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Workshop

Anliegen der Jugend in Kenia: Überparteilicher Strategieplan in Kiambu County

Nachwuchskräfte politischer Parteien treten den Herausforderungen ihrer Generation entgegen

Am 19. Mai 2016 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem „National Democratic Institute“ (NDI) und dem „Inter-Party Youth Forum“ (IPYF) einen Workshop zum Thema Beteiligung der Jugend an politischen Entscheidungsprozessen.

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Am 19. Mai 2016 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem „National Democratic Institute“ (NDI) und deren „Inter-Party Youth Forum“ (IPYF) einen Workshop zum Thema Beteiligung der Jugend an politischen Entscheidungsprozessen. Insgesamt 21 Jugendliche und Führungspersönlichkeiten verschiedener Parteien kamen für die Veranstaltung in Ruiru zusammen. Ziel des Workshops war es, Jugendliche zu befähigen und zu motivieren, sich verstärkt in politische Entscheidungsprozesse einzubringen und Verantwortung zu übernehmen, sowie Führungsfähigkeiten auszubauen.

Die Hauptintention des Workshops war die Identifikation der größten sozialen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen, mit denen sich die junge Generation in Kiambu County konfrontiert sieht. Im Anschluss wurde ein überparteiliches Jugendkommittee gebildet und drei Teilnehmer dazu ausgewählt, dieses zu repräsentieren und sich für die gemeinsam herausgearbeiteten wichtigsten Belange der Jugend bei der County-Regierung einzusetzen.

Inter-Party Youth Forum vereint junge Führungspersönlichkeiten

Gefördert vom „National Democratic Institute“ (NDI), wurde IPYF im Jahr 2009 mit dem Ziel gegründet, die Beteiligung Jugendlicher an politischen Prozessen zu erhöhen, ihre Führungsfähigkeiten innerhalb politischer Parteien zu stärken und sie zu befähigen, die Politik in den Counties und auch landesweit aktiv mitzugestalten. IPYF versteht sich als Mehrparteien-Forum und parteiübergreifende Plattform, die jungen politisch engagierten Kenianern die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen und gemeinsame Lösungsstrategien für Herausforderungen zu erarbeiten, die ihre Generation betreffen. IPYF hat mit Unterstützung des NDI bereits parteiübergreifende Jugendforen in mehreren Counties Kenias etabliert. Hierauf baut die KAS nun auf, um gemeinsam mit IPYF in zehn weiteren Counties entsprechende Foren zu etablieren.

Mit vereinten Kräften für die Interessen der jungen Generation

Mit diesem Workshop leistete die Konrad-Adenauer-Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Jugend in Kiambu County: die Veranstaltung vermittelte den Jugendlichen nicht nur tiefgreifende Kenntnisse im Hinblick auf Führungsfähigkeiten, sondern ermöglichte den jungen, bisher kaum vernetzten und weitgehend individuell agierenden Nachwuchspolitikern auch, sich erstmals gemeinsam zu organisieren und aktiv zu werden. So wurden die Teilnehmer dazu angehalten, Informationen miteinander zu teilen, ihre aktuelle Situationen sowie Perspektiven reflektiert zu betrachten und sich innerhalb ihres Counties organisiert als Gruppe zu formieren, um so ihre Kräfte zu vereinen und gemeinsam für die Anliegen ihrer Generation einzutreten. Im Sinne des IPYF-Mentoring-Programms wurden den Teilnehmern zudem Strategien an die Hand gegeben, mit deren Hilfe die Belange der Jugendlichen innerhalb des Counties bei der Regierung vorgebracht und angegangen werden können.

Um einen fortlaufenden Dialog untereinander zu garantieren, gründeten die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung u.a. auch eine WhatsApp-Gruppe und tauschten Kontaktdaten aus. Zudem wurde beschlossen, die Regierung bezüglich der ausgearbeiteten Problemstellungen zeitnah zu konsultieren, unter anderem auch in der Form eines regelmäßigen „Gouverneurs-Rundtisches der Jugend“) („Governor’s Youth Round Table”).

In Kiambu identifizierten die Teilnehmer folgende neun Aspekte als die größten sozialen, ökonomischen und politischen Herausforderungen ihrer Generation:

•Vernachlässigung der Jugendverfassung

•schlechter Zugang zum Gesundheitswesen

•Korruption

•mangelnde Infrastruktur

•hohe Arbeitslosigkeit

•Drogenmissbrauch

•fehlende Bürgerbeteiligung und fehlende Bildung im Bereich öffentliche Teilhabe

•inadäquate Repräsentation durch gewählte Vertreter / keine Interessenvertretung der Jugend

•Monopolisierung der Politik und Korruption in politischen Ämtern

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Veranstaltungsort

Kiambu County, Kenia

Kontakt

Susan Muriungi

Die Teilnehmer wurden dazu angehalten, sich innerhalb ihres Counties organisiert als Gruppe zu formieren, um so ihre Kräfte zu vereinen und gemeinsam für die Anliegen ihrer Generation einzutreten. KAS Kenya
Die Veranstaltung vermittelte den Jugendlichen nicht nur tiefgreifende Kenntnisse im Hinblick auf Führungsfähigkeiten, sondern ermöglichte den jungen, bisher kaum vernetzten und weitgehend individuell agierenden Nachwuchspolitikern auch, sich erstmals gemeinsam zu organisieren und aktiv zu werden. KAS Kenya
Die Hauptintention des Workshops war die Identifikation der größten sozialen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen, mit denen sich die junge Generation in Kiambu County konfrontiert sieht. KAS Kenya
Insgesamt 21 Jugendliche und Führungspersönlichkeiten verschiedener Parteien kamen für die Veranstaltung in Ruiru zusammen. KAS Kenya

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Partner

Inter Party Youth Forum (IPYF)

Bereitgestellt von

Auslandsbüro Kenia