Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

2017

Peru nach der Flut

von Sebastian Grundberger

Wie der Wiederaufbau Hoffnungen auf einen politischen Neubeginn weckt
Nach einer der schwersten Naturkatastrophen seiner Geschichte macht sich Peru auf den langen Weg des Wiederaufbaus. Das entschlossene Handeln der Regierung und die konstruktive Rolle der Opposition in diesem Zusammenhang stellen dabei nicht nur die Handlungsfähigkeit der demokratischen Institutionen Perus unter Beweis sondern zeigen auch, dass eine Zusammenarbeit zwischen Regierung und Opposition im nationalen Interesse möglich ist.

2017

Präsidentenwahl in Ecuador: Moreno liegt vorn

von Sebastian Grundberger, Celina Menzel

Dem Andenstaat stehen politisch schwierige Zeiten bevor
Der neue Präsident Ecuadors wird aller Voraussicht nach Lenín Moreno heißen. Nach vorläufigen Ergebnissen liegt der Kandidat des linkspopulistischen Regierungslagers gut zwei Prozent vor dem Oppositionskandidaten Guillermo Lasso. Während dieser den Behörden Wahlbetrug vorwirft, ist der voraussichtliche neue Präsident gefordert, Brücken über die tiefe politische Kluft in Ecuador zu bauen. Ob Moreno als Präsident eigene Akzente setzen wird, könnte zu einem guten Teil davon abhängen, inwieweit er eine Einmischung seines Amtsvorgängers Rafael Correa in die Tagespolitik verhindern kann.

2017

Epizentrum Brasilien

von Werner Böhler, Hubert Gehring, Sebastian Grundberger, Olaf Jacob, Annette Schwarzbauer, Kristin Wesemann, Jan Woischnik

Die Schockwellen des Odebrecht-Korruptionskandals in Lateinamerika und deren Auswirkungen in den einzelnen Ländern
Der unter den Namen Lava Jato beziehungsweise Caso Odebrecht bekannt gewordene Korruptionsfall rund um Brasiliens größten Baukonzern Odebrecht hat in Brasilien bereits weite Kreise gezogen. Immer mehr kommt durch Zeugenaussagen und das Auswerten sichergestellter Dokumente zu Tage. Es handelt sich um den bei weitem größten Korruptionsskandal des Landes. Seit einigen Wochen wird nun zudem das Ausmaß immer deutlicher, welches das Korruptionsnetzwerk des Baukonzerns auch außerhalb Brasiliens angenommen hat.

2017

Alles offen in Ecuador

von Sebastian Grundberger

Opposition geht mit guten Aussichten in die Stichwahl
Die Wähler haben einer weiteren linkspopulistischen Regierung Lateinamerikas einen Rückschlag beschert. In Ecuador wird sich Regierungskandidat Lenin Moreno am 2. April in einer Stichwahl dem Mitte-Rechts-Kandidaten Guillermo Lasso stellen müssen. Die starke gesellschaftliche Polarisierung und die schwierige wirtschaftliche Lage könnten dem Oppositionskandidaten dabei in die Karten spielen.

2016

Klare Ansagen und viel zu tun

von Bernadette Kalz, Mathias Mäckelmann, Micaela Großmann

Perus neuer Präsident hat sein Amt angetreten
Den neuen peruanischen Amtsinhaber Pedro Pablo Kuczynski, alias PPK, begleiten hohe Erwartungen aus einem noch durch die Wahl gespaltenen Volk. Am 28. Juli 2016 war offizieller Nationalfeiertag und Peru feierte zum 195. Mal seine Unabhängigkeit. Die erste Botschaft des Präsidenten war kurz und klar: mehr innere Sicherheit, Kampf gegen Korruption, mehr wirtschaftliche Stabilität, Armutsbekämpfung durch Umstrukturierung des hohen informellen Beschäftigungssektors, besserer und kostenloser Zugang zu Bildung und besserer Schutz von Minderheitenrechten.

2016

Die K-Frage ist gelöst

von Bernadette Kalz

Peru sehnt sich nach Sicherheit und Sichtbarkeit und wählt gegen Fujimori 2.0
Am Ende grölten sie noch einmal die ganze Nacht durch und raubten den Menschen den Schlaf. Die Anhänger von Keiko Fujimori kämpften bis zur letzten Minute und brachten ihrer Anführerin doch nicht den lang ersehnten Sieg.

2016

Peru hat gewählt: Keiko Fujimori Siegerin der ersten Runde

von Reinhard Willig, Mathias Mäckelmann

Pedro Pablo Kuczynski landet auf Rang 2 und erzwingt Stichwahl
Keiko Fujimori von der rechtspopulistischen Fuerza Popular kommt auf rund 40 Prozent der gültigen Stimmen. Pedro Pablo Kuczynski von der Partei Peruanos por el Kambio (PPK) erreichte etwa 21 Prozent der Stimmen. Weil keiner der Kandidaten den für eine Wahl im ersten Wahlgang erforderlichen Stimmenanteil von 50 Prozent erreichte, werden die beiden stimmenstärksten Kandidaten am 5. Juni die Stichwahl bestreiten.

2016

Neues aus Macondo

von Reinhard Willig, Janina Kopfmüller

Update zu den Präsidentschaftswahlen in Peru
Am 10. April 2016 wählt Peru sein neues Staatsoberhaupt und weniger als zwei Wochen vor dem entscheidenden Tag steht nicht fest, welche Kandidaten antreten beziehungsweise antreten dürfen. In den peruanischen Medien erscheinen fast täglich Meldungen über neue Anschuldigungen gegen die Kandidaten wegen Verstößen gegen das reformierte Wahl- und Parteienrecht, verbunden mit entsprechenden Ausschlussanträgen bei der Wahlgerichtsbarkeit.

2016

Präsidentschafts- und Kongresswahlen in Peru

von Reinhard Willig, Janina Kopfmüller

Am 10. April finden in Peru die Präsidentschafts- und Kongresswahlen statt. Bis zu 2.212 Kandidaten bewerben sich um die 130 Sitze im Einkammerparlament. Auch die peruanischen Vertreter im Andenparlament stehen zur Wahl. Für die fünf Mandate gibt es 65 Bewerber. Eine besondere Bedeutung kommt den Wählern unter 30 Jahren zu, die rund 30 Prozent des Wählerpotentials ausmachen. Der Ausschluss der Präsidentschaftskandidaten Julio Guzmán und Cesar Acuña durch den Nationalen Wahlgerichtshof mischt das Wahlpanorama wenige Wochen vor der Wahl noch einmal kräftig durch.

2016

Bewegung im peruanischen Präsidentschaftswahlkampf

von Reinhard Willig, Janina Kopfmüller, Mathias Mäckelmann

Julio Guzmán mischt das Wahlpanorama auf
Der aktuelle Präsidentschaftswahlkampf in Peru erlebt seine erste größere Überraschung. In der ersten Wahlumfrage des neuen Jahres konnte sich Julio Guzmán, Kandidat der Partei Todos por el Perú (Alle für Peru), mit einem großen Sprung in der Wählergunst auf 10,4 Prozent Zustimmung steigern und liegt damit hinter der weiterhin führenden Keiko Fujimori auf dem zweiten Platz. Er hat somit in kürzester Zeit das Verfolgerfeld der „alten Garde“ überholt und führt dieses nun, wenn auch knapp, an. Damit bahnt sich ein Viererkampf um den zweiten Platz in der Stichwahl an.
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Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.