Vortrag

Kultur in der Nachkriegszeit:

Schulen, Hochschulen, Künste

Im Rahmen der Reihe "Wie schmeckte die BRD?"

Details

Vor fünf Jahren, zum 20. Jubiläum der Friedlichen Revolution,

bot das Politische Bildungsforum Sachsen die

Veranstaltungsreihe „Wie schmeckte die DDR?“ an. Der Titel

wirkte irritierend, aber gesucht wurde ein Begriff, der die

Verschränkung von objektiver Wirklichkeit und subjektiver

Wahrnehmung charakterisiert. Geschmack ist nicht objektiv,

aber auch nicht rein subjektiv – man muss schon etwas in

den Mund nehmen, um es zu schmecken.

Erstaunlicherweise entfachten sich die Diskussionen

während der Veranstaltungen nicht am Ost-West-Verhältnis,

sondern an den unterschiedlichen Wahrnehmungen

innerhalb des Systems DDR. Das Selbstverständnis jener,

die nach 1989 den Verlust einstiger Vorteile feststellen

mussten, prallte auf die Erfahrung derer, die damals

benachteiligt worden waren und jetzt ihre Freiheit nutzen.

Dabei waren doch aber die Wiedervereinigung und die

unhinterfragte Übernahme der bundesrepublikanischen

Normalität der Ausgangspunkt der Reihe gewesen.

Haben sich die Ostdeutschen bisher überhaupt mit dem

Selbstverständigungsdiskurs der alten Bundesrepublik

beschäftigt? Wissen Sie, was deren Bürger prägte, welche

Erfahrungen sie vor 1989 machten und welche Entwicklungschancen

sich ihnen boten? Das wäre doch eine

notwendige Voraussetzung gewesen für eine glückende

Vereinigung! Diese Lücke möchte die Reihe „Wie schmeckte

die Bundesrepublik?“ schließen.

Wir laden Sie herzlich ein, Knackpunkte in der Entwicklung

der alten Bundesrepublik aufzuspüren und miteinander ins

Gespräch zu kommen. Vielleicht gibt es ja gar kein Ost-

West-Problem, sondern nur Vorbehalte, die sich beim

Zuhören und bei der anschließenden Diskussion auflösen.

Hans Maier (Jg. 1931) ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Publizist und Politiker.

Nach seinem Abitur auf dem Freiburger Berthold-Gymnasium studierte Hans Maier in Freiburg, München und Paris Geschichte, Germanistik, Romanistik und Philosophie. 1962 habilitierte er sich als Schüler von Arnold Bergstraesser und wurde nach mehreren Rufen im selben Jahr Professor für politische Wissenschaft am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München. Von 1970 bis 1986 war Hans Maier bayerischer Kultusminister. In den ersten Jahren seiner Amtszeit gehörte er weder dem Landtag noch der CSU an. Maier ging auch Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß nicht aus dem Weg. Als Strauß das Kultusministerium zwischen Unterricht und Kultus sowie Wissenschaft und Kunst aufteilte, trat Maier von seinem Amt zurück. 1988 übernahm er (bis zu seiner Emeritierung 1999) den Guardini-Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der LMU München.

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Veranstaltungsort

Stadtmuseum Dresden

Referenten

  • Staatsminister a.D. Prof. em. Dr. Hans Maier
    • LMU München
      • Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung
        • Religions- und Kulturtheorie

          Publikation

          "Eine reiche Zeit"
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          Kontakt

          Dr. Joachim Klose

          Dr

          Landesbeauftragter für Sachsen und Leiter des Politischen Bildungsforums Sachsen

          joachim.klose@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10
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