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Jose Giribas/Süddeutsche Zeitung Photo

Umbruch oder Stabilität?

Die Entwicklung des internationalen Staatensystems, 2000–2020.

Seit der Jahrtausendwende erschütterten zahlreiche Krisen und unerwartete Ereignisse die Stabilität der internationalen Ordnung und die Einheit des Westens erwies sich wiederholt als brüchig. Dennoch zeigt ein realistischer Blick auf die letzten beiden Jahrzehnte, dass die transatlantischen Beziehungen insgesamt stabil sind. Deutlich wird dies vor allem anhand des Engagements der USA und Großbritanniens in der NATO. Auch die Stellung Chinas im internationalen Machtgefüge ist bis heute weit weniger dominant, als oftmals vorhergesagt wurde.

Avij-own work/gemeinfrei

Zwischen Erfolg und Anpassungsdruck: Zur Einführung des Euro-Bargelds am 1. Januar 2002

Die Einführung des Euro-Bargeldes am 1. Januar 2002 stellt einen Meilenstein der europäischen Währungsgeschichte dar. Sie war der vorläufige Endpunkt der Bemühungen der europäischen Staaten um eine gemeinsame Währung, die in ihrem Kern bereits auf die Römischen Verträge (1957) zurückgehen. In heutiger Perspektive ist jedoch klar, dass weitere Schritte erforderlich waren, um den Euro langfristig als gemeinsame Währung der (allermeisten) EU-Mitgliedstaaten zu etablieren. Insbesondere die während der europäischen Staatsschuldenkrise (2010–2015) ergriffenen Maßnahmen waren so weitreichend, dass man getrost von einem „Euro Version 2.0“ sprechen kann.

Ulrich Baumgarten/SZ-Photo

Erbe und Verpflichtung für die gesamtdeutsche Erinnerungskultur

Das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) wurde am 14. November 1991 vom Deutschen Bundestag verabschiedet und trat am 29. Dezember 1991 in Kraft. Da Frauen der Bürgerrechtsbewegung sich im Herbst 1989 dem Befehl von Erich Mielke, Zeugnisse des DDR-Überwachungsapparats zu beseitigen, in den Weg stellten, konnten zahlreiche Dokumente gerettet werden. Erhalten blieb so ein bedeutender Quellenfundus für die Erforschung der gesamtdeutschen Geschichte.

dpa/Süddeutsche Zeitung Photo

70 Jahre Bundesverfassungsgericht: Vom Nachzügler zum Vorreiter

Das Bundesverfassungsgericht feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Das Jubiläum wird überschattet von dem Vertragsverletzungsverfahren, das die EU-Kommission gegen Deutschland eingeleitet hat, weil das Bundesverfassungsgericht sich im Streit um das Anleiheprogramm der Europäischen Zentralbank gegen den Europäischen Gerichtshof gestellt hat. Aber das Gericht ist krisenerprobt. Autorität und Anerkennung hat es sich in den Anfangsjahren hart erkämpft.

Brigitte Friedrich/Süddeutsche Zeitung Photo

Oswald von Nell-Breuning – zum 30. Todestag eines Unbequemen

Am 21. August 1991 starb Oswald von Nell-Breuning, der „Nestor der katholischen Soziallehre“, im gesegneten Alter von 101 Jahren. Der Jesuitenpater und Frankfurter Theologieprofessor war einer der profiliertesten und einflussreichsten katholischen Sozialwissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Er beschränkte sich dabei nie auf die Rolle des Sozialtheoretikers, der lediglich die ethischen Prinzipien sozialen und politischen Handelns erörtert, ohne sich in die Niederungen der konkreten Herausforderungen zu begeben. Über fast sieben Jahrzehnte war er vielmehr einer der engagiertesten Kommentatoren der deutschen Sozial- und Wirtschaftspolitik.

dpa/Süddeutsche Zeitung Photo

13. August 1961: Der Tag, an dem alles anders wurde

Ein Zeitzeugenbericht

Am Tag des Mauerbaus sprachen die Menschen mit leiser Stimme und scheinbar war selbst das Zwitschern der Vögel verstummt. Dieter Dombrowski, der nach einem Fluchtversuch 1974 inhaftiert wurde und erst nach dem Freikauf durch die Bundesregierung in den Westen übersiedeln konnte, berichtet von seiner Kindheit und Jugend in der DDR und den tödlichen Folgen der menschenverachtenden Politik des DDR-Regimes.

6. August 1991: Die weltweit erste Website geht online

In der Nähe von Genf startete Tim Berners-Lee die Geschichte des World Wide Web. Mit der Einrichtung der ersten Website 1991 wurde seine schon 1989 formulierte Idee von einem verteilten System nichtlinearer Texte Wirklichkeit. Es war eine Innovation, die bis heute die Art und Weise prägt, wie wir Information und Wissen digital teilen.

SZ Photo

Der Deutsch-Sowjetische Krieg – Geschichte und Erinnerung

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 eröffnete das Deutsche Reich einen mit äußerster Brutalität geführten Angriffskrieg, dem Millionen Menschen zum Opfer fielen.

Der Angriff fußte auf den ideologischen und rassenbiologischen Überzeugungen Hitlers und verband sich von Anfang an mit dem Ziel, die jüdische Bevölkerung in den eroberten Gebieten zu ermorden. Den deutschen Angriff beantwortete die sowjetische Führung mit einer Totalmobilisierung, die auch brutale Repressionen gegenüber der eigenen Bevölkerung einschloss. Heute wird das Gedenken an den Krieg von unterschiedlichen nationalen und internationalen Interessen bestimmt, eine Annährung der Erinnerungskulturen ist nicht in Sicht.

picture-alliance / dpa | Michael Jung

Epochenwechsel

Reflexionen zum 30. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages

Der „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“, der am 17. Juni 1991 in Bonn unterzeichnet wurde, enthielt die Vision einer deutsch-polnischen Werte- und Interessengemeinschaft in Europa. In den dreißig Jahren, die seither vergangen sind, haben Polen und Deutschland einen weiten Weg zurückgelegt und der ökonomische, soziale und rechtliche Rahmen für die Zusammenarbeit ist heute viel günstiger. Dennoch belasten heute Ideenlosigkeit und Ziellosigkeit die bilateralen Beziehungen und damit auch die europäische Zusammenarbeit. Um diese Stagnation zu überwinden, sollte ein neues Bündnis aus deutschen und polnischen Demokratinnen und Demokraten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens geschmiedet werden.

gemeinfrei

Der letzte Kaiser des Deutschen Reiches

Vor 80 Jahren starb Wilhelm II. im niederländischen Exil

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 war Wilhelm II. ein außerordentlich populärer Monarch, der bis in die Arbeiterschaft hinein großes Ansehen genoss. Dies änderte sich erst mit der Katastrophe, die er selbst nicht zu verhindern gewusst hatte. Was bleibt, ist das Bild eines Mannes, in dem sich die widersprüchlichen Tendenzen seiner Zeit spiegelten und der selbst zum Namensgeber seiner Epoche wurde.

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