Vortrag

Alltag unter Verfolgung und Erniedrigung

Rabbiner Joseph Carlebach

In zahleichen Aufrufen, Predigten und persönlichen Briefen sah Rabbiner Joseph Carlebach sich immer wieder herausgefordert, einen religiösen Weg zu finden, um mit dem Naziterror umzugehen, der seit 1933 über seine Gemeinde hereingebrochen war.

Details

Seit April 1936 Oberrabbiner von Hamburg, versuchte Carlebach so nicht etwa, die Naziverbrechen zu entschuldigen, sondern ihnen eine theologische Bedeutung abzugewinnen, die es ihm und den Hamburger Juden leichter machen sollte, sich in der neuen Alltagssituation von Verfolgung und Erniedrigung zurechtzufinden. Der Vortrag stellt einige dieser Dokumente vor und gibt einen Einblick in das Denken eines großen jüdischen Gelehrten während der Nazizeit.

Georg . Kohler ist Direktor des Joseph-Carlebach-Instituts an der Bar Ilan Universität in Ramat Gan, Israel.

Das Institut, vor mehr als 25 Jahren von Rabbiner Carlebachs Tochter Miriam Gillis-Carlebach gegründet, beschäftigt sich heute neben der Aufarbeitung des geistigen Erbes des letzten Hamburger Oberrabbiners auch mit jüdischer Theologie in der Neuzeit, wie sie vor allem auf deutschem Boden entwickelt wurde. Dr. Kohler wurde in Leipzig geboren, wanderte 1998 nach Israel aus und unterrichtet jüdische Religionsphilosophie an der Bar Ilan Universität.

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Veranstaltungsort

Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V.
Meßberg 1Kontorhaus,
20095 Hamburg
Deutschland
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Referenten

  • Georg Y. Kohler
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    Grit Mäder

    Grit Mäder bild

    Sekretärin/Sachbearbeiterin Politisches Bildungsforum Hamburg

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