Online-Dossier zu Wasserknappheit in Marokko

H2O – dieser Name unseres multimedialen Onlinemagazins wird weltweit verstanden. Es ist die chemische Formel für Wasser, egal ob in Castrop-Rauxel oder in Casablanca. Doch die Emotionen, die mit dem Lebenselixier verbunden sind, unterscheiden sich in Deutschland und Marokko deutlich. In Mitteleuropa muss niemand befürchten, bald kein Trinkwasser mehr zu haben. In den meisten arabischen Staaten hingegen herrscht bereits heute Wasserknappheit. Und in den kommenden Jahrzehnten soll der Wasser-Stress sogar noch deutlich zunehmen. Für die Menschen hat das selbstverständlich gravierende Auswirkungen – und die Frage des Wassers wird auch zu einer Frage des Friedens.

Für die Konrad-Adenauer-Stiftung bildet „Wasser“ daher einen Schwerpunkt in der Arbeit des neuen Regionalprogramms Energiesicherheit und Klimawandel Naher Osten und Nordafrika (KAS REMENA). Es hat seinen Sitz seit Herbst 2017 in Rabat. Und genau hierhin – in die marokkanische Hauptstadt – hat die KAS nun 16 junge Journalisten eingeladen. Die eine Hälfte stammt aus Deutschland, von der Journalisten-Akademie der KAS (JONA). Die andere Hälfte kommt aus sechs arabischen Ländern. Sie haben interkulturell gemischte Teams gebildet – die 2 in H20 steht daher auch für die binationale Zusammenarbeit. Und sie sind durch ganz Marokko gereist, mit Kameras und vielen Fragen im Gepäck: Wie kann Wasser wieder aufbereitet werden, damit auch entlegene Dörfer davon profitieren? Kann man sogar aus Nebel Trinkwasser gewinnen? Und wenn immer mehr Golf gespielt wird – wo kommt eigentlich das ganze Wasser für die Plätze her?

Nehmen Sie sich die Zeit, um die Beiträge in Ruhe anzuschauen: Sie werden Videos, Texte und Fotos finden, die Ihnen die Menschen des Landes mit ihren Sorgen und Hoffnungen sehr persönlich näherbringen. Und wenn Sie das nächste Mal den Wasserhahn öffnen, denken Sie daran: Es ist nicht selbstverständlich, dass tatsächlich etwas so Wertvolles dort herauskommt wie H2O.