Einzeltitel

Wahrnehmungen zur Position der Mazedonisch-Orthodoxen Kirche - Erzbistum Ohrid

Vertrauen der Gläubigen, Beziehungen zum Staat, Weg in die Autokephalie

Die Konrad-Adenauer-Stiftung setzt zusammen mit dem Institut für Politische Studien Skopje und dem Internet-Portal "Religija.mk" das gemeinsame Monitoring-Projekt zur Wahrnehmung bezüglich Religionen und ihrer Rolle in multikonfessionellen Gesellschaften fort.

Die Mazedonisch-Orthodoxe Kirche - Erzbistum Ohrid (MOK-EO), ihr Status in der orthodoxen Welt, die interne Situation, ihre Beziehungen zum Staat und die Frage nach dem Vertrauen der Gläubigen waren Thema der neusten Meinungsumfrage im Rahmen des Langzeitprojekts "Die Republik Mazedonien als multikonfessionelle Gesellschaft", welches das Institut für Politische Studien Skopje und das Internet-Portal "Religija.mk" mit der Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung durchführen.

Die Studie ist die erste umfassende spezialisierte Meinungsumfrage zur Stellung der MOK-EO in der mazedonischen Gesellschaft, dargestellt durch das Prisma der Wahrnehmung ihrer Angehörigen betreffend wesentliche Fragen, mit denen sie heute konfrontiert ist.

Die Studie ist insbesondere von Wichtigkeit, weil sie eine repräsentative Auswahl von Befragten umfasst, die direkt mit der orthodoxen Kirche verbunden sind, was ihr hinsichtlich Glaubwürdigkeit und Objektivität ein besonderes Gewicht verleiht. Die Aussagen und Bewertungen wurden von Angehörigen des orthodoxen Glaubens formuliert, im konkreten Fall der MOK-EO und anderer orthodoxer Kirchen.

Der Schwerpunkt wurde darauf gelegt, herauszufinden, was die Bürgerinnen und Bürger über die zentrale Frage denken: die Anerkennung der Autokephalie der MOK-EO, die einen bevorstehenden Prozess darstellt. Die Studie wurde in einer Zeit erstellt, in der die MOK-EO beim Ökumenischen Patriarchat einen Berufungsantrag eingereicht hat, nachdem sie mit ihm in einen Schriftwechsel getreten war, an dem sich auch die Staatsführung, d.h. der Präsident und der Premierminister, beteiligt hatten.

Die Studie ist an drei Aspekten orientiert, die in Verbindung ein Gesamtbild vom Profil des  orthodoxen Gläubigen in der Republik Nordmazedonien ergeben: sein Vertrauen in die Kirche, der er angehört; seine Gutheißung oder Ablehnung der wesentlichen Fragen, denen die  MOK-EO gegenübersteht; bis hin zu seiner Bewertung der Rolle des Staats in den Beziehungen zur Kirche.

Diese Meinungsumfrage ergibt ein Bild von der Wahrnehmung der Angehörigen der MOK-EA, das ein strategisch wichtiger Wegweiser für die kirchliche Hierarchie selbst sein kann, um die Punkte ausmachen zu können, auf die sie sich bei der Stärkung der Kapazitäten für die Einheit seines kirchlichen Gewebes konzentrieren sollte.

Es ist auch eine ausgezeichnete Möglichkeit, den staatlichen Institutionen, der Wissenschaft sowie den Medien eine Informationssammlung anzubieten, aus der die Grundeinstellung der Angehörigen der orthodoxen Kirche bezüglich ihrer persönlichen Beziehung zur Kirche als Institution wie auch ihrer Meinung zum strategischen Vorgehen der Kirche hervorgeht.

Im Rahmen der Umfrage wurde eine repräsentative Auswahl von 1015 Personen, die der orthodoxen Kirche angehören und über 18 Jahre alt sind, telefonisch befragt. Die Fehlerspanne liegt bei +/-3,2%. Das Konfidenzintervall beträgt 95%.

Ansprechpartner

Robert Janev

Ansprechpartner Mazedonien

Verwaltungsassistent

robert.janev@kas.de +389 2 3217 075