Veranstaltungsberichte

Soziale Marktwirtschaft - Ein Projekt für den globalen Frieden

Vortrag

Die Marktwirtschaft fördert zwar die Weiterentwicklung der Produktion und dem technologischen Fortschritt, hat aber auch Ungleichheit und Konflikte mit sich gebracht. Am 4. November veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Mexiko zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) den Vortrag "Soziale Marktwirtschaft - Ein Projekt für den globalen Frieden". Auf der Basis von Marktmechanismen ist die Soziale Marktwirtschaft eine Formel für die soziale Entwicklung und die Vereinbarkeit mit einer globalen nachhaltigen Entwicklung zur Beendigung von Ungleichheiten.

An dem Vortrag nahmen Hans Blomeier, Leiter des Auslandsbüro der KAS Mexiko, Friedolin Starck, Direktor der Abteilung Internationale Märkte der BDI, Professor Dr. Ulrich Hemel, Direktor des Ethos-Welt-Instituts Tübingen, sowie Vertreter mexikanischer Unternehmerverbände teil.

Dr. Ulrich Hemel hielt einen Impulsvortrag, in dem er erklärte, dass die Soziale Marktwirtschaft in der Tat ein Friedensprojekt ist. Er argumentierte, dass alle Menschen ein Mindestmaß an sozialen Leistungen benötigen und es Aufgabe der Regierung sei, zusammen mit der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor dies sicherzustellen. Er betonte außerdem die Notwendigkeit, Vertrauen zwischen Institutionen und Gesellschaft aufzubauen, um den Menschen stets in den Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik zu stellen.

Im Anschluss äußerten sich die Vertreter des Wirtschaftssektors zu den Auswirkungen und Herausforderungen, die die aktuelle Situation nicht nur in Mexiko, sondern in der ganzen Welt mit sich bringt. Sie waren sich einig, dass die Pandemie deutlich gemacht hat, dass Mexiko ein neues Wirtschaftsmodell braucht. Darüber hinaus wurde diskutiert, dass es nicht nur die Arbeit von Wirtschaftsakteuren ist eine nachhaltige und inklusive Marktwirtschaft zu etablieren, sondern dass  Regierung, Gesellschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten müssen, wenn es uns wirklich gelingen soll, die soziale Ungleichheit zu überwinden.

Zum Abschluss der Veranstaltung erklärte Friedolin Strack, dass Nachhaltigkeit ein Gleichgewicht zwischen sozialen und wirtschaftlichen Faktoren ist. Er erklärte, dass die traditionellen Werte, die von der Mehrheit der Bevölkerung geteilt wurden, jetzt in einer sich verändernden Welt in Frage gestellt werden. Er kam zu dem Schluss, dass auch die Marktwirtschaft vor neuen Herausforderungen steht und wir uns mit einem neuen Wirtschaftssystem konfrontiert sehen. Hans Blomeier schloss sich diesen Aussagen an und sagte, dass diese Herausforderung zwar abstrakt und fern erscheine, die aber gleichzeitig sehr real ist, denn es liege in der Verantwortung aller, die gegenwärtigen Paradigmen zu ändern.

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