fragmentarisch überlieferten Entscheidungsprozess für den Völkermord wider. Ablesbar ist daraus, dass die Nationalsozialisten im Frühjahr 1942 eine Wende und Radikalisierung ihrer Politik vollzogen: Der Krieg wurde nun nicht mehr geführt, um die Voraussetzungen für die „Endlösung“ zu schaffen, vielmehr sollte der gesamte Krieg nun endgültig den Charakter eines rassistischen Vernichtungskrieges erhalten.

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