Wahlen in Gambia – „Feuerprobe“ für die jüngste Demokratie Afrikas
Gambia in Westafrika hat gewählt und damit einen ersten Test bezüglich freier und demokratischer Wahlen bestanden. Amtsinhaber Adama Barrow wurde als Präsident bestätigt.
Mit 53,2 Prozent der Stimmen hat Adama Barrow (NPP) die Präsidentschaftswahlen vom 4. Dezember 2021 für sich entschieden. Er wird die Geschicke des Landes für weitere fünf Jahre mitgestalten. Die Konkurrenten Ousainou Darboe (UDP) und Mama Kandeh wurden mit 27,7 Prozent der Stimmen
auf Platz 2 beziehungsweise mit 12,3 Prozent der Stimmen auf Platz 3 verwiesen. Am Sonntagabend hieß es allerdings bereits, dass Darboe, Kandeh und Mitkonkurrent Sallah die Wahl nicht anerkennen würden, da angeblich eine Reihe von Problemen im Wahlprozess festgestellt worden seien. Entsprechende Untersuchungen sollen durchgeführt werden.
Caroline Hauptmann
20. Dezember 2021
kurzum
Fotocollage mit Material des Koalitionsvertrags & Duke.Box / flickr / CC BY-ND 2.0 / creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/
Weniger Fordern wagen? Das Integrationsverständnis der neuen Bundesregierung
Die Ampel-Koalition setzt andere Schwerpunkte bei der Integration von Migrantinnen und Migranten
SPD, Grüne und FDP haben am 7.12.2021 ihren Koalitionsvertrag unterzeichnet. In dem 177-seitigen Dokument wird auch auf das Thema Integration eingegangen. Unser Kurzum analysiert die Inhalte, setzt sie in aktuellen Kontext und ordnet das Integrationsverständnis in die Fachdebatte ein.
Dr. Annette Ranko
10. Dezember 2021
kurzum
Pixabay / Freak06
Achtung fürs Ehrenamt
Das Ehrenamt braucht mehr Wertschätzung, bessere Rahmenbedingungen und eine zielgruppenspezifische Ansprache
Gesellschaftliches Engagement hat in den letzten Jahren zugenommen. Dennoch wird in der Öffentlichkeit häufig das Bild des aussterbenden Ehrenamtes gezeichnet und viele Verbände und Vereinigungen beklagen Nachwuchsprobleme. Umso wichtiger, dass das Ehrenamt gestärkt wird. Unser Kurzum zeigt auf, wie dies gelingen könnte.
Natalie Klauser
2. Dezember 2021
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IWMI / flickr / CC BY-NC-ND 2.0 / creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/
COP26 aus der Perspektive Subsahara-Afrikas
Die wichtigsten Punkte für die Klimaverhandlungen
Im Vorfeld der 26. UN-Klimakonferenz, die am 31. Oktober in Glasgow beginnt, haben sich die afrikanischen Länder zu den wichtigsten Verhandlungspunkten positioniert. Lesen Sie hier, mit welchen Erwartungen die Länder Subsahara-Afrikas nach Schottland reisen.
Anja Berretta
28. Oktober 2021
kurzum
Energiekrise vertagt Klimakrise?
China und Indien vor der UN-Klimakonferenz
Die rasant steigenden Energiepreise in Europa und Asien haben die Energieversorgungssicherheit ins öffentliche Bewusstsein zurückgerufen. Die Regierungen der betroffenen Länder bemühen sich, die steigenden Energiekosten durch zusätzliche Energieimporte und finanzielle Entlastungen für Energiekonsumentinnen und -konsumenten auszugleichen. Kurzfristig erleben die fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle dadurch eine ökonomische Renaissance. Für den anstehenden Klimagipfel (COP26) der Vereinten Nationen (VN) in Glasgow sind das denkbar schlechte Vorzeichen. Es drängt sich die Frage auf, ob die Energiekrise die Bekämpfung der Klimakrise vertagt. Vor allem die großen CO2-Emittenten China und Indien stehen im Fokus.
Dr. Christian Hübner
28. Oktober 2021
kurzum
Abschiedsbesuch der Bundeskanzlerin in Israel
Angela Merkel besucht Israel zum siebten Mal. Erstmals trifft sie die neue Regierung.
Die Kanzlerin genießt hohes Ansehen: Als erste ausländische Regierungschefin sprach sie 2008 vor der Knesset. Ihr Besuch findet während der vierten Corona-Welle statt und fällt in eine Zeit hoher politischer Spannungen.
Dr. Beatrice Gorawantschy, Philipp Burkhardt
8. Oktober 2021
kurzum
Aboubacarkhoraa / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Politische Umbrüche in Westafrika setzen sich fort
Jüngster Putsch in Guinea markiert dritte militärische Machtübernahme in weniger als 1,5 Jahren in der Region
Am Freitag, den 01. Oktober 2021, wurde Mamady Doumbouya zum neuen Präsidenten der rohstoffreichen Nation Guinea vereidigt. Auch Deutschland bezieht Bauxit für die Aluminiumproduktion aus Guinea. Mit dem Putsch schnellte der Preis für Aluminium in die Höhe. Implikationen für die Lieferkette sind bislang noch schwer abschätzbar. Die möglichen Auswirkungen politischer Instabilität sind komplex. Was ist in dem westafrikanischen Küstenstaat passiert und was bedeutet der politische Umbruch für die Region?
Dr. Stefanie Brinkel
8. Oktober 2021
kurzum
Kluger Verzicht auf einen faulen Kompromiss
Warum das gescheiterte Koalitionsvorhaben „Kinderrechte ins Grundgesetz“ kein Unglück ist
SPD und Union hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, Kinderrechte im Grundgesetz ausdrücklich zu verankern. Ziel des Vorhabens war es, „Kinder [zu] stärken“. Der Koalitionsvertrag ließ jedoch Interpretationsspielraum, was genau beabsichtigt war: Sollten die Grundrechte, die Kinder ohnehin haben, im Text des Grundgesetzes abgebildet werden? Oder sollte die grundrechtliche Position von Kindern gestärkt werden? Im Gesetzentwurf der Bundesregierung zur ausdrücklichen Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz (Drucksache 19/28138) wurde klargestellt: Kinderrechte sollten „besser sichtbar gemacht werden“. Die grundrechtlichen Interessen anderer Personen sollten dadurch aber „nicht geringer veranschlagt werden“. Ein „Kernanliegen“ sei es, „das Elternrecht und die Elternverantwortung nicht zu beschränken“. „Das bestehende wohl austarierte Verhältnis zwischen Eltern, Kindern und Staat soll durch die Änderung bewusst nicht angetastet werden.
Dr. Katja Gelinsky
19. Juli 2021
kurzum
reuters/Fabrizio Bensch
Einschätzung zum Verfassungsschutzbericht 2020
Die Gefahrenlage durch Extremisten jeglicher Couleur nimmt zu
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat am 15. Juni 2021 gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, den Verfassungsschutzbericht für 2020 vorgestellt. Rechtsextremismus und -terrorismus bilden weiterhin ein großes Bedrohungspotenzial. Auch Linksextremismus und Islamismus entwickeln sich dynamisch. Die Covid-19-Pandemie verstärkt dabei bestehende Trends.
Internationale Wertschöpfungsketten – resilienter als gedacht
Sind internationale Wertschöpfungsketten resilienter als gedacht? Hierzulande besteht offenbar kein politischer Handlungsbedarf.
Die Corona-Pandemie scheint in der deutschen Wirtschaft keinen Trend zur Deglobalisierung ausgelöst zu haben. Von Unternehmensseite her zeigt sich zumindest wenig Notwendigkeit an einer umfassenden Strategie, globale Produktionsprozesse verstärkt in die deutsche oder europäische Heimat zu verlagern.
Dr. Jan Cernicky
8. Juli 2021
kurzum
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Über diese Reihe
Prägnant, auf das Wesentliche reduziert, aber immer hochaktuell. In der Reihe „kurzum“ fassen unsere Expertinnen und Experten eine Fragestellung oder Problematik auf maximal zwei Seiten zusammen.