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Estland stimmt mit klarem Votum für EU-Beitritt

Die breite Mehrheit der estnischen Bevölkerung hat am 14. September für den Beitritt ihres Landes zur Europäischen Union votiert. Rund zwei Drittel der Wähler (66,9 Prozent) stimmten 'Ja', ein Drittel sprach sich dagegen aus. Die Wahlbeteiligung der rund 850.000 Wahlberechtigten lag bei 64 Prozent. In der Universitätsstadt Tartu, in der viele junge Menschen leben, und in der Hauptstadt Tallinn wurden überdurchschnittlich hohe Ergebnisse für den Beitritt erzielt. Gering war die Zustimmung in ländlichen Gebieten und im Nordosten Estlands, in dem ein Großteil der Bevölkerung russisch spricht. Estland stimmte als vorletzter Kandidat über den EU-Beitritt ab. Vorausgegangen waren die positiven Referenden von Slowenien, Ungarn, Litauen, der Slowakei, Polen und Tschechien. Als letztes Land Ost-Mitteleuropas votiert Lettland am 20. September.

Die baltischen Staaten sind gerüstet

Eine Bestandaufnahme vor dem Beitritt

Mit dem Baltikum streben Beitrittskandidaten nach Europa, die zwar noch mit erheblichen Problemen zu kämpfen haben, aber schon jetzt hohe Wachstumsraten aufweisen.

Das estnische Wirtschaftswunder

Beinahe unbemerkt von der europäischen Öffentlichkeit entwickelt sich in Estland ein Wirtschaftswunder. Hier hat sich der Wille zur Veränderung mit der Risikobereitschaft der Jugend verbunden. Das Schlagwort "just do it" ist die Losung für eine Reformpolitikm die dieses Wirtschaftswunder hervorgebracht hat. Dabei hatten noch vor 10 Jahren viele westliche Beobachter z.B. Bulgarien bessere Entwicklungschancen zugetraut als Estland.