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Clankriminalität als Gefahr für die Innere Sicherheit

Hintergründe eines kriminellen Phänomens

Clankriminalität ist ein medial, politisch und gesellschaftlich besonders wahrgenommenes Phänomen, das sich stark auf das Sicherheitsgefühl der Menschen in Deutschland auswirkt. In der Auseinandersetzung mit dem Thema ergeben sich noch immer definitorische Unschärfen und Unsicherheiten.

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Einsatz für Religionsfreiheit – gestern, heute, morgen

Interviews mit Expertinnen und Experten aus Politik und Zivilgesellschaft

Das Thema Religionsfreiheit war bis vor zwanzig Jahren im öffentlichen Diskurs und in den Medien kaum präsent. Heute begegnet es uns fast täglich. Staat und Gesellschaft sind durch Säkularisierung und Zuwanderung gefordert, sich der Herausforderung zunehmender religiöser und weltanschaulicher Vielfalt anzunehmen.

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Streit um den (politischen) Islam

Anmerkungen zu Begrifflichkeiten und Zuordnungen im Spannungsfeld zwischen Religion und Politik

Welche Begriffe sind angesichts der aktuellen Debatte zum politischen Islam angemessen und sinnvoll? Und wie lassen sich die Graubereiche zwischen Religion und Politik mit Blick auf den Islam so adressieren, dass einerseits den vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen Rechnung getragen wird, andererseits aber nicht unzulässig vereinfacht wird und Muslime nicht unter Generalverdacht gestellt werden?

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. / Juliane Liebers

Ein orthodoxes Sozialethos für das 21. Jahrhundert?

Das neue Sozialethos Dokument des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel und seine Bedeutung für die Welt von heute

Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel hat am 27. März 2020 ein neues Sozialethos Dokument mit dem Titel: „Für das Leben der Welt. Auf dem Weg zu einem Sozialethos der orthodoxen Kirche“ veröffentlicht und somit ein Dokument für das ethische Handeln in der Gesellschaft vorgelegt. Es stellt sich die Frage, warum sich das Dokument als Sozialethos und nicht als Soziallehre versteht und worin der grundlegende Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen besteht?

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Die neue Sozialenzyklika Fratelli tutti von Papst Franziskus – Erste Reaktionen

Vor Kurzem hat der Papst in der Enzyklika zu aktuellen Fragen Stellung genommen.
Unser Monitor Religion und Politik fasst die Reaktionen zusammen.

Der Papst nimmt in der Enzyklika zu den zu den aktuellen drängenden sozialen, wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Fragen Stellung. Schon lange hat sich ein Papst nicht mehr so deutlich politisch geäußert und Fragen aufgeworfen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt betreffen. Mit unserem Monitor Religion und Politik fassen wir die Reaktionen aus den Medien und von Experten aus dem deutschsprachigen Raum zusammen.

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Im Glauben vereint?

Eine repräsentative Studie über Christen und Muslime in Deutschland

Religion spielt für viele Menschen in Deutschland weiterhin eine wichtige Rolle - trotz einer zunehmenden Zahl an Konfessionslosen. Aber wie ähnlich sind sich Muslime und Christen eigentlich? Und worin unterscheiden sie sich in ihren Einstellungen? Unsere repräsentative Erhebung vergleicht Katholiken, Protestanten, Orthodoxe und Muslime bei religiösen Fragen miteinander und kommt zu dem Schluss: Muslime und Christen, insbesondere Katholiken, haben viele Ähnlichkeiten.

Mazur/catholicnews.org.uk / flickr / CC BY-NC-SA 2.0

Die neue Sozialenzyklika Fratelli tutti von Papst Franziskus

Gedanken für ein Weltgemeinwohl

Papst Franziskus unterzeichnete am 3. Oktober in Assisi seine neue Enzyklika „Fratelli tutti – Über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft“. Nach Laudato Si ist es die zweite eigens verfasste Enzyklika des Papstes und steht in der weit über hundert Jahre alten Tradition der Sozialenzykliken seiner Vorgänger, die sich immer wieder mit den drängenden sozialen Fragen ihrer Zeit beschäftigten. Die Veröffentlichung von Fratelli tutti erfolgte am 4. Oktober – dem Jahrestag des Heiligen Franz von Assisi und ihr Titel beruht auf einem Zitat desselben.

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Zwischen Autonomie und Lebensschutz

Zum Suizidassistenz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Das Bundesverfassungsgericht hat im Februar 2020 die geschäftsmäßige Sterbehilfe erlaubt - und damit den Paragrafen 217 StGB für nichtig erklärt. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben bedeutet auch die Freiheit, die Hilfe Dritter in Anspruch zu nehmen. Nun hat der Gesetzgeber die Aufgabe zu verhindern, dass kranke und sterbende Menschen dem Zwang zur Rechtfertigung ihres Daseins ausgesetzt werden. Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff geht auf die Implikationen des weitreichenden Urteils ein.

Der Staat gegen Judenhass

Antisemitismusbeauftragte in Bund und Ländern

Der Kampf gegen Antisemitismus wird zunehmend als staatliche Aufgabe verstanden. Der Bund sowie 14 Bundesländer haben hierfür Stellen geschaffen. Wer nimmt die Aufgaben wahr und wie genau?

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Communio und Corona

Gottesdienste in Zeiten von Corona

Auch Religionsgemeinschaften sind in der Coronakrise vom Versammlungsverbot betroffen. Überall in Deutschland folgen Kirchen, Moscheen und Synagogen den Vorgaben von Politik und Wissenschaft und bleiben geschlossen. Gottesdienste und Seelsorge finden nur noch virtuell, per Videostream oder über das Telefon statt. Für die meisten Gläubigen ist Gottesdienst auch in Zeiten von Social Distancing möglich. Für manche aber ist der Glaube ohne Gemeinschaft keine Option.

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Die Virulenz von Religion und Politik

Religiöse Zusammenkünfte sind in Zeiten der Coronakrise eine ernsthafte Gefahr. Viele Staaten und Religionsgemeinschaften haben öffentliche religiöse Praktiken daher eingeschränkt oder untersagt. Für Regime, die sich zur Herrschaftssicherung religiöser Bezüge bedienen, sind solche Beschränkungen oft ein grundsätzliches Problem. Hier zeigt sich die Virulenz der Vereinnahmung von Religion durch Politik.

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Die Muslimbruderschaft im Westen

Überlegungen zu Begrifflichkeit und Analyse

Gefahr für die Demokratie oder harmlose Glaubensbewegung? Um die Muslimbruderschaft im Westen ranken sich Vermutungen, Verharmlosungen und Verdächtigungen. Fest steht, dass die Bewegung längst in den meisten westlichen Ländern etabliert ist. Zur sachgerechten Einschätzung und Analyse ihrer Aktivitäten und Vernetzungen sind vor allem klare Kriterien und terminologische Sorgfalt notwendig.

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Anpassung statt Abschaffung

Überlegungen zur Weiterentwicklung des religionspolitischen Ordnungsmodells in Deutschland

Das über lange Zeit etablierte religionspolitische Ordnungsmodell gerät zunehmend unter Druck. Der Ruf nach einer Abschaffung oder grundsätzlichen Reform dieses Modells geht jedoch an den aktuellen Notwendigkeiten vorbei. Wie kann das religionspolitische Ordnungsmodell in Deutschland weiterentwickelt werden?

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Religiöse Konversionen im Asylprozess

Eine juristische Einordnung und Positionsbestimmung

Das Thema der Prüfung einer religiösen Konversion im Asylverfahren hat im Kontext der weltweiten Zunahme religiöser Verfolgung und vor dem Hintergrund des Anstiegs der Asylbewerberzahlen 2015 an Aufmerksamkeit gewonnen. Diese Prüfung wird von Staat und Kirche regelmäßig als Kompetenzkonflikt wahrgenommen. Benjamin Karras hebt hervor, dass staatliche Entscheidungsträger rechtlich befugt und beauftragt sind, die religiöse Identität und die Ernsthaftigkeit des Glaubenswechsels eines konvertierten Asylbewerbers zu prüfen.

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Kinder ohne Kopftuch?

Argumente für und gegen das Verbot von Kopftüchern für junge Mädchen an öffentlichen Schulen in Deutschland

Seit Jahren wird über ein Verbot von Kopftüchern für junge Mädchen an Schulen gestritten. Ein neues Gutachten hat Bewegung in die Debatte gebracht. Was sind die Argumente für und gegen ein solches Verbot?

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Rechtliche Optionen für Kooperation zwischen deutschem Staat und muslimischen Gemeinschaften

Mit Beträgen von führenden deutschen Religionsverfassungsrechtlern, muslimischen Theologen, Experten und Politikern.

Trotz vieler Fortschritte in Einzelfragen scheinen die Verhandlungen über die Beziehungen zwischen dem deutschen Staat und muslimischen Vereinen und Verbänden auch zwölf Jahre nach der erstmaligen Einberufung der Deutschen Islam Konferenz einige grundsätzliche Probleme nicht überwinden zu können.

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Das „C“ in den Medien - eine ethische Perspektive

Die Bedingungen für den Journalismus haben sich durch den technischen Fortschritt verändert. Ob über ein Thema in den Medien berichtet wird, hängt – neben den Kriterien Neuigkeit und Relevanz –zunehmend von weiteren entscheidenden Faktoren ab: die Existenz von Bildern, die Möglichkeit der Personalisierung und die Erregung von Emotionen.

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Imame – made in Europe?

Ausbildung und Beschäftigung von islamischen Geistlichen in Deutschland und Frankreich

Deutschland und Frankreich suchen nach neuen Wegen in der Ausbildung und Beschäftigung von muslimischen Religionsbediensteten und Geistlichen. Trotz unterschiedlicher Voraussetzungen und Rahmenbedingungen ergeben sich gegenseitige Lernerfahrungen.

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Europa – sein christliches Erbe und seine Zukunft in Vielfalt

Das jüdisch-christliche Erbe ist bestimmend für das Selbstverständnis Europas. Um die Debatte über die Identität Europas führen zu können, ist eine ehrliche Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte und Kultur notwendig.

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Autokephalie der orthodoxen Kirche in der Ukraine

Eine Entscheidung für Jahrhunderte

Die Ukraine hat Kirchengeschichte geschrieben. Der Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, hat die im Dezember 2018 gegründete „Orthodoxe Kirche der Ukraine“ am 6. Januar 2019 als eigenständige (autokephale) Landeskirche anerkannt. Das Dokument, welches hierzu vom Oberhaupt der neuen Kirche, dem 39 Jahre alten Metropoliten Epifanij, unterzeichnet wurde, wird „Tomos“ genannt, ein kirchlicher Begriff, welcher im letzten Jahr Eingang gefunden hat in die innerukrainische politische Debatte.

katholikentag.de / Nadine Malzkorn

Religion braucht Politik

Religionspolitik sollte in Deutschland als eigenständiges Politikfeld etabliert werden

Die grundgesetzlich angelegte Organisation von Kooperationsbeziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften war lange ein politischer Nebenschauplatz. Die religiösen Verhältnisse in Deutschland waren stabil und die weitergeltenden staatskirchenrechtlichen Bestimmungen der Weimarer Reichsverfassung wurden kaum thematisiert. Ohnehin galt die Säkularisierungsvermutung, nach der Religion insgesamt und damit auch die Organisation von Kooperationsbeziehungen zwischen den Religionsgemeinschaften und dem Staat an Bedeutung abnehmen würden. Diese Vermutung hat sich als falsch erwiesen. Mit dem Wachsen nichtchristlicher Glaubensgemeinschaften in Deutschland und der zunehmenden Zahl an Konfessionslosen tritt die Religionspolitik aus ihrem Schattendasein heraus. Dadurch nimmt der Regelungsbedarf zu. Die Politik sollte auf diesen Bedeutungszuwachs religionspolitischer Handlungsfelder reagieren und die Zusammenarbeit zwischen Staat und Glaubensgemeinschaften als eigenständiges Politikfeld begreifen.

Monitor Religion und Politik

Ausgewählte Beiträge 2018

In einer von weltanschaulicher Vielfalt geprägten Gesellschaft nehmen die religionspolitischen Debatten zu: Angesichts zurückgehender Kirchlichkeit stehen Fragen einer christlichen Prägung Deutschlands durch Symbole, wie etwa das Kreuz im öffentlichen Raum, aber auch Debatten über Schwerpunkte christlichen Lebens und des Religionsunterrichts im Fokus. Auf dem Weg zu einer muslimischen Normalität zeigen sich Hindernisse, etwa in den fehlenden Berufsaussichten von Absolventen muslimisch-theologischer Studiengänge. Auf diese Themen gehen die Autoren ebenso ein wie auf das Bemühen des Humanistischen Verbands Deutschlands um Gleichstellung im Religionsrecht und den Einsatz jüdischer Organisationen gegen Antisemitismus.