Vortrag

Grenzen der Demokratie

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Grenzen in Zeiten der Entgrenzung"

Details

Die Geschichte Europas ist auch eine Geschichte von Grenzverschiebungen, von Kriegen um Vorherrschaft und Territorien. Doch scheint der fest umgrenzte Territorialstaat ein inzwischen überholtes Modell zu sein. Im Zeitalter der Digitalisierung verbreiten sich Informationen und Ideen in rasantem Tempo - nahezu ungehindert. Die Internationalisierung der Politik, die Globalisierung der Handels- und Finanzströme oder politische Systemumbrüche stellen unser grundlegendes Verständnis von Grenzen in Frage. Die aktuelle Flüchtlingskrise führt uns die weitreichende Bedeutung dieses Themas vor Augen.

Die schwindende Bedeutung territorialer Grenzen berührt die Verfasstheit der Staaten selbst. Zum einen lassen sie sich nicht mehr in gleicher Weise sichern, wie dies bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts selbstverständlich war. Zum anderen hat das Gefühl der „Entgrenzung“ Auswirkungen auf die sozialen und kulturellen Aspekte unseres Zusammenlebens. Da sich Identität in der Erfahrung des Anderen ausbildet, konstituiert sich auch die Identität von Nationen aus der Wahrnehmung eines Gegenübers. Es verändern sich also nicht nur die geografischen und politischen Verhältnisse, sondern auch Einstellungen, Vorstellungen und Weltbilder. Wie gehen wir damit um?

Welche Rolle spielen Grenzen für die heutige Gestalt Europas und gewinnen sie angesichts der aktuellen Konflikte mit Russland wieder an Bedeutung? Wo liegen die Grenzen von Staatlichkeit und wie gehen Gesellschaften mit der Zuwanderung aus anderen Kulturen um? Gibt es grenzenloses Wachstum? Wo endet der medizinische und technische Fortschritt?

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wollen wir die vielfältigen Dimensionen des Begriffes „Grenzen“ gemeinsam mit namhaften Referenten erschließen. Zu den Vorträgen mit anschließender Diskussion laden wir Sie recht herzlich ein.

Prof. em. Dr. Rüdiger Voigt (geb. 1941) studierte nach seinem Wehrdienst bei der Marine Jura, Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Kiel und Tübingen. Anschließend erwarb er das Juristische Staatsexamen in Schleswig-Holstein und promovierte (1973) an der Juristischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Später wirkte er an der Universität der Bundeswehr München und als Direktor des Instituts für Staatswissenschaften. Heute ist er Herausgeber der Schriftreihen „Staatsverständnisse“ sowie „Staatsdiskurse“.

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Veranstaltungsort

Stadtmuseum Dresden - Landhaus
Wilsdruffer Str. 2,
01067 Dresden
Deutschland
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Referenten

  • Prof. em. Dr. Rüdiger Voigt
    • Universität der Bundeswehr München
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      Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen

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