Veranstaltungsberichte

Erstes Diplomado in Sozialer Marktwirtschaft in Mexiko

von Martin Friedek

Diplomado

Die Konrad-Adenauer-Stiftung führte vom 13.07.2012 bis zum 22.07.2012 in Zusammenarbeit mit der Universidad de las Américas in Puebla und dem Instituto de Estudios Políticos y Legislativos A.C. in Mexiko-Stadt das erste Diplomado in Sozialer Marktwirtschaft (SMW) in Puebla durch, welches einen Umfang von 100 Arbeitsstunden umfasste.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung führte vom 13.07.2012 bis zum 22.07.2012 in Zusammenarbeit mit der Universidad de las Américas in Puebla und dem Instituto de Estudios Políticos y Legislativos A.C. in Mexiko-Stadt das erste Diplomado in Sozialer Marktwirtschaft (SMW) in Puebla durch, welches einen Umfang von 100 Arbeitsstunden umfasste.

Die beiden lateinamerikanischen Experten Dr. Jorge Schreiner, Vorsitzender der Börsenaufsichtsbehörde Paraguays, und Dr. Marcelo Resico, Leiter des Doktorandenprogramms für Wirtschaftswissenschaftler an der Katholischen Universität in Buenos Aires (Pontificia Universidad Católica Argentina, UCA), gestalteten das neuntägige, akademische Hauptprogramm und legten den Grundstein für das theoretische Verständnis der SMW durch die Teilnehmer.

Die insgesamt 24 zweistündigen Module der beiden Hauptdozenten wurden durch 15 individuelle Fachmodule zur Analyse der spezifischen Gegebenheiten in Mexiko ergänzt, die von bekannten Experten verschiedener mexikanischer Institutionen präsentiert wurden. Dem Hauptprogramm gingen zudem zwei propädeutische Sitzungen in Puebla voraus.

Die Dreiteilung erlaubte es, die Grundlagen der SMW hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Vertiefung in Mexiko fundiert zu analysieren und Lösungsvorschläge in angeschlossenen Workshops zu erarbeiten.

Dr. Jorge Schreiner führte die Stipendiaten vom 14. bis zum 17. Juli in die Grundlagen der wirtschaftswissenschaftlichen Theorien, der Mikro- und Makroökonomie, der historischen Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft, die Rolle des Staates in der SMW,

die damit einhergehende Institutionenlehre, die Wettbewerbsordnung und Monopolkontrolle

sowie die (internationale) Geld- und Finanzpolitik ein.

Dr. Marecelo Resico behandelte vom 18. bis zum 22. Juli den Zusammenhang von

Politischer Ökonomie und Makroökonomie, die ordnungspolitischen Grundsätzen der SMW,

die angewandte und institutionalisierte Wettbewerbskontrolle, die Wechselwirkung von Wettbewerb und Innovation, die Sozialen Sicherungssysteme in der SMW, die unterschiedlichen Theorien zur Umverteilungspolitik sowie schließlich die neuen Herausforderungen, die für die SMW durch die Globalisierung und den Wettbewerb ökonomischer Systeme (Stichwort "Staatskapitalismus") entstehen.