Vortrag

Russlands Grenzziehungen: Abgrenzung, Ausgrenzung und Grenzkorrekturen

Auftakt der Themenreihe "Grenzen in Zeiten der Entgrenzung". Das Grußwort hält Prof. Werner J. Patzelt vom Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden. Alle weiteren Termine können Sie auch dem beigefügten Flyer entnehmen.

Details

Die Geschichte Europas ist auch eine Geschichte von

Grenzverschiebungen, von Kriegen um Vorherrschaft und

Territorien. Doch scheint der fest umgrenzte Territorialstaat

ein inzwischen überholtes Modell zu sein. Im Zeitalter der

Digitalisierung verbreiten sich Informationen und Ideen in

rasantem Tempo - nahezu ungehindert. Die Internationalisierung

der Politik, die Globalisierung der Handels- und

Finanzströme oder politische Systemumbrüche stellen

unser grundlegendes Verständnis von Grenzen in Frage.

Die aktuelle Flüchtlingskrise führt uns die weitreichende

Bedeutung dieses Themas vor Augen.

Die schwindende Bedeutung territorialer Grenzen berührt

die Verfasstheit der Staaten selbst. Zum einen lassen sie

sich nicht mehr in gleicher Weise sichern, wie dies bis zur

zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts selbstverständlich war.

Zum anderen hat das Gefühl der „Entgrenzung“ Auswirkungen

auf die sozialen und kulturellen Aspekte unseres

Zusammenlebens. Da sich Identität in der Erfahrung des

Anderen ausbildet, konstituiert sich auch die Identität von

Nationen aus der Wahrnehmung eines Gegenübers. Es

verändern sich also nicht nur die geografischen und

politischen Verhältnisse, sondern auch Einstellungen,

Vorstellungen und Weltbilder. Wie gehen wir damit um?

Welche Rolle spielen Grenzen für die heutige Gestalt

Europas und gewinnen sie angesichts der aktuellen

Konflikte mit Russland wieder an Bedeutung? Wo liegen

die Grenzen von Staatlichkeit und wie gehen Gesellschaften

mit der Zuwanderung aus anderen Kulturen um? Gibt es

grenzenloses Wachstum? Wo endet der medizinische und

technische Fortschritt?

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wollen wir die

vielfältigen Dimensionen des Begriffes „Grenzen“

gemeinsam mit namhaften Referenten erschließen. Zu den

Vorträgen mit anschließender Diskussion laden wir Sie

recht herzlich ein.

Prof. em. Dr. Hannes Adomeit (Jg. 1942) studierte Politikwissenschaften an der FU Berlin und promovierte an der Columbia University. Danach lehrte er an verschiedenen Institutionen in London, Glasgow, Kingston, Santa Monica, Boston und Harvard. Bis 2007 war er Senior Research Associate und zeitweise Leiter der Sektion Forschung über Russland und Eurasien bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Einer seiner Forschungsschwerpunkte war der Zusammenbruch der Sowjetunion und die deutsche Einheit. Von Adomeit liegen zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Russland und Europa vor, so etwa: „Putins Westpolitik“, zusammen mit Rainer Lindner, „Die gemeinsamen Räume Russlands und der EU“ sowie gemeinsam mit Anders Äslund: „Russia versus the United States and Europe – or “Strategic Triangle”?. Adomeit war Berater im Rahmen des EU’s Conflict Prevention Network (CPN).

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Veranstaltungsort

Stadtmuseum Dresden - Landhaus
Wilsdruffer Str. 2,
01067 Dresden
Deutschland
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Referenten

  • Prof. em. Dr. Johannes Adomeit
    • College of Europe
      • Warschau

        Publikation

        Russlands Grenzziehungen - Abgrenzung, Ausgrenzung und Grenzkorrekturen
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        Dr. Joachim Klose

        Dr

        Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen

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        Sekretärin/Sachbearbeiterin Politisches Bildungsforum Sachsen

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