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Die Würde des Menschen als Maßstab

Am 15. Mai 1891 verkündete Papst Leo XIII die erste Sozialenzyklika "Rerum Novarum"

Mit der ersten Sozialenzyklika "Rerum Novarum" begründete Papst Leo XIII. die katholische Soziallehre, die sich der Frage der Bedingungen von Sozialer Gerechtigkeit in der Wirtschafts- und Sozialordnung widmet. Ebenso wie die Sozialisten kritisierte die Enzyklika die damalige Not der Arbeiterfamilien in aller Schärfe, sie betonte jedoch das Recht auf Privateigentum, gerade als Mittel zur Überwindung dieser Armut. Die Soziale Frage hat heute zum Teil andere Facetten als im 19. Jahrhundert, zentrale Aussagen von Rerum Novarum sind jedoch immer noch aktuell und bestimmen die jüngsten Schriften der päpstlichen Sozialverkündigung.

Dksen/Own work

12. Mai 1941: Konrad Zuse stellt den ersten Computer vor

Beinahe im Alleingang verfolgte der 1910 in Berlin geborene Bauingenieur Konrad Zuse seinen Traum: die Entwicklung einer bahnbrechenden neuen Technologie. Mit der Z3 präsentierte er 1941 den ersten funktionsfähigen programmgesteuerten Rechenautomaten der Welt.

picture alliance / Zoonar | DesignIt

Die Weimarer Verfassung und das Grundgesetz im Krisen-Vergleich

Sehr viel stärker, als dies in Weimar der Fall war, bildet die Legislative in der Bundesrepublik das Rückgrat der verfassungsmäßig vorgeschriebenen Ordnung. Für alle Fragen, die die Grundrechte betreffen, ist das Parlament selbst zuständig. In der aktuellen Krise gilt dies auch für Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Kontaktbeschränkungen. Auch die regelmäßigen Absprachen zwischen Bund und Ländern sind verfassungsmäßig geboten.

Die Interventionspolitik des Warschauer Paktes im Kalten Krieg

Die Auflösung des Warschauer Pakts beendete die sowjetische Hegemonie über Osteuropa. Anders als in der Hochzeit des Kalten Kriegs, in der Reformbestrebungen in Ungarn 1956 und in der Tschechoslowakei 1968 mit blutigen Mitteln niedergeschlagen worden waren, fanden sich am Ende der 1980er Jahre nicht mehr genügend Befürworter von militärischen Interventionen im Kreml und innerhalb der Regierungen in Osteuropa. Spätestens mit der Deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde offenbar, dass das Bündnis keine Zukunft mehr hatte.

picture alliance | Christian Ohde

Der Umgang mit der Corona-Krise vor dem Hintergrund des deutschen Sozialstaats und der Gesundheitspolitik der Europäischen Union

In der Bekämpfung der Corona-Pandemie verfolgt die deutsche Politik einen mittleren Weg, zwischen drastischen Einschränkungen und größtmöglicher Liberalität. Die Ergebnisse dieser Politik sind allerdings zum aktuellen Zeitpunkt ernüchternd. Als wichtigster Stabilisator der Konjunktur erweist sich bislang der Sozialstaat, der mit dem Kurzarbeitergeld und umfangreichen Zahlungen an Familien und Selbstständige die Nachfrage aufrechterhält. Von Regierung und Opposition wird der Sozialstaat gleichermaßen unterstützt.

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Vom Obrigkeitsstaat zur werdenden Demokratie: Das Deutsche Kaiserreich 1871–1914

Im Vergleich mit Ländern wie Großbritannien, Frankreich und den USA betrachtet, zeichnete sich die Wahlpraxis im Deutschen Kaiserreich durch ein hohes Maß an Sicherheit und Redlichkeit aus. Die Durchführung der Wahlen stand unter dem Schutz des Staates und dies kam sogar den Parteien zugute, die von der Regierung abgelehnt wurden. Seit 1871 wuchsen die Autorität des Reichstags und seiner Abgeordneten stetig an und so konnte das Deutsche Reich bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs deutliche Fortschritte in seiner politischen Kultur verzeichnen.

Ulrich Baumgarten/Süddeutsche Zeitung Photo

Antisemitismus

Zum historischen Hintergrund der Debatte

Vierte Ausgabe Zeitgeschichte AKTUELL

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Der lange Weg zur Holocaust-Erinnerung

Ein Blick zurück

Seitdem die Generalversammlung der Vereinten Nationen 2005 den 27. Januar zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erklärte, wird dieser in vielen Ländern öffentlich begangen. Die Zeitgenossen des Holocaust taten sich mit der Erinnerung jedoch lange Zeit schwer und es bedurfte einer Jahrzehnte andauernden Entwicklung, ehe dieses beispiellose Verbrechen in das Zentrum einer globalen Erinnerungskultur rückte.

picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Carolyn Kaster

Das Hohe Alter

Was es für die Ausübung eines politischen Amtes bedeuten kann

Am 20. Januar 2021 wurde Joe R. Biden als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Sein hohes Alter stand dabei vielfach in der Diskussion. Aber erlaubt das chronologische Alter überhaupt eine Aussage für oder gegen die Ausübung eines bedeutenden politischen Amtes? Welche Faktoren spielen bei der Analyse des Alters eine Rolle? Und welche Kompetenzen sollten besonders ausgeprägt sein, um als Politikerin oder Politiker auch im hohen Alter zu überzeugen?

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Sebastian Willnow

Corona. Emotionsgeschichtliche Perspektiven auf die aktuelle Pandemie.

In der nunmehr fast seit einem Jahr bestehenden Corona-Krise werden staatliche Steuerungsmechanismen und gesellschaftliche Konfliktlagen in hohem Maß von Emotionen bestimmt. Besonders schwerwiegend ist dabei die Infragestellung der „feeling rules“: Distanz statt Nähe wird zu einem Gebot der Nächstenliebe umgedeutet. Welche Folgen dies langfristig für das gesellschaftliche Miteinander haben wird, bleibt abzuwarten. Ein emotionsgeschichtlicher Blick auf die Geschehnisse hilft jedoch dabei, die Dimensionen der gegenwärtigen Erfahrungen einzuordnen.

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