Seminar

Über den Umgang mit der Vergangenheit

Seminar zum Umgang in Deutschland mit seinen beiden Diktaturen

Wie erfolgte die Entnazifizierung im Nachkriegsdeutschland? Wie ging man nach dem Fall der Mauer mit der Stasi-Vergangenheit um? Was sind heute die Gefährdungen der Demokratie in Deutschland? Diesen Fragen wird in diesem Seminar nachgegangen.

Details

Die erste Einheit wird der juristischen Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus gewidmet. Die Stunde 'Null' für die Deutschen war das Jahr 1945. Deutschland erlebte die totale Niederlage. Mit den Nürnberger Prozessen, die in erster Linie von den Siegermächten initiiert wurden, begann bereits direkt nach dem Krieg die juristische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen. Die strafrechtliche Verfolgung findet bis in die heutige Zeit statt, da es für diese Verbrechen keine Verjährung gibt. In welcher Weise verlief die juristische Aufarbeitung und wie wurde diese seitens der Bevölkerung wahrgenommen?

In der zweiten Einheit wird es um die Öffentliche Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Ideologie gehen. Eine juristische Aufarbeitung von Verbrechen garantiert noch keine veränderte Haltung im Bewusstsein der Bevölkerung. Vielmehr ist die öffentliche Auseinandersetzung mit der Ideologie des Nationalsozialismus' notwendig. Demokratische Werte müssen von der breiten Masse der Bevölkerung akzeptiert und gelebt werden. Wie fand dieser Prozess in Deutschland nach 1945 statt, von wem gingen die entscheidenden Impulse aus und wie regierte die Bevölkerung auf die öffentlich geführte Debatte?

In der dritten Seminareinheit soll die Aufarbeitung der Diktatur in der DDR diskutiert werden. Nach dem Krieg entstand auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone erneut eine Diktatur. Die Ideologie des Marxismus-Leninismus' durchzog das gesamte öffentliche Leben der ehemaligen DDR. Allein in der SED, der damaligen führenden Partei, gab es 2,4 Mitglieder. Wie erfolgten nach der Wiedervereinigung personelle Veränderungen in den Verwaltungen und Schulen, Veränderungen der Curricular der Schulen, öffentliche Diskussionen über Werte und Demokratie, der Umgang mit den Akten der Staatssicherheit?

Im letzten Panel wird über die Erinnerungskultur und politische Bildung gesprochen. Immer weniger Menschen in Deutschland haben eigene Erinnerungen an die Diktatur der Nationalsozialisten und den Schrecken des Holocaust und des Krieges. Wie wird in Deutschland das Bewusstsein für die Gefahren jeden Extremismus' wachgehalten?

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Veranstaltungsort

Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Moskau, RF

Referenten

  • Dr. Clemens Vollnhals
    • Dr. Helge Heidemeyer
      • Prof. Dr. Hans-Joachim Veen
        Kontakt

        Claudia Crawford

        Claudia Crawford bild

        Leiterin des Büros Multilateraler Dialog KAS in Wien

        claudia.crawford@kas.de +43 1 890 14650 +43 1 890 146 516

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