2021 findet im Département Allier der fünfte deutsch-­französische Kommunalkongress der Konrad-Adenauer-Stiftung, organisiert vom Auslandsbüro Frankreich, von der KommunalAkademie und vom Politischen Bildungsforum Rheinland-Pfalz, statt. In Moulins, der historischen Residenzstadt der Herzöge von Bourbon, diskutieren Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker über aktuelle Herausforderungen der „Kultur in ländlichen Räumen“ und über die Zukunft der "Ressource Wasser". Hier kommen auch die Erfahrungen aus den jüngsten Flutkatastrophen zur Sprache. Das dreitägige Programm besteht aus deutsch-französischen Begegnungen, Vorträgen und Impulsen, Diskussionsrunden sowie Exkursionen. Es nehmen deutsche und französische Abgeordnete, Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landrätinnen und Landräte, Vertreterinnen und Vertreter von Stadtwerken, Verbänden, von kommunalen Initiativen und lokalen Vereinen teil.

Big Data pixabay/geralt
Big Data

Zustimmung zu Nutzungsbedingungen, Cookies und der Verarbeitung von Daten sind zu einer alltäglichen Praxis geworden. Doch welche Auswirkungen haben freizügige Einstellungen auf die Nutzerinnen und Nutzer des Internets? Was geschieht mit den Daten, wie werden sie genutzt und in Zukunft miteinander verknüpft? Immer mehr kostenlose Dienstleistungen werden angeboten – von Anbietern, die zugleich exponentiell ihre Kapazitäten ausbauen: Neue Serverzentren werden gebaut, Algorithmen entworfen und Daten verarbeitet.

Die Digitalisierung vereinfacht unser Leben. Zugleich profitieren zahlreiche Anbieter von unserem Komfort, indem sie persönliche Daten der Nutzerinnen und Nutzer sammeln und auswerten.

In Wahlkämpfen zeigt sich weltweit, dass auch politische Meinungen ausgewertet, beeinflusst, ja manipuliert werden können. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz wirken sich auf unsere Demokratie aus. Das hat nicht zuletzt die Beschleunigung des digitalen Lebens in der Corona-Pandemie gezeigt. Es stellen sich neue Fragen zur Chancengerechtigkeit, zur Beteiligung und zur politischen Willensbildung. Der "Demokratie-Tag Rheinland-Pfalz 2021", an dem wir uns mit dieser Veranstaltung beteiligen, steht unter dem ebenso zuversichtlichen wie nachdenklichen Leitgedanken "Demokratie leben - aus Krisen lernen".

Das Online-Seminar stellt Vorteile und Risiken von Datenverarbeitung im Zusammenhang mit „Big Data“ vor und bietet Raum zur Diskussion. Es liefert liefert es praktische Empfehlungen, bietet Raum für Diskussionen und ermutigt zu einem beherzten, aber achtsamen Umgang mit den sogenannten neuen Medien.

 

Bitte melden Sie sich auf dieser Seite für das Online-Seminar an. Wir empfehlen Ihnen darüber hinaus einen Blick auf die vielen weiteren informativen Formate und Angebote für Jugendliche, Erwachsene und Gruppen im Rahmen des Demokratie-Tags Rheinland-Pfalz 2021.

 

Am Wochenende des 3. und 4. September trafen sich junge Erwachsene aus ganz Rheinland-Pfalz in Mainz, um gemeinsam zum Thema „Technologie im Auftrag der Nachhaltigkeit“ Pioniergeist für Ressourcenschutz zu entwickeln. Unter dem Leitgedanken „Mission Mitmischen“ fanden ähnliche Zusammenkünfte an mehreren Standorten der Konrad-Adenauer-Stiftung in Deutschland statt. Den Abschluss fand das Gesamtprojekt am Wochenende des 17. bis 19. September in Berlin.

Das Seminar in Mainz stand unter dem Zeichen von sauberen naturnahen Gewässern. Ein Referent, André Vallendar, stellte dazu ein Projekt vor, welches mithilfe von Künstlicher Intelligenz und verschiedenen Algorithmen in der Lage ist, Plastik über eine Kamera in Gewässern zu erkennen und zu identifizieren: ein eindrucksvolles Beispiel für viele mögliche Schnittstellen zwischen Technik und Ressourcenschutz. Immer wieder stellt sich die Frage, wie nützliche Projekte aus dem Bereich Umwelt-, Natur- und Klimaschutz effektiv kommuniziert und etabliert werden können.

Aus diesem Grund bildeten die Teilnehmenden des Seminars verschiedene Kompetenzteams, die eine Agenda zu den Bereichen Kommunikation, Aktion und Kooperation erarbeiteten. Die Ergebnisse, die in der Diskussion erarbeitet und an verschiedenen Standorten in Mainz, beispielweise am Rheinufer, gesammelt wurden, sind vielfältig und spiegeln mehrere Ansätze wieder. Die Ergebnisse waren vielseitig und werden hier stichpunktartig

Kommunikation

 

  • Beliebte Mainzer Veranstaltungen stärker dazu nutzen, ein Alltagsbewusstsein für Nachhaltigkeit zu erhöhen (Johannisfest, Fastnacht, etc.). Zum Beispiel:
  • Belohnungen für Plastikmüllentsorgungen
  • Thematische Exkursionen, darunter auch “Funzelfahrten“, am Rheinufer oder in den Weinbergen für alle Altersgruppen zur Politischen Bildung zum Thema Plastikmüll.
  • Ausstellung auf der Rheinpromenade nutzen für Bildung über Plastikmüll (interaktive Stationen, kurze aussagekräftige Filme), Vision Boards und plastikkristische Kunstwerke.
  • Umfangreiche Social Media Kampagnen (Instagram, Snapshat, TikTok, Facebook, etc.)

 

Aktion

 

  • Patenschaften von Rheinuferabschnitten: Firmen, die Patenschaften übernehmen, finanzieren Organisationen, die den Rhein sauber halten.
  • Plastikentsorgungswettbewerb zwischen gegenüberliegenden Rheinstädten (z.B. Mainz vs. Wiesbaden).
  • „Interaktive“ Müllentsorgung zur Erhöhung von Bewusstsein und Sympathie(Umfragen bzw. Abstimmungen an Mülleimern, Abstimmung durch Mülleinwurf in passende bzw. gekennzeichnete Mülleimer.
  • Sanktionen für große Konzerne (z.B. Mikroplastikemissionen Monitoring, Plastiksteuer).
  • Plastikverbot für Restaurants und Bars in der Nähe des Rheinufers.
  • Bußgelder für Privatpersonen, die Müll am Rheinufer hinterlassen
  • Rhein-Cleanup Aktionen: Platzierung von mehr Mülleimern, Müllsammelaktionen (Prämien, Gutscheine).
  • Zusätzliche Bildungsprogramme zur Trennung und Entsorgung von Plastikmüll an Schulen anbieten.
  • Entwicklung von Mülltrennungstechnologien in Supermärkten (Vereinfachung von Recycling).
  • Subventionen für Plastikrecycling.

 

Kooperation

 

  • Förderung von Unternehmen, die erneuerbare Technologien entwickeln (Startup-Förderung)
  • Weitere Forschungsschwerpunkte für erneuerbare Technologien an der Mainzer Uni setzen.
  • Networking Events, Wettbewerbe für Startups
  • ZDF Werbespots mit Mainzelmännchen, die Plastikmüll entsorgen (Die Stadt Mainz braucht ein nachhaltiges Image)
  • Verknüpfung von Startups und Industrie zur Stimulierung von technologischen Innovationen

 

Der zweite Teil des ersten Tages fand in einem Mainzer Startup statt, welches Rucksäcke und Taschen aus Meeresplastik herstellt. Hier wurde den Teilnehmenden eindrucksvoll vor Augen geführt, wie Ressourcenschutz aktiv umgesetzt werden kann und sogar wirtschaftlich profitabel ist.

Zum Abschluss des ersten Tages führte der Vorsitzende des Ausschusses für Klima, Energie und Mobilität im Landtag Rheinland-Pfalz, Gerd Schreiner MdL, die Gruppe auf einem ökologischen Stadtrundgang durch Mainz, um zu zeigen, welche Initiativen und Ideen die Stadt bereits umgesetzt hat oder zurzeit in Angriff nimmt, um Nachhaltigkeit zu fördern.

Der zweite Tag des Workshops diente der Reflektion und Synthese der Diskussionen und ihrer Ergebnisse, um eine Agenda auszuarbeiten, die nicht nur technologische Projekte vorantreiben, sondern auch das Thema „saubere Gewässer“ effektiv durch Kommunikation, Aktion und Kooperation begleiten kann

Was bedeutet sie für die großen Gewissensfragen unserer Zeit, was für "gewöhnliche" politische Entscheidungen auf den unterschiedlichen Ebenen unseres freiheitlichen demokratischen Rechtsstaats? Wo scheinen christliche Lehre, Glaubensinhalte und -ideale im politischen Alltag auf? Wie können Politikerinnen und Politiker dem Menschen und seiner unantastbaren Würde wertorientiert und christlich motiviert dienen?

Die Referentin für Kirchen und Religionsgemeinschaften der Konrad-Adenauer-Stiftung Patricia Ehret moderierte die Veranstaltung, band die Teilnehmenden und ihre Fragen im Chat immer wieder aktiv ein, encouragierte sie zu Statements und ermöglichte eine interaktive, aufschlussreiche und persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Immer wieder kam zur Sprache, wie wohl der 2017 verstorbene und an christlichen Werten orientierte Politiker Dr. Heiner Geißler heute denken, sich positionieren und situativ handeln würde. Alltägliche kommunalpolitische Entscheidungen, etwa aus dem Bereich der gesellschaftlichen Solidarität vor Ort oder der Nachbarschaftshilfe in der Corona-Krise, wurden ebenso thematisiert wie gewichtige nationale oder internationale Debatten, etwa zur Sozial- und Rentenpolitik, zum Mindestlohn, zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung, aber auch zum Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz. Das Online-Seminar war geprägt von nachdenklichen, tiefsinnigen und lebensnahen Gedanken, Beiträgen, Einschätzungen und Fragen, sowohl der Referenten als auch der Teilnehmenden. Trotz der begrenzten Zeit von anderthalb Stunden gelang eine intensive, abwechslungsreiche und fruchtbare Diskussion, nicht zuletzt auch über sensible politische Gewissensentscheidungen.

Im Rahmen der Interview-Reihe „Hambach LIVE“ diskutierte unsere Moderatorin Priscilla Schelp mit dem Priester, Botschafter a.D. und zuletzt Mitglied im Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog Dr. Michael Weninger aus Österreich und mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten, langjährigem Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bürgermeister a.D. Bernhard Kaster aus Trier. Im Gespräch mit über 70 Teilnehmenden stellten die Referenten fest, dass die multilaterale Verständigung zentrale Voraussetzung für eine friedliche und geeinte Welt bleibt. Dr. Weninger bezeichente den Multilateralismus sogar als „alternativlos“ und berichtete aus der weltumspannenden katholischen Kirche sowie aus dem diplomatischen Dienst. Bernhard Kaster ergänzte die Ausführungen um seine Erfahrungen aus der kommunalen, aus der deutschen, aus der europäischen und aus der internationalen Politik. Es sei ein Wert an sich, so Kaster, miteinander auch dann im Gespräch zu bleiben, wenn die Zeiten und Töne rauer und das Unverständnis für die Positionen des Gegenüber größer würden. Freilich dürften dabei keinerlei Zweifel an unseren Ansprüchen an Demokratie und Rechtstaatlichkeit entstehen, so Kaster. Aus christlich-demokratischer Perspektive komme es bei Abkommen, Abstimmungen, Zuständigkeiten und Bündnissen immer auf die Prinzipien der Personalität, der Subsidiarität und der Solidarität an, waren sich die beiden Referenten einig. Beide formulierten den Appell an Politik und Gesellschaft, hierin auch Lösungsansätze für die kulturellen und religiösen Konflikte in der Welt zu erkennen. Eine angeregte Diskussion mit zahlreichen Fragen im Chat und einem regen Gedankenaustausch unter Einsatz von Kameras und Mikrofonen schloss sich an. Die Moderatorin bedankte sich im Namen des Politischen Bildungsforums Rheinland-Pfalz der Konrad-Adenauer-Stiftung herzlich für die vielen engagierten Beiträge und wertvollen Denkanstöße.  Wo ist besonderes politisches Gespür gefragt? Auf welche Weise gelingen Kompromisse? Wie kann ich Verständnis für meine Position erarbeiten? Wann setze ich humorvolle Bemerkungen ein? Wie verdeutliche ich meine Haltung? Was entgegne ich Populisten? Wie entkräfte ich Polemik? Den 53 Teilnehmenden wurde sehr konkret vor Augen geführt, wie eine demokratische Diskussion ablaufen sollte, welche Hilfs- und Stilmittel, vom Zitat über die Wiederholung oder die Metapher bis zur kritischen Rückfrage, sinnvoll erscheinen. Im Verlauf des Online-Seminars wurde deutlich, wann rote Linien erreicht oder überschritten sind – und wie in diesen Situationen reagiert werden sollte. Die Teilnehmenden trugen mit zahlreichen Fragen, Hinweisen, persönlichen Erfahrungen und konkreten Rückmeldungen zur hohen Interaktivität des Online-Seminars bei. Das ebenso konstruktive wie positive Feedback bestätigte uns darin, interessierte Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft mit Argumentationstrainings zu unterstützen, um sie in alltäglichen politischen Diskussionen zu unterstützen – nicht zuletzt „mit politischem Gespür, Haltung und Humor“.

Wie und wo ist bereits nach wenigen Monaten neues Vertrauen gewachsen, wo ist es bereits wiederhergestellt? Wo sind zugleich alte Erwartungen auch aktuelle Forderungen geblieben? Welche womöglich überraschenden Parallelen zwischen der Politik Donald Trumps und Joe Bidens sind erkennbar? Und welche Auswirkungen hat der Regierungswechsel in den Vereinigten Staaten von Amerika auf die Zukunft US-amerikanischer Militärstützpunkte in Rheinland-Pfalz? Diese und viele weitere Fragen erörterten und diskutierten die Referentinnen und Referenten, unter ihnen die Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, und Paul Linnarz, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Washington, D.C..

Kurzimpulse, politikwissenschaftliche Betrachtungen und persönliche Beobachtungen junger Referentinnen und Referenten aus den USA und Deutschland, unter ihnen (Alt)Stipendiatinnen und (Alt)Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung, komplettierten das Bild. Dabei kamen immer wieder auch die aktuellen innenpolitischen Lagen in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Deutschland sowie Erwartungshaltungen von Wählerinnen und Wählern auf beiden Seiten des Atlantiks zur Sprache. Im Austausch mit den Referentinnen und Referenten herrschte bei vielen Teilnehmenden Verständnis dafür, dass auch die Biden-Administration Deutschland an seine Bündnis-Pflichten erinnert und eine erkenn- und spürbare Steigerung des sicherheitspolitischen Engagements der Bundesrepublik Deutschland erwartet. Zudem wurde klar, wie strategisch die Vereinigten Staaten von Amerika außen-, sicherheits- und verteidigungspolitische Herausforderungen angehen und wie sehr sie ihr entsprechendes Engagement an sehr konkret modellierten Szenarien ausrichten. Das Online-Seminar war inhaltsreich, aufschlussreich, interaktiv und debattenstark. Das Interesse an den Vereinigten Staaten von Amerika und an der transatlantischen Zusammenarbeit, über die sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragen hinaus, war zu jeder Zeit greifbar.

Der Referent, Prof. Dr. Hans-Joachim Fuchs, Geograf an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, präsentierte in diesem Online-Seminar historische und politische Karten unterschiedlichster Art und Weise. Er erläuterte, dass diese weit mehr als die Darstellung von Räumen seien. Sie bildeten, so Prof. Dr. Fuchs, grafisch die zuvor ausgewählten, analysierten und interpretierten Daten ab. „Karten haben Macht“, so sein eindrückliches Fazit. An prägnanten und anschaulichen Beispielen erläuterte er, dass und auf welche Weise Karten gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Interessen abbilden können. Wer Karten lesen könne, sei klar im Vorteil, so ein zentrales Credo. Die Teilnehmenden wurden durch das Online-Seminar sensibilisiert, Karten zu hinterfragen, ihre Subjektivität zu erkennen und sie auf ihren politischen Zweck hin kritisch zu betrachten. Dafür gab Prof. Dr. Fuchs den Teilnehmenden konkrete Parameter und praktische Beispiele an die Hand. Er band die Teilnehmenden immer wieder aktiv ein, stellte Fragen, regte kleine Internet-Recherchen an und interpretierte Fundstellen. Er beantwortete Fragen und verglich Karten miteinander, beschrieb deren Urheber sowie Zwecke und stellte mögliche Lesarten beziehungsweise Interpretationen vor. Auf informative, bisweilen dramatische und mitunter humorvolle Weise wurde den Teilnehmenden vermittelt, welche Aussagekraft, Lenkungswirkungen und Macht „Karten“ haben und wie sie im Alltag konstruktiv-kritisch mit ihnen umgehen können.

 

Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die jüngste Geschichte der jüdischen Gemeinden in Deutschland: Wie sieht jüdisches Leben und Gemeindeleben in Deutschland heutzutage aus? Wie viel Normalität ist möglich? Wie erleben Jüdinnen und Juden den Antisemitismus? Wie gehen sie damit um? Wo und wie zeigt sich Antisemitismus konkret? Diese und weitere Fragen warf Botmann auf, beantwortete sie aus seiner sehr persönlichen Sicht und auch aus der Perspektive des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er unterstrich die, so Botmann wörtlich, „vielen positiven Aspekte des Judentums“ und unter anderem die großen Integrationserfolge, die Deutschland seinen jüdischen Gemeinden verdanke.

In einem regen Austausch, moderiert vom Chefredakteur des Trierischen Volksfreundes Thomas Roth, diskutierte Daniel Botmann mit der Historikerin und Kommunalpolitikerin Jutta Albrecht, mit der Leiterin der Katholischen Erwachsenenbildung Trier Katharina Zey-Wortmann und mit dem Stadtbürgermeister und Vorsitzenden des Vereins Kultur in Schweich Lars Rieger MdL darüber, wie das jüdische Leben vor Ort, in den Städten, Gemeinden und Kreisen Deutschlands, noch sichtbarer werden könnte.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden erörterten die Referentinnen und Referenten, wie facettenreich Antisemitismus heute auftritt, wie er früher erkannt werden und wie er klarer benannt werden könnte, wie ihm zielführender präventiv vorgebeugt und wie er konsequent bekämpft werden kann. Besorgt berichtete auch der am Online-Seminar mitwirkende Beauftrage der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen Dieter Burgard von konkreten antisemitischen Vorfällen. Er unterstrich, wie sehr das jüdische Leben und die jüdische Kultur zu unserem Bundesland gehören – und wie viel das Land den Jüdinnen und Juden verdanke. Referentinnen, Referenten und Teilnehmende waren sich einig darüber, dass noch mehr Begegnungen mit Jüdinnen und Juden, Besuche in jüdischen Gemeinden und Besichtigungen von Synagogen, zusätzliche Bildungsformate gegen Antisemitismus, verpflichtende Gedenkstättenfahrten für Schulklassen und eine Weiterentwicklung der Integrationsseminare für Zuwanderinnen und Zuwanderer beziehungsweise Geflüchtete notwendig sind.

Allen Beteiligten erschien die zunehmende antisemitische Hasskriminalität im Internet, insbesondere auf den „Social Media“-Plattformen, als ein großes und weiter zunehmendes Problem, dem viel frühzeitiger, sehr beherzt und deutlich konsequenter begegnet werden müsse.

Hatespeech iStock/Roman Didikivskyi
Hatespeech

In den Social Media sind Hatepostings an der Tagesordnung. Diese Form der verbalen Gewalt richtet sich oft mit besonderer Härte gegen Frauen. Was sind Ursachen, Erscheinungsformen und Auswirkungen dieser Onlinevariante von Misogynie? Das Online-Seminar empfiehlt Strategien im Umgang mit verbaler Gewalt und zeigt Methoden auf, Grenzen zu setzen und schlagfertig zu kontern. Darüber hinaus werden Möglichkeiten aufgezeigt, Täter zur Verantwortung zu ziehen und sich rechtlich zur Wehr zu setzen. Das interaktive Format lädt Teilnehmerinnen und Referentinenn dazu ein, ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und Netzwerke zu bilden.

Dieses Online-Seminar richtet sich ausschließlich an Frauen, insbesondere an ehrenamtlich und kommunalpolitisch engagierte Frauen und solche, die es werden möchten.

Überzeugen, gewinnen, wirken iStock/wavebreakmedia
Überzeugen, gewinnen, wirken

Seit der Antike bedient sich die Menschheit der Rhetorik, der Kunst, Menschen zu überzeugen und zu gewinnen, und der Lehre davon, wie man mit Worten Dinge bewirkt. Der Einsatz von Rhetorik ist eine effiziente Strategie, um Menschen zu begeistern und Ziele zu erreichen. Somit ist sie aus der Politischen Praxis nicht wegzudenken. Das Wissen um rhetorische Strategien und Mittel befähigt aber auch zu erkennen, wo die antike Kunst für Manipulation und Verschleierung instrumentalisiert wird.Dieses Online-Seminar vermittelt Grundlagen der Rhetorik und Kommunikation, Techniken der Gesprächsführung und Präsentation sowie den Umgang mit Unsicherheit und Störungen. Einen Schwerpunkt bilden die Vermittlung von klaren Botschaften und Statements sowie der Umgang mit Sexismus.

Dieses Online-Seminar richtet sich ausschließlich an Frauen.

Spuren der Mauer pixabay/geralt
Spuren der Mauer

Vor 30 Jahren wurde Deutschland auf friedliche und demokratische Weise wiedervereinigt. Politologe Ingo Espenschied führt Sie auf eine multimediale Zeitreise durch die Geschichte der Teilung Deutschlands und zeigt, wie diese 1989/1990 überwunden wurde. Sie haben die Möglichkeit, interaktiv an dieser Zeitreise teilzunehmen, dem Referenten Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen.

 

Diskriminierung, Verfolgung und Kriegshandlungen pixabay / pixel2013
Diskriminierung, Verfolgung und Kriegshandlungen

Das dreiteilige Online-Seminar für Angehörige der Bundeswehr behandelt Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung, Sexismus, Verfolgung und Vernichtung. Vorgetragen, erinnert, gemahnt und diskutiert wird am Beispiel von deutsch-französischen Kriegshandlungen in drei Jahrhunderten, mit virtuellen Rundgängen und anhand von historischen Impulsen sowie aktuellen Beispielen aus Rheinland-Pfalz und dem Elsass.

Die Veranstaltungsreihe führt das Politische Bildungsforum Rheinland-Pfalz der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Auslandsbüro Frankreich der Konrad-Adeanuer-Stiftung und dem Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz Mainz durch.

 

 

 

Diskriminierung, Verfolgung, Vernichtung und Kriegshandlungen in drei Jahrhunderten pixabay/chrisreadingfoto
Diskriminierung, Verfolgung, Vernichtung und Kriegshandlungen in drei Jahrhunderten

Das dreiteilige Online-Seminar für Angehörige der Bundeswehr behandelt Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung, Sexismus, Verfolgung und Vernichtung. Vorgetragen, erinnert, gemahnt und diskutiert wird am Beispiel von deutsch-französischen Kriegshandlungen in drei Jahrhunderten, mit virtuellen Rundgängen und anhand von historischen Impulsen sowie aktuellen Beispielen aus Rheinland-Pfalz und dem Elsass.

 

 

 

Karten und ihre Macht pixabay/amber_avalona
Karten und ihre Macht
Karten jeglicher Art sind weit mehr als die Darstellung von Räumen. Sie bilden grafisch die zuvor ausgewählten, analysierten und interpretierten Daten ab. Karten haben Macht. Sie bergen gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Interessen. Wer Karten lesen kann, ist klar im Vorteil. Das Online-Seminar soll Teilnehmende sensibilisieren, Karten zu hinterfragen, ihre Subjektivität zu erkennen und sie auf ihren politischen Zweck hin kritisch zu betrachten.
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Philipp Lerch

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Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Rheinland-Pfalz

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Leiterin des Auslandsbüros Frankreich

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