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Zusammenarbeit im Geist der europäischen Integration

Die deutsch-französischen Beziehungen (2005-2021)

Während Ihrer 16-jährigen Amtszeit als Bundeskanzlerin hatte Angela Merkel Gelegenheit, mit der Hälfte der Präsidenten der Fünften Republik zusammenzuarbeiten. Trotz unterschiedlicher Politikstile und über manche Differenzen hinweg blieb das deutsch-französische Tandem dabei stets ein stabiles Arbeitsbündnis. Der "Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration", kurz Vertrag von Aachen, vom 22. Januar 2019 markierte schließlich einen neuen Höhepunkt der bilateralen Beziehungen.

Im Krieg mit dem Westen

Wladimir Putins Geschichts- und Weltbild

Wladimir Putins imperiales Geschichtsbild legitimiert in seinem Denken seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine. Mit Anlehnungen an die sowjetische Siegessymbolik und Verweisen auf die Heldentaten Stalins demonstriert der russische Präsident einen globalen Machtanspruch.

„Der Weg zur Europäischen Union ist unumkehrbar.“ Der Vertrag von Maastricht als deutsch-französische Gemeinschaftsaktion 1992

Die Zusammenarbeit zwischen dem französische Staatspräsidenten François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl war maßgeblich dafür, dass die Maastricht-Verhandlungen im Dezember 1991 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten. 30 Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags im Februar 1992 fällt die historische Bilanz und die Bewertung seiner Folgen jedoch ambivalent aus, denn mehr und mehr traten seither seine Grenzen zutage. Die Vorläufigkeit des damals erzielten Ergebnisses lässt sich daran ablesen, dass bis 2009 bereits vier neue europäische Vertragswerke (Amsterdam, Nizza, Verfassungsvertrag und Lissabon) verhandelt wurden.

Ludwig Erhard: Seine Bedeutung für die Wirtschaftsgeschichte Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg

Seit den 1970er Jahren wurden Ludwig Erhards Leistungen von kritischen Stimmen angezweifelt und gerieten zum Teil sogar in Vergessenheit. In der Tat war der am 4. Februar 1897 in Fürth geborene Kaufmannssohn und erste Wirtschaftsminister der Bundesrepublik nicht der alleinige Urheber des deutschen „Wirtschaftswunders“, ja überhaupt ist diese Bezeichnung bei einem nüchternen Blick auf die ökonomischen Fakten und verglichen mit ähnlichen Entwicklungen in den Ländern Westeuropas fraglich. Dennoch sind Erhards große Verdienste um die Liberalisierung der westdeutschen Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkries unbestreitbar; gerade nach dem Ende des Nachkriegsbooms zeigten sich die positiven Folgen seiner Politik der Produktivitäts- und Wettbewerbsorientierung für die Wirtschaftsentwicklung der Bundesrepublik.

GWHK

Die Wannseekonferenz und der Entscheidungsprozess zur Ermordung der europäischen Juden

Auf der Konferenz am Wannsee vom 20. Januar 1942 wurde ein umfassender Plan zur Ermordung der europäischen Juden von Vertretern der NSDAP, des SS- und Polizeiapparates sowie der Ministerialbürokratie und der Besatzungsbehörden in den vom Deutschen Reich eroberten osteuropäischen Gebieten erörtert. Wie kaum ein anderes Dokument spiegelt das Protokoll der Konferenz den ansonsten nur fragmentarisch überlieferten Entscheidungsprozess für den Völkermord wider. Ablesbar ist daraus, dass die Nationalsozialisten im Frühjahr 1942 eine Wende und Radikalisierung ihrer Politik vollzogen: Der Krieg wurde nun nicht mehr geführt, um die Voraussetzungen für die „Endlösung“ zu schaffen, vielmehr sollte der gesamte Krieg nun endgültig den Charakter eines rassistischen Vernichtungskrieges erhalten.

Jose Giribas/Süddeutsche Zeitung Photo

Umbruch oder Stabilität?

Die Entwicklung des internationalen Staatensystems, 2000–2020.

Seit der Jahrtausendwende erschütterten zahlreiche Krisen und unerwartete Ereignisse die Stabilität der internationalen Ordnung und die Einheit des Westens erwies sich wiederholt als brüchig. Dennoch zeigt ein realistischer Blick auf die letzten beiden Jahrzehnte, dass die transatlantischen Beziehungen insgesamt stabil sind. Deutlich wird dies vor allem anhand des Engagements der USA und Großbritanniens in der NATO. Auch die Stellung Chinas im internationalen Machtgefüge ist bis heute weit weniger dominant, als oftmals vorhergesagt wurde.

Avij-own work/gemeinfrei

Zwischen Erfolg und Anpassungsdruck: Zur Einführung des Euro-Bargelds am 1. Januar 2002

Die Einführung des Euro-Bargeldes am 1. Januar 2002 stellt einen Meilenstein der europäischen Währungsgeschichte dar. Sie war der vorläufige Endpunkt der Bemühungen der europäischen Staaten um eine gemeinsame Währung, die in ihrem Kern bereits auf die Römischen Verträge (1957) zurückgehen. In heutiger Perspektive ist jedoch klar, dass weitere Schritte erforderlich waren, um den Euro langfristig als gemeinsame Währung der (allermeisten) EU-Mitgliedstaaten zu etablieren. Insbesondere die während der europäischen Staatsschuldenkrise (2010–2015) ergriffenen Maßnahmen waren so weitreichend, dass man getrost von einem „Euro Version 2.0“ sprechen kann.

Ulrich Baumgarten/SZ-Photo

Erbe und Verpflichtung für die gesamtdeutsche Erinnerungskultur

Das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) wurde am 14. November 1991 vom Deutschen Bundestag verabschiedet und trat am 29. Dezember 1991 in Kraft. Da Frauen der Bürgerrechtsbewegung sich im Herbst 1989 dem Befehl von Erich Mielke, Zeugnisse des DDR-Überwachungsapparats zu beseitigen, in den Weg stellten, konnten zahlreiche Dokumente gerettet werden. Erhalten blieb so ein bedeutender Quellenfundus für die Erforschung der gesamtdeutschen Geschichte.

dpa/Süddeutsche Zeitung Photo

70 Jahre Bundesverfassungsgericht: Vom Nachzügler zum Vorreiter

Das Bundesverfassungsgericht feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Das Jubiläum wird überschattet von dem Vertragsverletzungsverfahren, das die EU-Kommission gegen Deutschland eingeleitet hat, weil das Bundesverfassungsgericht sich im Streit um das Anleiheprogramm der Europäischen Zentralbank gegen den Europäischen Gerichtshof gestellt hat. Aber das Gericht ist krisenerprobt. Autorität und Anerkennung hat es sich in den Anfangsjahren hart erkämpft.

Brigitte Friedrich/Süddeutsche Zeitung Photo

Oswald von Nell-Breuning – zum 30. Todestag eines Unbequemen

Am 21. August 1991 starb Oswald von Nell-Breuning, der „Nestor der katholischen Soziallehre“, im gesegneten Alter von 101 Jahren. Der Jesuitenpater und Frankfurter Theologieprofessor war einer der profiliertesten und einflussreichsten katholischen Sozialwissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Er beschränkte sich dabei nie auf die Rolle des Sozialtheoretikers, der lediglich die ethischen Prinzipien sozialen und politischen Handelns erörtert, ohne sich in die Niederungen der konkreten Herausforderungen zu begeben. Über fast sieben Jahrzehnte war er vielmehr einer der engagiertesten Kommentatoren der deutschen Sozial- und Wirtschaftspolitik.

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