Veranstaltungsberichte

Konferenzbericht zum Jugendforum in Oaxaca

Vom 6. bis 7. Maerz 2009 fand in Oaxaca, Oaxaca, das 6. Jugendforum zum Thema politische Mitbestimmung statt.

Vom 6. bis 7. Maerz 2009 fand in Oaxaca, Oaxaca, das 6. Jugendforum zum Thema politische Mitbestimmung statt, unter dem Titel VI Foro Juvenil – Participando que es Gerundio 2.0 “Voto… luego existo”. Durchgeführt wurde die Verstaltung in Kooperation mit dem Movimiento Ciudadano de Oaxaca und dem IRI.

Konferenzbericht zum Jugendforum in Oaxaca

Vom 6. bis 7. Maerz 2009 fand in Oaxaca, Oaxaca, das 6. Jugendforum zum Thema politische Mitbestimmung statt, unter dem Titel VI Foro Juvenil – Participando que es Gerundio 2.0 “Voto… luego existo”. Durchgeführt wurde die Verstaltung in Kooperation mit dem Movimiento Ciudadano de Oaxaca und dem IRI.

Ziel der Veranstaltung war es, Jugendliche für politische Themen zu interessieren und ihr soziales und politisches Bewusstsein zu stärken. Insbesondere die junge Generation übernimmt heutzutage eine wichtige Rolle in der Veränderung der Gesellschaft und kann dazu beitragen, Probleme wie soziale Ausgrenzung zu überwinden. Daher wird es immer wichtiger, vor allem junge Menschen zu motivieren, sich aktiv an der Gestaltung einer besseren Gesellschaft zu beteiligen und ihre Rechte und Pflichten als Bürger wahrzunehmen.

Unter dem Motto „La participación está en la calle“ (die Mitbestimmung ist in der Strasse) fand zum Einstieg in die Thematik der Fachkonferenz am Abend des 6. März im Zentrum von Oaxaca ein Strassenfestival statt. Im Rahmen dieses Festivals wurde auf musikalischem und künstlerischem Weg versucht, den Bürgern auf der Strasse soziale und politische Probleme der Region ins Bewusstsein zu rufen und das Interesse an politischer Partizipation zu stärken.

Die eigentliche Konferenz am Samstag, den 7. Maerz richtete sich an Jugendliche der Region. Hauptthemen der Veranstaltung waren die Bedeutung der politischen und sozialen Beteiligung zur Überwindung der gesellschaftlichen Marginalisierung und eine bessere Gesellschaft zu schaffen. So wies zum Beispiel Jesús González, einer der Referenten, auf die Verantwortung aller hin, Lösungen für die soziale Krise zu finden, da alle Teil der Gesellschaft sind. Unter dem Motto „erst wähle ich, dann existiere ich“ wurde inbesondere die Wichtigkeit der Wahlbeteiligung als Minimum gesellschaftlich-politischen Engagements herausgestellt.

Ebenso sprachen sich die anderen Referenten wie zum Beispiel die Musiker Pedro Hernandéz Plotzein und Carlos Daniel Santos Burgoa dafür aus, nicht zu vergessen, dass wir „die Künstler unseres Lebens sind“ („somos los artistas de nuestra vida“). So tragen wir nicht nur die Verantwortung für unser eigenes Leben, sondern sind auch fähig, unseren Anteil zur Verbesserung der Gesellschaft zu leisten. Wie wichtig es ist, beim Kampf um die eigene Mitbestimmung nicht nachzugeben, zeigte auch der Panel-Beitrag der indigenen Frauenrechtlerin Eufrosina Cruz Mendoza. Sie hatte sich für die Wahlen zum Bürgermeister ihrer Stadt aufstellen lassen. Allerdings wurden die Wahlen annuliert, als sich abzeichnete, dass sie die meisten Stimmen erhalten würde. Basierend auf dem „Bräuche und Traditions“ - Kodizes indigener Gemeinschaften, haben indigene Frauen in ihrer Gemeinschaft keine Rechte, was einen scharfen Kontrast darstellt zu den Bürgerrechten, die zumindest theoretisch allen mexikanische Bürgern gewährt werden. Frau Cruz Mendoza zog schliesslich bis vor die nationale Kommission für Menschenrechte, um die Rechte indigener Frauen einzuklagen und so zumindest die Situation anderer Frauen in indigenen Gemeinden zu verbessern.

Begleitet wurden die verschiedenen Präsentationen der Referenten von einem praktischen Programmteil der „Partizipation“ in Form von verschiedenen Spielen zum Thema Mitbestimmung und gesellschaftliches Engagement. Die Spiele hatten zum Ziel, den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken und die Unterstützung der Gruppe (sinnbildlich für die Gesellschaft) durch den Einzelnen zu fördern. Die Themen der Spiele waren eng verknüpft mit der aktuellen sozialen Situation des Landes, um ein grösseres Bewusstsein fuer bestehende Probleme und Herausforderungen zu schaffen und Lösungsansätze zu finden.