Diskussion

Die Protestantische Sozialethik

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wie sozial ist die Soziale Marktwirtschaft?"

Details

Die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland ist inzwischen mehr als 60 Jahre alt. Den freien Kräften des Marktes stellt der Staat eine ausgleichende und soziale Ordnungspolitik gegenüber. Entworfen vom Wirtschaftswissenschaftler Alfred Müller-Armack und erfolgreich umgesetzt durch Ludwig Erhard erlebte der Staatsentwurf viele Höhen und Tiefen: Den Boom der Wirtschaftswunderjahre, die deutsche Wiedervereinigung – aber auch den Wirtschaftseinbruch während der Ölkrise.

In der aktuellen Finanzkrise rücken ordnungspolitische Maßnahmen des Staates in den Blickpunkt. Rufen nach einem starken Staat stehen Forderungen gegenüber, öffentliche Eingriffe in die Wirtschaft auf ein Mindestmaß zu beschränken. Gilt noch der Spruch Ludwig Erhards: „Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch“?

Wie zukunftstauglich ist die Soziale Marktwirtschaft? Wie stark unterscheiden sich gegenwärtige und morgige Herausforderungen? Ist es richtig, mit Schulden die Sozialleistungen der aktuellen Generation zu finanzieren? Wie viel staatliche Fürsorge ist auf Dauer leistbar?

Um die Soziale Marktwirtschaft gestalten zu können, ist es wichtig, ihre Wurzeln zu kennen. Neben aktuellen Fragestellungen untersucht die Vortragsreihe die historischen, politischen und kulturellen Grundlagen dieser Marktordnung. Ein Blick über den deutschen Tellerrand hinaus offenbart im zweiten Teil der Ringvorlesung die vielfältigen Ausprägungen der Sozialen Marktwirtschaft in anderen Teilen der Welt.

Wir laden Sie ein auf eine umfassende Erkundungsreise in Theorie und Praxis dieser Wirtschaftsordnung.

Bischof Dr. Wolfgang Huber (Jh. 1942) begann nach dem Schulabschluss 1960 das Studium der Evangelischen Theologie in Heidelberg, Göttingen und Tübingen. 1966 promovierte er und 1972 erhielt Huber die Habilitation.

Danach war er zwei Jahre als Vikar und Pfarrer in Württemberg tätig. In der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg war er die nächsten 12Jahre Mitarbeiter, sowie stellvertretender Leiter. Es folgten Professuren in Marburg für Sozialethik und in Heidelberg für Systematische Theologie bis 1994.

Zudem erhielt Huber das Amt des Präsidenten des Deutschen Evangelischen Kirchentages in den Jahren 1983-1985.

1993 wurde Wolfgang Huber Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg und 2003 erhielt er die Stelle als Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Beide Ämter legte er 2009 ab, um in den Ruhestand zu gehen.

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Veranstaltungsort

Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2 (Eingang Landhausstr.), 01067 Dresden

Referenten

  • Bischof Dr. Wolfgang Huber
    Kontakt

    Dr. Joachim Klose

    Dr

    Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen

    joachim.klose@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10
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