Vortrag

Alles eine Frage der Perspektive? - Die Bedeutung gesellschaftlicher Narrative in der Außenpolitik

Themenreihe "Am Ende der Fahnenstange? - Perspektiven zur Zukunft der internationalen Kooperation"

Zum Auftakt unserer neuen außenpolitischen Themenreihe in Leipzig diskutieren wir mit hochrangigen internationalen Vertretern die Bedeutung gesellschaftlicher Narrative für die Außenpolitik unterschiedlicher Länder.

Details

Die Proteste in Hongkong und die Reaktion Chinas darauf werfen die Frage auf, wie der Westen zukünftig mit dem asiatischen Land umgehen soll. Wäre bei einer Eskalation das sprichwörtliche Ende der Fahnenstange erreicht und ein erneuter Paradigmenwechsel in den internationalen Beziehungen notwendig??
Die Proteste in Hongkong und die Reaktion Chinas darauf werfen die Frage auf, wie der Westen zukünftig mit dem asiatischen Land umgehen soll. Wäre bei einer Eskalation das sprichwörtliche Ende der Fahnenstange erreicht und ein erneuter Paradigmenwechsel in den internationalen Beziehungen notwendig??
Die Veranstaltungssprache ist Englisch.

 

Um ein Verständnis für die maßgeblichen Interessen und Ziele der globalen Akteure zu entwickeln, lohnt sich ein Blick auf die nationalen Einstellungsmuster und Narrative. Diese vorherrschenden Auffassungen von der Bedeutung und Ausgestaltung internationaler Kooperation prägen die Außenpolitik maßgeblich. Was verstehen Menschen in unterschiedlichen Ländern unter den Begriffen „Nationalismus“ und „Solidarität“? Wie werden die diplomatischen Beziehungen bewertet? Wo setzt man aktuell auf Offenheit und wo eher auf Abschottung? Zu Beginn der Themenreihe setzten wir uns mit diesen grundlegenden Fragen auseinander.

 

Allgemeines zur Themenreihe:

Nicht erst seit der Präsidentschaft Donald Trumps erfreut sich das Ziel nationaler Isolierung großer Beliebtheit. Kaum ein anderes Narrativ verleiht populistischen Kräften im Westen derart Aufwind wie die Romantik des Rückzuges auf sich selbst. Unter dem Deckmantel der „Rückgewinnung nationaler Souveränität“ steckt jedoch allzu oft die Vorstellung, jeder Nationalstaat sei nur sich selbst der Nächste.

Gegensätzlich hierzu stehen die geopolitischen Veränderungen des letzten Jahrzehnts. Denn mit der globalen Gewichtsverschiebung vom Atlantik in den Indo-Pazifik geht ein relativer Machtverlust des Westens einher, darunter auch Deutschlands. Will dieser in Zukunft noch globale Standards setzen, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die regelbasierte internationale Ordnung verteidigen, dann ist er mehr denn je auf den Abschluss von Bündnissen angewiesen. Wie soll eine solche Bündnispolitik aussehen? Und welche Kompromisse ist der Westen dabei bereit, einzugehen?

Diesen und weiteren Fragen möchten wir uns in einer neuen Themenreihe widmen. Hierbei sollen Perspektiven und Kontroversen auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit, der Sicherheitspolitik und der technologischen Forschung in den Mittelpunkt gestellt und anhand praktischer Beispiele debattiert werden.

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Veranstaltungsort

Universität Leipzig, Hörsaalgebäude Campus Augustusplatz, Hörsaal 4
Universitätsstraße 5,
04109 Leipzig

Referenten

  • Roberto Jaguaribe Gomes De Mattos
    • Botschafter der Republik Brasilien in Deutschland
  • Yul Edison
    • Stellvertretender Leiter der Botschaft der Republik Indonesien in Deutschland
  • Nadja Sthamer
    • Mitglied des Deutschen Bundestags
  • Michaela Braun (Moderation)
    • Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Kontakt

Christian Mumme

Portrait

Referent Politisches Bildungsforum Sachsen

christian.mumme@kas.de +49 351 563446-14
Landessignet Sachsen