Veranstaltungsberichte

Dynamik durch vertieften Handel? Die Transatlantische Wirtschaftspartnerschaft

von Thomas Ehlen

Eine Bilanz des Frankfurter Gesprächs 18. Februar 2014

„Die USA und die Europäische Union machen sich auf den Weg, gemeinsame technische Standards zu entwickeln und auf den globalen Märkten durchzusetzen.“ Friedrich Merz, Rechtsanwalt der Kanzlei MayerBrown und Vorsitzender der Atlantik-Brücke e.V., nannte vor 330 Teilnehmern des Frankfurter Gesprächs im Rahmen der KAS-Rednertour "Zukunft Deutschland" gute Gründe für eine transatlantische Freihandelszone: „Dieses Abkommen wird uns zwingen, eine Debatte über unsere Zukunft in einer neuen globalen Ordnung zu führen. Was sind die Grundlagen für den Wohlstand unserer Enkelkinder?“

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Friedrich Merz (Foto: Christine Leuchtenmüller)

„Im Schatten der Finanzkrise“ – so Merz - habe sich der Aufstieg Chinas und anderer bevölkerungsstarker Länder, deren Bürger der 58jährige Jurist als „jung, dynamisch und sehr fleißig“ charakterisierte, ereignet: „Ich rate dringend dazu, diese globale Ausgangslage im Blick zu behalten. Werden Europa und die USA im globalen Wettbewerb bestehen? Oder werden sie zurückfallen?“ Friedrich Merz erläuterte seine These, China werde „die Apotheke der Welt“: „Die pharmazeutische Industrie Chinas ist dabei, höchste Standards zu erreichen.“

„Wenn wir Europäer uns einig sind, können wir auf gleicher Höhe mit den Amerikanern verhandeln. Nur dann nehmen sie uns ernst.“ Erst nachdem innerhalb der EU die Frage beantwortet worden sei, „was wir in Europa gemeinsam erreichen wollen“, bestehe die Chance, Erfolg versprechende Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über ein Freihandelsabkommen aufzunehmen: „Es erfordert politischen Willen zu entscheiden, wohin wir wollen.“

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Dr. Thomas Ehlen

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Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Hessen

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